BC Wiesbaden 1
Landesliga Süd Herren

2000/2001

Tabelle und Ergebnisse

Saisonvorschau

Statistiken

Das BCW-Team

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Bezirkspokal, Finale
TV Babenhausen - BC Wiesbaden 84:93 (34-51)

 

Der wegen Verletzungen, Urlaub und Prüfungsstress nur zu sechst angereiste BCW setzte sich auch beim Bezirksligameister souverän durch. Obwohl sich Marijo Peric schon zu Beginn des 2. Viertels verletze und der BCW von da an keine Auswechselmöglichkeit mehr hatte, machte der Landesligameister bis zur Pause den Klassenunterschied deutlich und erzielte in diesem Spielabschnitt satte 32 Punkte.

In der 2. Hälfte ließen es die Gäste angesichts der Personalnot etwas langsamer angehen und waren in der Verteidigung hauptsächlich darum bemüht, nicht in Foulprobleme zu geraten. So konnte Babenhausen den Rückstand bis zur Schlussminute auf 82-89 verkürzen, brachte den BCW um den erneut überragenden Center Ilja Ickert aber nicht mehr in Gefahr. Neben Ickert bot auch Mario Köhler sein bestes Saisonspiel.

Die Hoffnungen auf einen Nachfolger für Coach Günter Steppich erhielten derweil einen herben Dämpfer, da mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Peter Reißaus der letzte verbliebene Kandidat aus beruflichen Gründen absagen musste. Die Wahrscheinlichkeit auf dem nicht gerade üppigen regionalen Trainermarkt noch einen qualifizierten Nachfolger zu finden, ist damit äußerst gering. Beim BCW herrscht derzeit Ratlosigkeit.

Punkte: Peric 2, Bou Souabi 17, Vahdat 22, Dräger 10, Köhler 15, Ickert 27

 

Bezirkspokal, Halbfinale
SV Disbu Rüsselsheim - BC Wiesbaden 62:97

Punkte: Ilja Ickert 24, André Bou Souabi 20, Dennis Laubinger 17, Marc Dräger 13, Babak Vahdat 12, Mario Peric 5, Jasson Valiano 4, Volker Wittler 2, Mario Köhler

Nach zögerlicher Anfangsphase zog der BCW Ende des ersten, Anfang des zweiten Viertels mit einem 14:0 Run auf 26:12 davon. Die Wiesbadener Basketballer um die überragenden Ickert, Bou Souabi und Laubinger kamen in der Folge gegen den Bezirksligafünften nie in Gefahr das Halbfinalspiel aus den Händen zu geben. Unter den Körben dominierte Ickert. Auch die Distanzschützen des BCW waren an diesem Tag mit acht drei Punktewürfen erfolgreich. Der BCW wartet nun im Endspiel auf den Sieger aus der Partie Babenhausen gegen Groß-Gerau II.

Spielbericht aus "Mainspitze"

Bezirkspokal, Viertelfinale
BC Darmstadt 2 - BC Wiesbaden 99:114 (60:54)

Wegen des langen Wochenendes reiste der BCW ohne Coach und mit nur 6 Spielern beim Landesligadritten BC Darmstadt 2 an, schaffte aber dennoch sicher den Einzug ins Halbfinale des Bezirkspokals.

Die erste Halbzeit verlief dabei gar nicht zu Gunsten des BCW. Das was man auf jeden Fall vermeiden wollte, nämlich Foulprobleme zu bekommen, trat schon im ersten Viertel ein. Valiano 3 Fouls, Ickert 3 Fouls. Zum Ende der ersten Halbzeit brachte es Dennis Laubinger sogar auf 4 Fouls. Alles nur der Beweis für eine miserable Verteidigung in der ersten Hälfte, die den Gegnern ganze 60 Punkte, darunter 7 Dreier erlaubte. In der Offensive spielte der BCW ebenfalls nicht großartig als Team. Durch einen schönen Spielzug am Ende des 2.Viertels, verkürzte Dennis Laubinger mit einem Buzzerbeater-Dreier auf 60:54, womit das Spiel für die 2. Hälfte offen war.

Der BCW stellte seine Defense auf Zone um, womit die Darmstädter überrascht wurden, und schon in der 23. Min. fiel der Ausgleich zum 63:63. Am Ende des 3. Viertels zog der BCW mit 74:78 am BCD vorbei und Darmstadt ging angesichts des hohen BCW-Tempos allmählich die Luft aus, so dass dem Gast im letzte Viertel eine 19:4-Serie zum 78:97 Vorsprung gelang (37. Minute). In dieser Minute foulte sich der bis dahin überragende Center Ilja Ickert aus. Jetzt hieß es den Vorsprung über die verbleibende Zeit zu retten, wobei drei weitere Spieler auch schon 4 Fouls hatten. Doch obwohl der BCW in der letzten Spielminute nur noch 3 Spieler auf dem Feld hatte, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.

Punkte: Vahdat 23 (4 Dreier), Peric 23, Laubinger 22 (1 Dreier), Ickert 21, Bou-Souabi 14 (1 Dreier), Valiano 11
(Bericht: Iasson Valiano)

Im Halbfinale (9./10.6.) trifft der BCW auf den Bezirksligafünften SV DISBU Rüsselsheim

18. Spieltag MTV Kronberg - BC Wiesbaden 95-76 (43-41)
Schlecht gespielt und hoch verloren
Am letzten Spieltag musste sie dann doch dran glauben, die schöne weiße Weste, und die BCW-Spieler mussten erkennen, dass es wohl doch einen Zusammenhang zwischen Trainingsbeteiligung und Leistung auf dem Spielfeld gibt...
Mit einem guten Start ging der seit 7 Wochen feststehende Meister über 11-3 (3.), 22-12 (6.) und 26-17 (9.) in Führung, verlor dann aber völlig die Konzentration und musste Kronberg bis zur Viertelpause auf 24-26 verkürzen lassen. Im zweiten Viertel hatte Kronberg leichte Vorteile und konnte mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeitpause gehen.
Die Pausenbeteuerungen, jetzt mit dem nötigen Ernst zur Sache zu gehen, waren nichts als heiße Luft, denn das 3. Viertel sah nun einen völlig desolaten BCW, der sich immer mehr in Einzelaktionen verzettelte und die Kronberger weiter nach Belieben von der Dreierlinie punkten ließ. Am Ende standen 16! erfolgreiche Distanzwürfe für den MTV zu Buche. Überhaupt wollte sich im letzten Saisonspiel wohl keiner mehr weh tun, und so ließ man gegen die körperlich deutlich unterlegenen Hausherren jeglichen Zug zum Korb vermissen, was nicht zuletzt durch klägliche 13 Freiwürfe (in der Vorwoche noch 31) für den BCW dokumentiert wurde. Statt dessen wurde mit  Würfen von Außen konsequent der Weg des geringsten Widerstands gesucht, wobei die Trefferquote nur im letzten Viertel den Ansprüchen genügte. Nach der Kronberger 75-56 Führung vor dem letzten Viertel kamen die Gäste noch einmal auf 77-66 (34.) heran, doch eine 12-0-Serie der Taunusstädter beendete den Traum vom unbefleckten Aufstieg. Immerhin konnte dann im Schlussspurt mit 3 Dreiern wenigstens noch der Saisondurchschnitt von 100 Punkten gerettet werden. Bleibt die hoffentlich lehrreiche Erkenntnis, dass Bequemlichkeit und Tiefschlaf nicht die geeigneten Mittel sind, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen.
BCW-Punkte: Laubinger 10, Peric 14, Ernst 3, Valiano 2, Bou Souabi 7, Vahdat 21, Dräger 18, Köhler 1.

17. Spieltag: BC Wiesbaden - SV Dreieichenhain 104-72 (46-35)
Schlecht gespielt und hoch gewonnen

Obwohl der BCW über weite Strecken unkonzentriert spielte und nicht an die starke Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen konnte, reichte es zum deutlichen Sieg gegen den Tabellensiebten. Die Gastgeber überzeugten von der Dreierlinie (13 Treffer) und der Freiwurflinie (31-25) sowie phasenweise auch in der Verteidigung, leisteten sich aber ungewohnt viele Ballverluste. Dennis Laubinger zeigte sich von seiner Fußverletzung gut erholt und avancierte zum Topscorer. 
Dreieichenhain war wie erwartet stark am Brett, aber schwach von den Außenpositionen und konnte in der 2. Halbzeit das hohe Tempo nicht mehr mithalten.
BCW-Punkte: Laubinger 23, Lambruschini 6, Peric 16, Ernst 12, Valiano 5, Bou Souabi 8, Vahdat 20, Dräger 12, Köhler 2

16. Spieltag: Teutonia Hausen - BC Wiesbaden 99-114 (39-56)
Spitzenspiel ohne Dramatik

Eigentlich hatte der BCW-Coach insgeheim mit der ersten Saison-Niederlage gegen den längenmäßig deutlich überlegenen Tabellenzweiten gerechnet, da die Trainingsintensität nach dem bereits fest stehenden Oberligaaufstieg in den letzten Wochen spürbar nachgelassen hatte. Doch der BCW dominierte das vermeintliche Spitzenspiel mit gewohnt hohem Tempo und aggressiver Defense und geriet niemals in Gefahr. Über 12-3 und 22-10 wurde der Vorsprung bis zur 17. Minute auf 45-29 ausgebaut. Nach der Pause gab Hausen seine passive Zonenverteidigung auf, gegen die der BCW nach Belieben gepunktet hatte, und brachte die Gäste damit kurzzeitig aus dem Tritt (63-51, 23.), doch nach einer Auszeit zog der BCW wieder auf 69-51 davon. Als es zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 113-84 nach einem echten Debakel für die Gastgeber aussah, legten die BCW-Spieler noch zwei Halli-Galli-Minuten aufs Parkett, die Hausen zur Ergebniskosmetik nutzen konnte. Mit diesem Sieg hat der BCW nun 10 Punkte Vorsprung und ist damit in der Landesliga wohl endgültig eine Klasse für sich.

Punkte: Lambruschini 5, Valiano 5, Laubinger 12, Peric 12, Vahdat 12, Ernst 19, Dräger 18, Köhler 8, Bou Souabi 23.

 

Artikel der Frankfurter Rundschau vom 2. März 2001

15. Spieltag: BC Wiesbaden - VfL Bensheim 111-101 (62-53)
Karneval in Camp Lindsey

111 Punkte erzielte der BCW und diese Karnevalszahl charakterisiert treffend die Vorstellung des Schiedsrichtergespanns. Das Spiel, das mit einem furiosen 23-5-Start (6. Minute) des BCW vielversprechend begonnen hatte, geriet angesichts des hohen Unterhaltungswerts der Pfeiferei fast zur Nebensache. Vielleicht war es ja Mitleid, dass die Schiris in den letzten 3 Minuten des 1. Viertels Bensheim bei jedem Atemzug des BCW an die Freiwurflinie schickten, während sich die Gäste in der Verteidigung ordentlich austoben durften. Marijo Peric holte sich bei einem ungestraften Ellenbogencheck eine blutige Nase und in der 8. Spielminute war für Dennis Laubinger nach einem ebenfalls ungeahndeten Foul mit einem Bänderriss das Spiel zu Ende. Keine schlechte Bilanz für ein völlig unwichtiges Spiel, das gänzlich an Bedeutung verlor, als sich in der 13. Spielminute herausstellte, dass Bensheim einen Spieler nicht auf dem Spielbericht eingetragen hatte und die Partie somit ohnehin am grünen Tisch verlieren würde. Es gab auch keinerlei Proteste von Seiten des BCW gegen den Formfehler der Schiris, die den Spieler entgegen den Statuten nachtrugen und weiter spielen ließen.
Warum dann der Bensheimer Harald Wilde in der 27. Minute nach einem Foulpfiff Mario Peric den Ball an die Brust werfen durfte, ohne dass die Schiris in irgend einer Weise darauf reagierten, mag verstehen wer will, Marijo reagierte jedenfalls darauf verbal so unflätig, dass er zu Recht disqualifiziert wurde. Wilde hätte allerdings ebenfalls unter die Dusche gehört.
Zuvor hatte schon BCW-Coach Günter Steppich ein technisches Foul bekommen, weil er es gewagt hatte, "Rückspiel" zu rufen, nachdem zum dritten Mal in Folge ein Bensheimer Spieler gegen die Halbfeldpresse des BCW ein klares Rückspiel direkt vor den Augen des Schiris begangen hatte, ohne dass sich dieser bemüßigt fühlte, in seine Pfeife zu blasen. 
Zum Höhepunkt der vorgezogenen Fastnachtssitzung kam es allerdings erst 80 Sekunden vor Spielende: Michael Ernst beging sein 5. Foul, doch die Schiedsrichter gaben den Ball so schnell wieder frei, dass der Anschreiber ihnen den nötigen Spielerwechsel nicht signalisieren konnte. Darauf hingewiesen unterbrach der 1. Schiedsrichter das Spiel und kommentierte: "Was kann ich denn dafür, dass der Anschreiber so Scheiße ist". Auf die Bemerkung von Günter Steppich, er müsse dem Tisch doch wenigstens Gelegenheit geben, das Foul einzutragen, bevor er das Spiel fortsetzen lässt, fiel ihm dann nichts Besseres ein, als den Coach zu disqualifizieren und der Halle zu verweisen, nicht ohne den Hinweis "Das gibt einen Bericht und du bist jetzt ein paar Wochen gesperrt!". Der belustigte Coach klärte ihn noch auf, dass eine Sperre nur vom Staffelleiter ausgesprochen werden kann und setzte sich dann auf die Tribüne, wo die schunkelnden Zuschauer schon begeistert den Narrhalla-Marsch angestimmt hatten.
Der beste Kalauer kam allerdings erst nach dem Spiel, als der Schiri auf die Nachfrage des Coaches, wofür er denn nun bitte eigentlich zum ersten Mal in seiner Karriere disqualifiziert worden sei, erklärte, er sei eben Südländer und das sei seine Mentalität, die es im Übrigen auch nicht zuließe, dass er einen Bericht über den Vorfall schriebe, womit ja auch die Sperre hinfällig sei. Ob die rheinhessische Mentalität des Coaches als ehemaligem Mainzer es dagegen zulässt, dass er Staffelleiter und Schiedsrichtereinsatzleiter keine Büttenrede über den Vorfall vorträgt, liegt allein in Jokus Händen ;-)

Ach ja, gespielt wurde auch: der BCW baute seine Bilanz auf 30-0 Punkte aus, beide Teams erzielten in einem guten Spiel jeweils 9 Dreier (Dräger: 5) und boten trotz der Begleitumstände ein attraktives Spiel. Volker Wittler fügte sich bei seinem ersten Einsatz nahtlos in eine gewohnt geschlossene Mannschaftsleistung ein und bot eine solide Vorstellung. 
Die BCW-Punkte erzielten: Lambruschini 10, Laubinger 2, Ernst 11, Valiano 7, Bou Souabi 16, Vahdat 20, Dräger 19, Wittler 6, Ickert 20.

Spielbericht von der Website des VfL Bensheim

 

14. Spieltag: BC Gelnhausen - BC Wiesbaden 87-96 (44-46)
Die Meisterschaft in der Tasche :-)

Obwohl noch vier Spieltage ausstehen, sind die Landesliga-Herren des BCW bereits Meister. Während der Tabellenführer mit dem vorletzten Aufgebot beim BC Gelnhausen mit 96-87 (46-44) gewann, übersah der einzig verbliebene Verfolger Teutonia Hausen eine Spielplanänderung und traf beim MTV Kronberg erst mit einstündiger Verspätung ein. Da Hausen durch die Niederlage am grünen Tisch auch noch ein "Sternchen" erhält, ist der BCW bei nun 8 Punkten Vorsprung auch theoretisch nicht mehr einzuholen. Es ist zwar etwas unbefriedigend, dass die Saison auf diese Weise vorzeitig entschieden wird, aber in Hausen muss man sich fragen, warum man eigentlich jedes Jahr durch solche unnötigen Fehler alle Chancen verspielt.
Zum Spiel: Obwohl der BCW neben den Dauerausfällen Jessen und Thiel auch noch auf die grippekranken Jasson Valiano, Christoph Lambruschini und Coach Günter Steppich verzichten musste, gelang ein sicherer Erfolg beim Tabellensechsten. Valiano konnte wenigstens als Coach mitreisen und meldete per Handy eine geschlossene Mannschaftsleistung des frischgebackenen Meisters. 
Weitere Details waren aufgrund der Partystimmung im Hintergrund nicht mehr zu verstehen und werden nachgeliefert :-)

Punkte: Laubinger 9, Peric 14, Ernst 4, Bou Souabi 8, Vahdat 23, Dräger 19, Köhler 4, Ickert 15

Und hier der Originalkommentar von Meistermacher Jasson Valiano:

Hochmotiviert gingen die 8 Spieler und der kranke Ersatzcoach in das Spiel, weshalb die ersten 4 Würfe alle getroffen wurden und der BCW mit zwei Freiwürfen von Ilja Ickert  gleich 10:2 in Führung ging. Die Führung konnte bis zur 8.Minute sogar auf 28:15 ausgebaut werden, wurde aber in den nächsten Minuten durch viele erfolglose Einzelaktionen wieder leichtfertig verspielt. Das Spiel drohte aus der Kontrolle des BCW zu geraten als man über 9 Minuten nur einen einzigen Dreier verbuchte und Gelnhausen mit einem 18:3 Lauf mit 35:33 (17.) in Führung ging. Coach Iasson Valiano hätte in dieser Phase gerne eine Auszeit genommen, um wieder Ruhe ins Team zu bringen, hatte sie aber vorher schon dazu benutzt, als dem BCW für drei Minuten kein Korberfolg gelungen war. 
Mit Ilja Ickert wieder auf dem Feld wurde nun die Ruhe und Konsequenz in der Offense gefunden. Im 3. Viertel gelangen dem BCW erneut viele Ballgewinne durch die Halbfeldpresse, gegen die sich Gelnhausen etwas ungeschickt anstellte. So baute man wieder eine Führung auf 70:59 (29.) auf, konnte diese aber wieder nicht lange halten. Gelnhausen erzielte in der 34. Minute den Ausgleich zum 76:76 und in der 36. Minute zum 81:81, aber von da an ließ es sich der BCW nicht mehr nehmen sich Meister nennen zu dürfen. Ohne Center (Ickert 5.Foul (34.)), aber mit einer soliden Defense auf Hausens Center Helfmann, gelangen wieder Ballgewinne, die zu leichten Korblegern führten und Babak Vahdat schloss das Spiel mit 4 von 5 Freiwürfen in den letzten 14 Sekunden ab. Alles in allem ein sehr spannendes Spiel, mit einer sehr guten Stimmung in der Halle, durch die sich die BCW-Spieler, die eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung zeigten, auch in der neunminütigen Schwächephase nicht außer Fassung bringen ließen.

Spielbericht von der Website des BC Gelnhausen

13. Spieltag: BCW - Eintracht Frankfurt III: 119-50 (51-26)
5 wackere Mohikaner

Das Spiel gegen die Frankfurter Altmeister war eine einseitige Angelegenheit. Da die Eintracht nur mit 5 Akteuren antrat, spielte der erneute Ausfall der Center Jessen, Thiel und Köhler keine Rolle. Zwar kam der BCW etwas schwer in Tritt und führte nach dem 1. Viertel nur 19-13, danach griff die BCW-Defense wie gewohnt und den 5 wackeren Frankfurtern ging zusehends die Luft aus. Nach dem 85-35 zum Ende des 3. Viertels lies Coach Günter Steppich angesichts der konditionellen Probleme der Gäste in der Verteidigung einen Gang zurück schalten, so dass sich das Ergebnis noch im erträglichen Rahmen hielt. Im Vergleich zur Vorwoche zeigte sich der BCW wesentlich konzentrierter und vor allem im Abschluss deutlich verbessert, was angesichts der kommenden Partien gegen starke Gegner aus der oberen Tabellenhälfte zuversichtlich stimmt. Neben zahlreichen erfolgreichen Fastbreaks war man 12 mal von der Dreierlinie erfolgreich. Beim Gast überzeugte Ex-Bundesligaspieler Wolfgang Hagemann mit 19 Punkten (3 Dreier).

Punkte: Lambruschini 10, Laubinger 16, Peric 13, Ernst 10, Valiano 8, Bou Souabi 11, Vahdat 20, Dräger 19, Ickert 12.

 

12. Spieltag: Wetterauer BG - BCW 81-101 (36-46)
Glanzloser Pflichtsieg

Der BCW musste beim Tabellenletzten aufgrund von Verletzungs- und Lernsorgen mal wieder fast ohne Center auskommen, doch auch die Wetterauer waren nicht komplett. Über 3-14 gingen die Gäste mit 16-32 in Führung, doch danach machten Eigensinnigkeiten und lasche Verteidigung die Gastgeber stark, die auf 31-34 heran kamen. Besonders Tim Berger hatte in dieser Phase zu viel Spielraum und erzielte in der 1. Halbzeit 18 Punkte. 
In der 2. Halbzeit hielten Dennis Laubinger und André Bou Souabi im Wechsel Berger auf 4 Punkten und der BCW erkämpfte in der Verteidigung eine wahre Flut von Ballgewinnen, doch gut die Hälfte der daraus resultierenden Fastbreaks wurde mit schlechten Pässen und unkonzentrierten Abschlüssen leichtfertig vergeben. So blieb es bis Mitte des 4. Viertels beim 10-Punkte-Vorsprung der Gäste, ehe im Schlussspurt zumindest noch das Ergebnis etwas freundlicher gestaltet werden konnte.
Beim BCW überzeugte im Angriff Center-Youngster Ilja Ickert, der allerdings wie schon gewohnt in der 33. Minute sein 5. Foul kassierte.
BCW-Punkte: Lambruschini 8, Laubinger 10, Peric 9, Ernst 15, Bou Souabi 15, Vahdat 11, Dräger 10, Ickert 20, Valiano 0 (nach seiner Verlobungsfeier leicht indisponiert ;-)

11. Spieltag: BCW - BC Darmstadt 2 89-87 (47-50)
Und es geht auch ohne Center

Fast hätte es den BCW im letzten Spiel des Jahres erwischt, doch in einer packenden Schlussphase hatte der Tabellenführer die besseren Nerven und rettete seine weiße Weste. Der BC Darmstadt, der 5 seiner letzten Partien gewonnen hatte, erwies sich als der erwartet starke Gegner, umso mehr, als der BCW auf seine beiden stärksten Center (Philip Jessen, Rückenprobleme und Ilja Ickert, zweimal unentschuldigt nicht im Training) verzichten musste.
Durch die Ausfälle musste der BCW gegen die längenmäßig deutlich überlegenen Darmstädter eine Reihe von taktischen Umstellungen vornehmen. Dass sich mit Mario Köhler der letzte BCW-Center bereits in der 4. Minute sein drittes Foul einfing, stürzte den BCW in weitere Verlegenheit denn die Darmstädter Reboundüberlegenheit ermöglichte den Gästen immer wieder Punkte im zweiten Versuch, während die BCW-Fastbreaks nicht wie gewohnt laufen konnten. Zum Glück war auf die BCW-Distanzschützen Verlass, die gegen die Darmstädter Zonenverteidigung in der 1. Halbzeit gleich 10 mal von der Dreierlinie trafen und so das Spiel offen hielten. Da sich der BCW in der Verteidigung stark auf die Center der Gäste konzentrieren musste, kam auch Darmstadt auf den Außenpositionen häufig frei zum Wurf und traf bis zur Pause 6 Dreier. In der 2. Halbzeit kam die BCW-Verteidigung wesentlich besser mit den Umstellungen zurecht und ließ ab der 25. Minute keinen Dreier mehr zu, so dass man sich zum Ende des 3. Viertels einen Vorsprung von 5 Punkten erspielen konnte (73-68). Allerdings lief es nun im Angriff immer schlechter, Darmstadt hatte angesichts der Dreierflut auf Manndeckung umgestellt, und nach dem 82-73 (34.) erzielten die Hausherren fünf Minuten lang keinen einzigen Punkt, weil jeder Angriff mit einem überhasteten Dreier oder einem Fehlpass abgeschlossen wurde. So ging Darmstadt zwei Minuten vor dem Ende wieder mit 83-82 in Führung. Da Topscorer Babak Vahdat an diesem Tag überhaupt nicht ins Spiel kam, kam für ihn in der Schlussphase Youngster Christop Lambruschini, der sich für das Vertrauen mit 5 Punkten bedankte und den BCW wieder mit 89-85 nach vorne brachte.
Spielentscheidend war allerdings, neben einer guten Portion Fortune, dass der BCW angesichts der schwierigen personellen Situation eine absolute Spitzenleistung von der Freiwurflinie bot und nur 2 seiner 21 Versuche verfehlte (Darmstadt 25/18). Mit 12 Dreiern lag man zudem um 4 Treffer über dem bisherigen Schnitt, hier war vor allem Flügelspieler Marc Dräger erfolgreich, der zudem in der Verteidigung gegen die Darmstädter Center hervorragende Arbeit leistete.
Mit diesem Sieg und einer weißen Weste von 22-0 Punkten hat sich das BCW-Team die Weihnachtsgans redlich verdient, denn in den verbleibenden sieben Spielen könnte man nun die Auswärtsspiele bei den drei härtesten Verfolgern verlieren und trotzdem am Saisonende noch ganz oben stehen.

BCW-Punkte: Thiel 4, Laubinger 13 (3 Dreier), Peric 5 (1), Ernst 10, Valiano, Bou Souabi 11, Vahdat 12 (2), Dräger 20 (5), Köhler 4, Lambruschini 10 (1).

 

10. Spieltag: TV Langen - BCW 86-104 (42-61)
Vom Rennen zum Pennen

TV Langen - BC Wiesbaden 86-104 (42-61)

Ein gutes zweites Viertel, in dem der BCW rekordverdächtige 37 Punkte erzielte, genügte, um zum Rückrundenauftakt die Punkte aus Langen mitzunehmen. Die Sorgen um die Stärke der Langener am Brett zerstreuten sich für die Gäste, die erneut auf Center Philip Jessen (Rückenprobleme) verzichten mussten, schon nach 2 Minuten, als TVL-Spieler Gunnar Wöbke, Manager des Bundesligisten Frankfurt Skyliners, sich so provokant mit einem der beiden Schiris anlegte, dass er disqualifiziert wurde. Der BCW hatte es fortan nur noch mit einem Langener Center zu tun und dominierte mit Tempospiel und Pressverteidigung die Partie bis zur Pause deutlich, vergab dabei allerdings eine ganze Reihe von Chancen durch schlechtes Passspiel und unkonzentrierte Abschlüsse.

Danach verflachte die Partie immer mehr, der BCW verzettelte sich zunehmend in Einzelaktionen und ließ das Tempo schleifen. Als Langen sechs Minuten vor Schluss auf 81-87 heran kam, weckte eine Standpauke die Gäste aus dem Winterschlaf, die mit einer 17-5-Serie nichts mehr anbrennen ließen.

Mit einem Heimsieg gegen den zuletzt sehr starken Tabellenfünften BC Darmstadt (5 Siege in 6 Spielen) will der BCW seine weiße Weste am kommenden Sonntag (16 Uhr, Camp Lindsey) mit in die Weihnachtspause nehmen.

Punkte: Lambruschini 14, Laubinger 16, Ernst 9, Valiano 3, Bou Souabi 12, Vahdat 20, Dräger 12, Thiel 6, Ickert 12

 

9. Spieltag: BCW - MTV Kronberg 93-90 (43-59)
Auf den letzten Drücker

Was für ein Spiel! Nach ausgeglichener Anfangsphase zogen die Gäste zeitweise auf 18 Punkte davon, und lagen auch 5 Minuten vor Schluss noch mit 73-87 in Führung, ehe der BCW den Spieß mit einer 20-3-Serie noch umdrehte. Ein kollektiver Aufschrei ging durch die Halle, als Babak Vahdats fünfter Dreier 30 Sekunden vor Spielende beim Stand von 89-90 zweimal auf dem Ring hüpfte, wie in Superzeitlupe einmal im Kreis rollte, auf der vorderen Ringkante liegenblieb, kurz nach außen schaute, um dann doch wie von Geisterhand geschubst in den Korb zu fallen. Marc Dräger gelang direkt nach dem Kronberger Einwurf ein erneuter Ballgewinn und der BCW spielte die Uhr clever herunter, ehe ein Foul André Bou Souabi 8 Sekunden vor dem Ende an die Freiwurflinie schickte. Erster vorbei, Zweiter drin, der letzte Kronberger Verzweiflungsdreier weit vorbei - Game over.

Vor diesem unglaublichen Happy End hatte der BCW größte Probleme mit den Dreierschützen der Taunusstädter und musste zudem auf seine stärkste Waffe gegen die unter dem Korb schwachen Gäste verzichten: Center Philip Jessen, den Rückenschmerzen zum Zuschauen zwangen, musste erleben, wie seine Mitspieler über weite Strecken den nötigen Zug zum Korb vermissen ließen und immer wieder gute Chancen vergaben, während auf der anderen Seite die Kronberger Schützen sträflich viel Spielraum hatten und diesen eiskalt ausnutzten - 10 Dreier landeten so bis zur Halbzeit im BCW-Korb! 

Ganz allein hatte sich der BCW den hohen Pausenrückstand allerdings nicht zuzuschreiben, denn der Anschreibeblock verbuchte bis zu diesem Zeitpunkt gerade mal drei Kronberger Fouls gegenüber 14 der Hausherren. Nach massiven BCW-Protesten war die Foulbilanz im zweiten Durchgang dann plötzlich ausgeglichen, obwohl Kronberg seine Spielweise nicht änderte und der BCW in der Defense nun sogar erheblich aggressiver zu Werke ging. Nun fingen die Gäste an, sich zu beklagen, doch mit der Freiwurfbilanz von 35-18 zu ihren Gunsten Gunsten waren sie letztlich bestens bedient. Über die schwache Vorstellung der überforderten Schiris waren sich nach Spielende alle Anwesenden einig, und der Einsatzleiter muss sich fragen lassen, warum er zu diesem Topspiel nicht zwei erfahrenere Unparteiische ansetzen konnte.

In der 2. Halbzeit setze der BCW die taktischen Vorgaben in der Verteidigung wesentlich besser um und ließ nur noch drei weitere Dreier zu. Dräger, Ickert und Vahdat verkürzten bis zur 29. Minute auf 66-70, doch Kronberg konterte noch einmal und zog auf 73-87 davon.

Spielentscheidend war letztlich die 35. Spielminute, in der sich die Kronberger Szewczyk (26 Punkte, 5 Dreier) und Djuranovic (19/3) kurz nacheinander ausfoulten. Kronberg gelangen danach nur noch drei Freiwurfpunkte, während dem BCW gegen die konditionell einbrechenden Gäste nun fast alles gelang. Zum Matchwinner avancierte der gerade aus dem Urlaub zurück gekehrte Marc Dräger, der 19 seiner 21 Punkte (3 Dreier) in der 2. Halbzeit erzielte und am Ende den entscheidenden Ballgewinn hatte.

Kronberg wurde letztlich Opfer seiner schwach besetzten Bank, denn während beim BCW neun Spieler punkteten, erzielten die Kronberger Auswechselspieler keinen einzigen Punkt.

Der BCW ist mit diesem glücklichen Sieg mit 6 Punkten Vorsprung ungeschlagener Halbzeitmeister und kann nun hoffen, dass Philip Jessen bis zum Auswärtsspiel beim TV Langen in zwei Wochen wieder fit ist.

Punkte: Lambruschini 5 (1 Dreier), Laubinger (10), Peric (2), Ernst (4), Bou Souabi (11), Vahdat (25/5), Dräger (21/3), Köhler (2), Ickert (13)

8. Spieltag: SV Dreieichenhain - BCW 78-85 (40-43)
Mit Hängen und Würgen

Mit viel Krampf und Kampf setzte sich der BCW beim Tabellenfünften durch. Das 1. Viertel war ein Spiegelbild der letzten Partie gegen Hausen. Mit einer konzentrierten Vorstellung gingen die Gäste mit gewohntem Tempospiel 15-27 in Führung und trafen dabei 11 ihrer 9 Freiwürfe. Bis dahin hatten die BCW-Spieler die taktische Marschroute gegen die von Außen schwachen, aber unter dem Korb sehr robusten Dreieichenhainer bestens umgesetzt, verloren dann aber völlig ihre Linie und ließen die Gastgeber zum 40-40 ausgleichen, ehe Babak Vahdat mit dem ersten seiner 4 Dreier die knappe Pausenführung besorgte.

In der zweiten Halbzeit konnte der BCW die Führung zeitweise wieder auf 11 Punkte ausbauen, doch man tat sich gegen die Zonenverteidigung des SVD schwer und bekam zunehmend Probleme im Defensivrebound, da Center Ilja Ickert (wieder einmal) früh Foulprobleme bekam und dem BCW mit Dräger, Köhler und Thiel gleich drei große Leute fehlten. Fehlpässe und überhastete Einzelaktionen ließen Dreieichenhain drei Minuten vor Schluss erneut ausgleichen (76-76), ehe sich beide Teams in der Endphase mit Fehlwürfen von der Freiwurflinie zu überbieten versuchten. Der BCW verfehlte dabei 8 seiner 13 Versuche, die Gastgeber 5 von 7. Da dem SVD aber nun kein Feldkorb mehr gelang, konnte der BCW am Ende im Wettbewerb "Not gegen Elend" die weiße Weste mit nach Hause nehmen.

Den Titel "Einäugiger unter den Blinden" sicherte sich Michael Ernst mit seiner besten Saisonleistung (17 Punkte/2 Dreier). Babak Vahdat war zwar wieder Topscorer (19/4Dreier), agierte aber oft zu eigensinnig und leistete sich dabei viele Fehlwürfe. Philip Jessen hatte als Einzelkämpfer unter dem Korb einen schweren Stand, erzielte dennoch 16 Punkte und beförderte in der Schlussphase beide Dreieichenhainer Center mit 5 Fouls auf die Bank.

Im Topspiel am nächsten Sonntag gegen den zweitplazierten MTV Kronberg ist eine deutliche Leistungssteigerung nötig, um zur Saisonhalbzeit das angepeilte 6-Punkte-Polster vor den Verfolgern zu erreichen. Personell wird Coach Günter Steppich in dieser Partie wieder aus dem Vollen schöpfen können.

BCW-Punkte: Vahdat 19 (4 Dreier), Ernst 17 (2), Jessen 16, Ickert 12, Bou Souabi 11, Laubinger 7, Lambruschini 2, Valiano 1, Christensen.

Spielbericht von der Website des SV Dreieichenhain

 

7. Spieltag: BCW - Teutonia Hausen 110-85 (53-35)
Schon wieder 110

Der BCW setzte seinen Vorsatz in die Tat um und revanchierte sich für die knappe Heimniederlage in der Vorsaison mit einem deutlichen Sieg. Bereits nach dem 1. Viertel stand es 23-10. Die Mannschaft spielte von Beginn an taktisch sehr diszipliniert und kam durch konsequente Verteidigungsarbeit immer wieder zu Fastbreaks, die Hausen nur mit Fouls stoppen konnte. Der BCW traf im ersten Abschnitt 10 seiner 12 Freiwürfe, kam insgesamt auf 73% (40/29).

Hausen stellte wegen der hohen Foulbelastung auf Zonenverteidigung um, doch der BCW brachte den Ball trotzdem immer wieder unter das Brett zu Philip Jessen, und traf zudem 11 Mal von jenseits der Dreierlinie. Ein Superspiel lieferte an diesem Abend Dennis Laubinger: er vertrat den urlaubsbedingt fehlenden Dreierspezialisten Marc Dräger bestens, erzielte 25 Punkte (5 Dreier) und erlaubte seinem Gegenspieler Djurma nur 5 Punkte. Auch Babak Vahdat punktete gewohnt zuverlässig, traf 12 seiner 13 Freiwürfe und 4 Dreier.

Obwohl beim BCW angesichts der klaren Führung in einigen Phasen der Schlendrian einzog und die Konzentration in der Verteidigung in der 2. Halbzeit nachließ, hatte Hausen gegen die homogene Mannschaftsleistung des Spitzenreiters zu keiner Zeit eine Chance. Trainer Günter Steppich konnte es sich so leisten, Center Ilja Ickert, der viel zu spät in der Halle erschien, weil er verschlafen (!) hatte, während des gesamten Spiels auf der Bank schmoren zu lassen.

Punkte: Vahdat 26, Laubinger 25, Jessen 20, Peric 8, Ernst 8, Lambruschini 7, Bou Souabi 7, Köhler 5, Valiano 4.

Der BCW hat nun bereits komfortable 6 Punkte Vorsprung vor Teutonia Hausen und dem BC Gelnhausen, der 86-92 beim BC Darmstadt unterlag. Verfolger MTV Kronberg verlor überraschend beim SV Dreieichenhain mit 84-112 und liegt nun auch schon 4 Punkte zurück.

 

6. Spieltag: VfL Bensheim - BCW 92-110 (38-48)
Glanzvorstellung :-)


Sprungball in Bensheim
(Bild von der VfL-Website)

Beim Aufstiegsaspiranten VfL Bensheim, der sein Saisonziel mit nun 6:6 Punkten wohl überdenken muss, fuhr der BCW mit einer rundum überzeugenden Vorstellung einen ungefährdeten Sieg ein und erhöhte die Bilanz gegen den letztjährigen Mitaufsteiger auf 5-0.

Wer ein Zitterspiel wie beim 60-61 im Vorjahr erwartet hatte, wurde enttäuscht. Nach der verschlafenen Anfangsphase, in der Bensheim bis zur 3. Minute auf 9-0 davon ziehen konnte, nahm der BCW das Heft in die Hand und führte Ende des 1. Viertels mit 19-20. Der VfL bekam schon im zweiten Abschnitt Probleme mit dem hohen Tempo, während der BCW-Express immer besser ins Rollen kam. Nach der 48-38 Pausenführung entschied eine 10-0 Serie von Babak Vahdat und Christoph Lambruschini die Partie bereits in der 25. Minute (68-48). BCW-Coach Günter Steppich konnte nach Belieben wechseln, während sein Team immer wieder engagierte Verteidigungsarbeit in erfolgreiche Fastbreaks umsetzte und sich über 87-64 (31.) mit einer weiteren 11-0 Serie auf 98-72 absetzte. Erst als Dräger, Jessen und Vahdat nach dem 106-80 für die letzten 3 Minuten schon zum Feiern auf die Bank durften, konnte der VfL das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten.

Sein bisher bestes Spiel für den BCW bot Marc Dräger (14 Punkte), der 4 der insgesamt 10 BCW-Dreier erzielte und VfL-Topscorer Alexander Plumbohm (bisheriger Saisonschnitt: 29 Punkte) fest im Griff hatte. Dem Flügelspieler gelangen gegen ihn bis zur 37. Minute magere 9 Punkte. Center Philip Jessen sammelte 19 Punkte und zahllose Rebounds, obwohl die Schiedsrichter seinen Gegenspielern einiges Durchgehen ließen, und Babak Vahdat (21 Punkte/2 Dreier) ließ auch eine anfängliche "Sonderbewachung" unbeeindruckt; seine Bewacher sahen mit zunehmender Spielzeit immer häufiger seine Rücklichter. Auch André Bou Souabi (14/2 Dreier), Christoph Lambruschini (11/1 Dreier) und Dennis Laubinger (8) konnten überzeugen, während sich Marijo Peric (7) und Ilja Ickert (8) trotz guter Leistungen frühzeitig mit Foulproblemen selbst auf die Bank beförderten. Jasson Valiano (4) und Marius Christensen (4) fügten sich nahtlos in eine kompakte Teamleistung ein.

Spielbericht von der Website des VfL Bensheim

5. Spieltag: BCW - BC Gelnhausen 73-69 (32-26)
Ein glanzloser Arbeitssieg

Mit dem BC Gelnhausen traf der BCW wie erwartet auf den ersten ernsthaften Gegner, doch das knappe Ergebnis hatten sich die Hausherren selbst zuzuschreiben.

Nach dem 10-3 (5.) schlichen sich immer mehr Unkonzentriertheiten ins BCW-Spiel: überhastete Pässe und eine schlechte Wurfauswahl ließen Gelnhausen bis zur Halbzeit auf Tuchfühlung bleiben und auch nach dem Seitenwechsel tat sich der BCW zunächst schwer (34-34, 24.). Nachdem man sich im letzten Viertel dank guter Defense auf 60-46 (34.) absetzen konnte, kam Gelnhausen durch eine Reihe von individuellen Fehlern prompt wieder auf 60-55 heran, und auch der erneute Zwischenspurt zum 68-55 (37.) brachte keine Ruhe ins Spiel. So brachte ein Dreier von Remiorz die Gäste in der letzten Spielminute noch einmal auf 72-69 heran, ehe Marius Christensen per Freiwurf den Endstand erzielte. Zuvor hatten die ansonsten sehr souveränen Schiedsrichter einen astreinen Tipp-Dunk von Christensen wegen angeblichen Goaltendings nicht anerkannt und so für Spannung gesorgt.

Wie zum Ausgleich für die schlechte Vorstellung des BCW, trieben die Gäste ihre bekannte Schwäche von der Freiwurflinie auf die Spitze und trafen nur 9 ihrer 32 Versuche, während der BCW wenigsten hier überzeugte und 16 von 22 versenkte.

Neuzugang Mario Köhler bot bei seinem ersten Einsatz eine solide Vorstellung und Philip Jessen zeigte sich deutlich verbessert. Er erzielte 16 Punkte und traf 6/6 Freiwürfe, während sein Gegenspieler Helfmann nur einen seiner 12 Freiwürfe und einen Feldwurf traf!

Bleibt zu hoffen, dass die BCW-Spieler nun begriffen haben, dass die schwachen Gegner zum Saisonauftakt kein Maßstab waren, und dass gegen die besseren Teams der Liga deutlich mehr Konzentration notwendig ist.

BCW-Punkte: Vahdat 23, Jessen 16, Dräger 13, Laubinger 8, Lambruschini 5, Bou Souabi 4, Köhler 3, Christensen 1, Valiano, Thiel.

 

4. Spieltag: Eintracht Frankfurt III - BC Wiesbaden 92-100 (46-43)
die aus dem Stau kamen...

Das größte Problem hatte der BCW schon vor dem Spiel: wegen Markierungsarbeiten auf der A66 brauchte man für 3 Kilometer zwischen Kriftel und Höchst über 90 Minuten, so dass erst 11 Minuten nach dem angesetzten Spieltermin 5 Spieler einsatzbereit auf dem Feld standen; 5 Minuten länger und die Partie wäre am grünen Tisch verloren gewesen!

Frankfurt legte gegen den unaufgewärmten Tabellenführer auch gleich ein 18-4 vor, doch der BCW blieb cool und kämpfte sich bis zur Halbzeit heran. In der zweiten Hälfte ging den clever agierenden Frankfurter Oldies um den starken Ex-Bundesligaspieler Norbert Schädlich (24 Punkte, 5 Dreier) angesichts des hohen Tempos und der konsequenten Pressverteidigung erwartungsgemäß die Luft aus, und der BCW zog kontinuierlich davon (67-74, Ende 3. Viertel). Eine 10-0 Serie zum 77-93 (36.) sorgte für klare Verhältnisse.

Als Marian Thiel in der 38. Minute mit dem 82-100 für den dritten BCW-Hunderter im vierten Spiel sorgte, fiel alle Anspannung und damit leider auch alle Konzentration von den BCW-Spielern ab, und die Gastgeber konnten mit 10 Punkten in Folge noch Ergebniskosmetik betreiben.

Beim BCW überragte einmal mehr Babak Vahdat mit 34 Punkten (5 Dreier) und Youngster Ilja Ickert bot unter dem Brett eine starke Vorstellung. Auch Marc Dräger (3 Dreier) und Marius Christensen konnten überzeugen.

BCW-Punkte: Vahdat 34, Ickert 18, Dräger 13, Christensen 13, Jessen 8, Thiel 6, Laubinger, Peric, Ernst, Valiano (alle 2)

 

3. Spieltag: BCW - Wetterauer BG 111-62 (52-26)
und Philip saß in Tunesien...

Der BCW wartet auch nach dem 3. Spieltag weiter auf den ersten ernsthaften Gegner in der Landesliga Süd. Immer noch ohne Philip Jessen, der acht Stunden auf einem Flughafen in Tunesien warten musste, gab es gegen Aufsteiger Wetterauer BG nur 5 Minuten lang leichte Anlaufschwierigkeiten, bis Christoph Lambruschini mit 9 Punkten in Folge zum 18-10 den BCW-Express zündete. Als die Gastgeber Mitte des 2. Viertels mit einer 14-0-Serie auf 44-20 davonzogen, war das Spiel bereits entschieden. 
Der Aufsteiger fand nur selten ein Mittel gegen die druckvolle Defense des Tabellenführers, der dadurch immer wieder mit Schnellangriffen zum Erfolg kam. Der BCW konnte locker durchwechseln und hatte Gelegenheit einige taktische Varianten zu testen. Stärkster Mannschaftsteil waren an diesem Tag die Aufbauspieler, die zusammen 69 Punkte erzielten.

BCW-Punkte: Christensen 10, Lambruschini 17, Laubinger 10, Peric 18, Ernst 7, Valiano 3, Vahdat 24, Dräger 6, Ickert 16.

 

2. Spieltag: BC Darmstadt 2 - BCW 67-89 (36-30)
Besser spät als nie...

Am Ende stand ein klarer Sieg zu Buche, doch es war ein hartes Stück Arbeit um die Punkte vom ersatzgeschwächten BCD mitzunehmen. Nach dem Kantersieg zum Saisonauftakt hatte der BCW die Gastgeber kräftig unterschätzt und lag zur Halbzeit sogar mit 6 Punkten zurück. Statt gegen den körperlich klar unterlegenen Gegner konsequent den Weg zum Korb zu suchen, wurde gegen die kompakte Darmstädter Zonenverteidigung viel zu schnell der Abschluss mit Drei-Punkte-Würfen gesucht, von denen in der ersten Hälfte keiner traf. Center Mats Wurmbach wurde in seinem letzten Spiel für den BCW von seinen Mitspielern viel zu selten in Szene gesetzt, dazu gesellten sich Nachlässigkeiten in der Verteidigung und Darmstadt traf sicher aus der Mitteldistanz.

Wie verwandelt kam der BCW nach der Pausenpredigt aus der Kabine und erzielte in der zweiten Spielhälfte 59 Punkte, wobei die taktischen Vorgaben nun endlich konsequent umgesetzt wurden. Marc Dräger sorgte mit zwei Dreiern für den schnellen Anschluss, Nachwuchscenter Ilja Ickert hinterließ mit 8 Punkten und zahlreichen Rebounds einen starken Eindruck, und Babak Vahdat erzielte 18 seiner 22 Punkte. Nach der 59-54 Führung am Ende des dritten Viertels zog der BCW dank druckvoller Defense kontinuierlich zum 74-61 davon, ehe Bou Souabi und Wurmbach mit einer 10-0 Serie zum 84-61 (39. Min.) den Sack endgültig zumachten.

Für Mats Wurmbach, der sich nach diesem Spiel aus Studiengründen nach Flensburg verabschiedte, wird am nächsten Wochenende gegen Aufsteiger Wetterauer BG (Sonntag, 16 Uhr Camp Lindsey) der aus dem Urlaub zurück gekehrte Philip Jesen auflaufen. 

Zugleich gibt es mit Mario Köhler vom Regionalligisten USC Leipzig einen Neuzugang auf der Centerposition zu vermelden. Der 23jährige Student an der Wiesbadener Fachhochschule hinterließ bereits im ersten Training einen starken Eindruck.

BCW-Punkte: Vahdat 22, Wurmbach 16, Bou Souabi 12, Lambruschini 9, Dräger 8, Ickert 8, Laubinger 6, Valiano 6, Christensen 2, Peric.

 

1. Spieltag: BCW - TV Langen 3 119-70 (58-27)
Saisonauftakte scheinen dem BCW zu liegen :-)

Trapped...< Foto aus Wiesbadener Kurier vom 21. September '99
        (zum Vergrößern anklicken, 106kb)

Nach dem 111-72 gegen den TV Gelnhausen im Vorjahr (Bild links)  starteten die BCW-Herren auch diesmal mit einem überlegenen Sieg in die Landesligasaison.

Der TV Langen wurde gleich in den ersten Minuten förmlich überrollt und musste bis zum 15-2 per Freiwurf auf seine ersten Punkte warten. Der BCW hatte dank aggressiver Defense zahlreiche Ballgewinne, die in erfolgreiche Fastbreaks umgesetzt wurden. Dazu gelangen den Hausherren allein im ersten Viertel 5 Dreier. Am Ende waren es 15, ein Resultat das in den vergangenen zwei Jahren niemals auch nur annähernd erreicht wurde. (In der gesamten vergangenen Saison traf der BCW 70 mal von jenseits der Linie.)

Der BCW spielte so druckvoll, dass Topscorer Philip Jessen (Urlaub) überhaupt nicht vermisst wurde. Die Neuzugänge Marc Dräger, Ilja Ickert und Marian Thiel fügten sich nahtlos in eine von einem überragenden Vahdat gekrönte, kompakte Mannschaftsleistung und erwiesen sich als echte Verstärkungen.
Für den vierten Neuling, Marius Christensen, lag noch keine Spielberechtigung vor.

Coach Günter Steppich war mit den ersten drei Spielvierteln rundum zufrieden, bemängelte aber die Nachlässigkeiten in der Schlussperiode, als die Verteidigung nachließ und Langen zu einfachen Punkten kam. Ein echter Prüfstein waren die nur zu siebt angetretenen Gäste, gegen die der BCW im Vorjahr noch eine deutliche Heimniederlage (63-80) bezogen hatte, in keiner Phase. Wo der BCW mit dieser Leistung tatsächlich steht, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

BCW-Punkte: Thiel 6, Laubinger 6, Peric 9, Bou Souabi 16, Vahdat 35 (6 Dreier ohne Fehlwurf), Lambruschini 9, Wurmbach 15, Ernst 7, Dräger 9, Ickert 7.