Regeln/Vorgaben für die Saison

Regeländerungen:

 


Vorgaben für Schiedsrichter aller überbezirklichen hessischen Ligen

1.Spielvorbereitung

– Neben den Mannschaftsbänken müssen jeweils sichtbar Wechselstühle/-kästen stehen
– Der Abstand zwischen Wechselstuhl und Kampfgericht soll mindesten 3 Meter betragen
– Der Mannschaftsbankbereich (MBB) muss klar erkennbar sein

2.Spielerwechsel

– Spielerwechsel ist nur über das KG möglich (Ausnahme Kampfrichterfehler)
– Ein Wechsel kann nur durchgeführt werden, wenn der Wechselspieler spielbereit sichtbar wartet
– Der Wechselspieler betritt das Spielfeld erst nach Wechselzeichen des Schiedsrichters

3.Handchecking

– Bei Guard-/Forward-Spielern: die ausgestreckte Hand des Verteidigers am Körper des ballführenden Angreifers ist ein Foul, ein angelegter Arm ist ok. Zwei Arme (egal ob angelegt oder ausgestreckt) sind immer ein Foul!
– Bei Low-Post-Spielern: ein angelegter Arm ist ok; zwei angelegte Arme oder die ausgestreckte Hand im Rücken des Verteidigers ist ein Foul.

4.Post Play

– Alle Kontakte die dazu führen, seinen Gegenspieler aus dessen abgestammter Position zu bringen (übergreifen über die Schulter, drücken der Hüfte) sind Fouls.
– Gleiche Rechte für Angreifer und Verteidiger
– Der Angreifer darf seinen Gegenspieler nicht am Bein festhalten oder dessen Körper beim Drehen einhaken. Ein Umgreifen ist ebenfalls mit Foul zu bestrafen.

5.Wurfaktion

– Das Vorteil-/Nachteil-Prinzip ist nur in sehr engen Grenzen anzuwenden
– Bei Kontakten gegen den Werfer ist nur dann ausnahmsweise nicht auf Foul zu entscheiden, wenn der Kontakt offensichtlich unbedeutend ist und wenn er vom Werfer nicht als störend empfunden wird.
– Tolerierbare Kontakte gegen Werfer geschehen eher in korbnahen Situationen und zwischen Centern als im Distanzwurfbereich. Je weiter der Werfer vom Korb entfernt ist, umso weniger kann ein Kontakt toleriert werden.

6.Reboundsituationen

– Kontakte die wechselseitig von Angreifer und Verteidiger akzeptiert werden können ungeahndet bleiben
– Die Schiedsrichter entscheiden dann auf Foul, wenn sich in Reboundsituationen ein Spieler durch einen Kontakt eine bessere Position verschafft oder wenn ein Spieler durch einen Kontakt den besser positionierten Spieler behindert. Solche Kontakte entstehen meistens dann, wenn die Spieler hintereinander stehen, seltener dann, wenn sie nebeneinander stehen.
– Auch keine Kontakte können hierbei große Auswirkungen haben. Hier soll frühzeitig eingegriffen werden (Zuruf als präventives Mittel; Foul, wenn Nachteil bereits entstanden ist)

7.Unsportliches Foul

– Hartes Eingreifen in den Unterarm: Greift ein Verteidiger in den Wurfarm und umfasst diesen oder hält ihn fest (um das „normale“ Foul absichtlich zu „verlängern“) ist auf unsportliches Foul zu entscheiden
– Foul im Fastbreak: Foult der letzte Verteidiger einen ballführenden Spieler in einer Transition-Situation seitlich oder von hinten und der Schiedsrichter entscheidet auf Foul, so ist es immer ein Unsportliches Foul. Sobald der Angreifer zu einer Korbwurfaktion ansetzt gilt diese Regelung nicht mehr.

8.Unerwünschtes/störendes Verhalten

– Der Co-Trainer coacht nicht das Spiel. Nur der auf dem Bogen als erster Trainer eingetragener Coach darf stehen. Abwechselndes Coachen von Trainer und Co-Trainer soll von den Schiedsrichtern unterbunden werden.
– Das „Abholen“ der Schiedsrichter durch Trainer wären der Auszeit oder dem Viertel vom Spielfeld zur Diskussion ist sofort durch ein technisches Foul zu ahnden.
– Flopping-Situationen bei übertriebenen Reaktionen auf Foul/Kontakt sind zu unterbinden.
– Äußerungen und/oder Gesten, die eine direkte Beleidigung eines anderen Spielbeteiligten (Schiedsrichter, Kampfrichter, Trainer, Spieler) darstellen, führen sofort zu einem disqualifizierenden Foul
– Äußerungen und/oder Gesten, die einen anderen Spielbeteiligten oder dessen Entscheidungen herabwürdigen („Du hast keine Ahnung“, „Scheiß Pfiff“) oder die aufzeigen, dass getroffene Entscheidungen nicht akzeptiert werden („Abwinken als Zeichen von Nichtakzeptanz“, „Aufwiegeln des Publikums durch Gesten“, „lautes, provokatives Loslachen“) führen sofort zu einem technischen Foul
– Mit einem technischen Foul wird sofort bestraft, wer den Ball wegkickt oder wer gegen Wechselkästen, Papierkörbe, etc. tritt.
– Die Schiedsrichter sollen auf auftretende Störungen so reagieren, dass die Wiederholung der Störung mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist. Sie sollen mit dem mildest möglichen Mittel reagieren, dass geeignet ist, das Ziel zu erreichen. (Hinweis → Ermahnung → technisches Foul → Disqualifikation)

9.Ermahnungen

– Ermahnungen werden nur einmal im Spiel für eine Aktion einer Mannschaft ausgesprochen (Bsp.: wird ein Spieler für das Halten des Balles nach Korberfolg ermahnt gilt dies Ermahnung für das gesamte Spiel für die gesamte Mannschaft)
– Ermahnungen sind klar und deutlich auszusprechen und es muss sichergestellt werden, dass sowohl der ermahnte Spiele wie dessen Trainer es mitbekommen

10.Stop-the-clock Foul

– Grundsätzlich gilt, ein Foul in der 1. Minute ist genauso zu ahnden wie ein Foul in der 40. Minute.
– Um unsportliche Fouls zu vermeiden sollten Stop-the-clock-Fouls als taktische Maßnahme der Mannschaften rechtzeitig erkannt und entsprechend toleriert und als normale Fouls geahndet werden.
– Frühzeitiges Pfeifen (aber erst bei Kontakt) des Fouls unterbindet automatisch zu harte folgende Fouls
– Unsportliche/übertrieben harte Fouls bleiben aber weiterhin direkt Unsportliche Fouls

11.Schrittfehler

– Vorteil-/Nachteil-Prinzip ist essentiell bei der Beurteilung von Schrittfehlern
– verstärktes Augenmerk soll auf 1:1-Situationen auf der Guard-/Forward-Position gelegt werden: zu schneller erster Schritt (first step), Standbeinwechsel bei Passgang-/Cross-Over-Schritt
– verstärktes Augenmerk auf 1:1-Situationen auf der Low-Post-Position: Standbeinwechsel bei Center-Moves, 3 Bodenkontakte durch Jump-Moves
– Bei kritischen 50:50-Entscheidungen zwischen Schrittfehler oder Foul sollte auf Schrittfehler entschieden werden
– Situationen in denen kein Nachteil für die Verteidigung entsteht können ignoriert werden: 1:0-Korbleger mit 3 Schritten zum Dunk, Schrittfehler im Rückfeld ohne Gegenspieler

12.Drei Sekunden

– Drei Sekunden beginnen erst wenn der Ball im Vorfeld ist und enden mit dem Wurf (nicht mit Ringkontakt)
– Drei Sekunden sollen dann geahndet werden, wenn der Angreifer oder die angreifende Mannschaft einen klaren Vorteil erlangt: bsp. durch das Binden eines Gegenspielers auf der Weakside
– Drei Sekunden werden gepfiffen entweder bevor der Spieler den Ball erlangt, oder nachdem er ihn bereits längere Zeit in Händen hält
– Bekommt ein Spieler in der Zone den Ball, der bereits länger in der Zone steht, wird ihm eine Aktion zugesprochen: bsp. dürfte er eine Drehung mit anschließendem Wurf durchführen, oder den Ball einem anderen Spieler zupassen. Macht er mehr als diese eine Aktion wird auf Drei Sekunden entschieden: bsp. Wendung-Täuschung-Wurf

Offizielle Basketball-Regeln
Die Regeln werden von der FIBA (Fédération Internationale de Basketball) verabschiedet und regelmäßig überarbeitet. Die “Offiziellen Basketball-Regeln” können auf Englisch von der Seite der FIBA heruntergeladen werden. Auf Deutsch sind die Regeln bislang online nicht verfügbar.

 


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