Außergewöhnlich gute Jugendarbeit
Basketballclub feiert 50-jähriges Bestehen / Stadtplakette in BronzeDas wirkt sich auch auf die Oberligamannschaft aus, die sich zu Zweidritteln aus Spielern der eigenen Jugend zusammensetzt. Ein weiterer Punkt, der das Engagement bei den Jugendlichen hervorhebt, ist die Auszeichnung von Günter Steppich als Hessischer Jugendtrainer des vergangenen Jahres. Um das weitere Wachstum scheint sich Diederich auch keine Sorgen machen zu müssen, denn täglich würden ihn Anrufe erreichen bei denen Eltern für ihre Kinder nach Trainingsmöglichkeiten fragen würden. So ist aus den bescheidenen Anfängen mit den Jahren ein großer erfolgreicher Verein geworden. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Zeiten als Basketball in Deutschland noch eine Randsportart war, gar nicht so lange zurückliegen und auch in Wiesbaden die Bedingungen nicht optimal waren. Besonders die Trainingsmöglichkeiten waren sehr eingeschränkt, da es keine oder kaum Basketballplätze oder Hallen gab. Erst mit dem Abzug der amerikanischen Soldaten aus Camp Lindsey erhielt der Club eine ideale Trainings- und Spielstätte. In der reinen Basketballhalle fühlt sich der Verein seither pudelwohl, so Diederich.
Selbst auf internationalem Parkett könne sich der Basketball mit anderen Sportarten messen. Mit 210 Mitgliedern nach Nationen gezählt, hat der Basketballverband mehr Mitglieder als die FIFA, die „nur“ auf 204 Mitgliedsländer kommt, berichtet Diederich mit gewissem Stolz. Ebenso zufrieden ist er mit dem großen Beitrag zur Integration, den sein Verein leistet. Immerhin 21 Nationalitäten spielen im Verein. Das ist jedes fünfte Mitglied. Dem konnte sich Oberbürgermeister Hildebrand Diehl nur anschließen, denn „nicht nur die Vermittlung von sportlichen Fähigkeiten, sondern auch von sozialer Kompetenz sei ein wichtiges Gut, das durch Vereine geleistet wird". Um das Engagement zu würdigen und einen Ansporn für die Zukunft zu geben wurde dem Basketballclub die Stadtplakette in Bronze verliehen.