BC Wiesbaden 1
Oberliga Herren 2001/02

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Das BCW-Team

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Foto des Aufstiegsteams

 

17. Spieltag, 10. März 2002
BCW - TSV Grünberg  85:75 (18-11, 53-29, 74-50)

Ein überragendes 3. Viertel (35-18!) genügte dem BCW um den Abstieg des TSV zu besiegeln. 
Schon die Anfangsphase (14-4, 7. Minute) ließ nichts Gutes für die Gäste ahnen und als der BCW im 2. Viertel innerhalb von 2 Minuten von 27-20 auf 45-23 davon zog, war die Frage nach dem Sieger der Partie beantwortet.
Auch nach der Pause ging es im gleichen Stil weiter und die Gastgeber legten von der 22. bis zur 25. Minute noch eine 12-0-Serie drauf. Doch als Ilja Ickerts krachender Dunk vor 150 begeisterten Zuschauern zum 68-37 durch die Grünberger Reuse Pfiff, hielten das die BCW-Spieler wohl bereits für den Schlusspfiff. Oder lag es daran, dass der unter den Zuschauern weilende zukünftige BCW-Coach Markus Kühn zu diesem Zeitpunkt gerade die Halle verließ...? ;-)
Während Grünberg unverdrossen weiter kämpfte, verzettelte sich der BCW zunehmend in Einzelaktionen und verteidigte nur noch halbherzig.
Nach dem 83-63 (37.) ging dann gar nichts mehr und dem TSV gelangen noch 12 Punkte in Folge zum 83-75, ehe André Bou Souabi mit dem letzten Angriff wenigstens noch ein zweistelliges Resultat rettete.

Punkte: Baumbach 8, Meinecke, Beiter 4, peric 4, Köhler 5, Bou Souabi 8, Vahdat 15, Kangarloo 18, Griebling 8, Ickert 15

16. Spieltag, 23. Februar 2002
Eintracht Frankfurt - BCW 74:72 (41-28)

BCW verliert knapp beim neuen Champ

möx. –  Sie wollten eigentlich dem Spitzenreiter den Weg zur vorzeitigen Meisterschaft verbauen, doch sie standen sich selbst im Weg. So durfte sich die zweite Basketball-Garnitur der Frankfurter Eintracht nach dem 74:72 (41:28)-Sieg gegen den BC Wiesbaden über den Oberliga-Titel und den Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse freuen. Da halfen weder das überraschende Comeback von Bobby Baumbach, der in den Semesterferien aus Passau in seine Heimat zurückgekehrt ist, noch ein treffsicherer Ilja Ickert mit 28 Punkten.

Ein äußerst schwaches zweites Viertel, in dem der Aufsteiger ganze elf Pünktchen verbuchte, verhinderte die Revanche für die unglückliche 68:70-Niederlage im Hinspiel. „Da haben einige das Einzelspiel doch arg übertrieben“, ärgerte der Eigensinn seiner Mitstreiter André Bou Souabi, der gemeinsam mit Marc Dräger für den verhinderten Interimstrainer Thorsten Enderlein das Coaching übernommen hatte. „Immer wenn wir uns auf unsere Stärken besonnen haben, waren wir auch erfolgreich.“

Das zeigte sich in den letzten beiden Vierteln, die der BCW mit 22:15 und 22:18 zu seinen Gunsten entschied. Doch zu groß war die Hypothek aus Halbzeit eins, um das Spiel noch umzubiegen. „Die Foulbelastung zur Pause mit 15:6 gegen uns war schon recht einseitig“, war Bou Souabi auf das Gespann Aschermann und Baum nicht gerade gut zu sprechen. Allerdings stellte der 25-Jährige klar: „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Positiv war, dass wir nie den Kopf in den Sand gesteckt und bis zur letzten Minute gekämpft haben.“ BCW-Punkte: Ickert 28, Bou Souabi 9, Baumbach 8, Kangarloo 7, Vahdat 6, Dräger 6, Peric 5, Griebling 3.

15. Spieltag, 17. Februar 2002
BCW - EOSC Offenbach 98:92

Mit dem Sieg kehrten die zur Zeit von Marc Dräger trainierten und von Thorsten Enderlein gecoachten BCW-Herren nach drei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurück. Die letzten theoretischen Sorgen um den Klassenerhalt sind damit zerstreut.

BCW bezwingt die Offenbacher Riesen

Oberliga-Basketballer melden sich mit 98:92 zurück / „Wir haben uns als Team präsentiert“

möx. – Nach dem Rücktritt von Coach Günter Steppich und dessen Kritik am Team meldete sich der BC Wiesbaden mit einem 98:92 (50:41)-Sieg gegen den EOSC Offenbach in der Basketball-Oberliga zurück. „Wir haben uns als Team präsentiert“, will BCW-Sprecher André Bou Souabi von Auflösungserscheinungen nichts wissen.

 Auch wenn die Suche nach einem Nachfolger für Steppich bislang erfolglos geblieben ist und Thorsten Enderlein, ansonsten für die BCW-Ladys zuständig, nun als Interimscoach fungiert. Gegen die „Riesen der Liga“ kompensierte der Aufsteiger vor 80 Zuschauern die Größennachteile unter den Körben überraschend gut und musste dabei nur selten zu unerlaubten Mitteln greifen. „Der Gegner besaß nur zwei gefährliche Distanzschützen. Den Rest konnten wir draußen stehen lassen und unter den Körben aushelfen. Das war neben unseren Fastbreaks der Schlüssel zum Erfolg“, urteilte Bou Souabi. Zumal Babak Vahdat vorn ein Riesenspiel machte und vor allem Dennis Griebling und Mehdi Kangarloo mitriss. 
BCW-Punkte: Vahdat 26, Kangarloo 18, Griebling 15, Ickert 12, Dräger 10, Bou Souabi 7, Peric 6, Köhler 2, Beiter 2.

 

14. Spieltag, 27. Januar 2002
MTV Gießen - BCW 1:0

Ich habe Samstag Nachmittag meinen Job als Trainer der 1. Herren an den Nagel gehängt.

Auslöser dafür war die Trainings(nicht)beteiligung der vergangenen Woche. Waren am Dienstag immerhin noch 6 Spieler anwesend (nur Babak Vahdat hatte sich wegen eines Testats entschuldigt) traf ich am Donnerstag nur drei Spieler in der Halle an. Nur Mario Köhler hatte sich verletzt entschuldigt.

Für dieses Training hatte ich extra einen Babysitter engagiert. Drei Spieler hatten es gar vorgezogen, zur Geburtstagsparty einer Spielerin der 1. Damen zu gehen. Als diese 3 dann auch gestern Nachmittag nicht zum Kampfgericht bei meiner U16-Oberligamannschaft erschienen, und ich deswegen um ein Haar noch das Spiel verloren hätte, war das Maß endgültig voll.

Nach dem schwachen Spiel gegen Hanau hatte ich eine Trotzreaktion erwartet, aber offensichtlich hat ein Großteil der Spieler die Saison abgehakt. Da ich diese Saison trotz großer beruflicher und privater Belastung nur der Mannschaft zuliebe weiter gecoacht habe, und das Weitermachen auch an bestimmte Bedingungen geknüpft hatte, gibt es für mich nun keinen Grund mehr, weiter Zeit in eine offensichtlich unmotivierte Mannschaft zu investieren.

Ich finde es nur äußerst traurig, dass eine sehr erfolgreiche Zeit mit zwei Aufstiegen, einer Vize-Meisterschaft und einer bis Weihnachten tollen Oberliga-Saison einen solch armseligen Abschluss finden muss. 
Es tut mir vor allem auch leid für Babak Vahdat, Marc Dräger und Christoph Beiter, die am Donnerstag genau so frustriert waren wie ich.

Die Umstände bei der Abfahrt zum Spiel haben mich in meiner Entscheidung nur noch bekräftigt: Ganze vier (4) Spieler erschienen, Marc Dräger fuhr als Fünfter direkt nach Gießen. Michael Meinecke hatte mir immerhin schon am Samstag Morgen per SMS eröffnet, dass er jetzt 6 Wochen in den USA ist. Marijo Peric, der die Trikots hatte, erschien nicht. Auf Nachfrage bei seinen Eltern hieß es, dass er in der Türkei ist! Die Trikots hatte er immerhin Ilja gegeben, der erschien aber auch nicht, und sein Handy war tot. André hatte sich krank gemeldet.

Also gab ich den verbliebenen Aufrechten neben den Pässen und der Wegbeschreibung auch die Ersatztrikots mit, die ich zum Glück (oder war es Vorahnung...?) zufällig noch im Auto hatte.

Berichte werden hier also in Zukunft nur noch erscheinen, wenn sie mir jemand schickt. Schau'n mer mal...

Ich wünsche den Spielern (das Wort "Team" möchte ich hier nicht missbrauchen) viel Glück für den Rest der Saison. Der Klassenerhalt sollte ja nicht mehr zu vermeiden sein.

Günter Steppich

P.S.: Das Spiel ging am grünen Tisch verloren, da Marc Dräger erst 40 Minuten nach Spielbeginn erschien. Das anschließende Freundschaftsspiel gewann der BCW!

 

13. Spieltag, 20. Januar 2002
BCW - TG Hanau 67-72 (12-19, 31-38, 47-57)

Mit einer verdienten Niederlage gegen die TG Hanau verabschiedete sich der BCW vorerst aus der Spitzengruppe der Oberliga.

Die fünfwöchige Wettkampfpause war beiden Teams anzumerken. Der BCW leistete sich, vor allem in der 1. Halbzeit, eine Unmenge an Ballverlusten und auch die Wurfquote war wenig berauschend. Nach dem 9-8 in der 6. Minute konnte Hanau durch eine Serie von Offensivrebounds auf 9-19 davonziehen, denn der BCW agierte in dieser Phase im Angriff überhastet und verzeichnete mehr Ballverluste als Würfe.

Die BCW-Verteidigung wurde zwar danach deutlich besser, doch im Angriff bleib weiter vieles Stückwerk.

Als die Gastgeber dank aggressiver Verteidigung zu Beginn des letzten Viertels innerhalb von 3 Minuten aus dem 49-59 Rückstand den Ausgleich zum 61-61 schafften, schien Hanau auseinander zu brechen, doch der BCW schenkte den Gästen durch eine Serie von überhasteten Würfen und Fehlpässen den Sieg.

Bezeichnend für die BCW-Schwäche war, dass nur zwei Dreier ins Ziel fanden (Saisondurchschnitt 9). Einzig Center Ilja Ickert konnte im Abschluss gefallen.

Punkte: Köhler, Meinecke 10, Peric 4, Beiter, Bou Souabi, Vahdat 10, Dräger 4, Griebling 7, Ickert 27.

 

12. Spieltag, 16. Dezember 2001
SKG Rossdorf - BCW 89-80 (25-24, 45-46, 69-62)

Steppichs Schützlinge unterm Korb zu klein

BCW-Basketballer scheitern an Roßdorfs Riesen

Vom 17.12.2001  
möx. – Günter Steppich hatte es geahnt. Und die Befürchtungen des Coachs vom BC Wiesbaden sollten sich bewahrheiten. Mit 80:89 (24:25/46:45/62:67) zogen seine Oberliga-Basketballer im Verfolgerduell bei der SKG Roßdorf den Kürzeren. „Wir waren unter dem Korb zu klein“, vermisste der 42-Jährige seine verletzten Center Philipp Jessen, Bobby Baumbach, Mario Köhler und Christoph Beiter an allen Ecken und Enden. So konnte der Aufsteiger die Roßdorfer Riesen Weilmünster, Mazerath und Plag meist nur auf Kosten eines Fouls bremsen.

„Die haben die einfachen Punkte gemacht und sich viele Rebounds geangelt“, konstatierte Steppich. Und da der Regionalliga-Absteiger von der Freiwurflinie im Gegensatz zum BCW (10/20) 26 der 32 zugesprochenen Versuche versenkte, ging auch die Maßnahme des Wiesbadener Trainers, in der Endphase die Uhr durch Fouls zu stoppen, nicht auf. Zumal zwei Minuten vor Schluss mit Ilja Ickert der einzige Zwei-Meter-Riese des BCW nach dem fünften Foul vom Feld musste.

Vergessen war da die Gala-Show des Marc Dräger, der nach dem 11:21 mit elf Punkten, darunter drei Dreier, seine Farben zurück ins Rennen gebracht hatte. 25 Punkte hatte der Routinier am Ende zu Buche stehen. „Nach der Pause hat sich der Gegner besser auf unsere Distanzschützen eingestellt und daher auch verdient gewonnen“, resümierte Günter Steppich. 

Ein Trost bleibt aber den Korbjägern aus der Landeshauptstadt: Der direkte Vergleich, der in der Endabrechnung noch eine Rolle spielen könnte, spricht nach dem 85:74 im Hinspiel für den BCW. Punkte: Dräger 25, Vahdat 16, Meinecke, Ickert je 11, Kangarloo 7, Griebling 6, Peric, Bou Souabi je 2.

11. Spieltag, 09. Dezember 2001
BCW - TV Lich 97-87 (21-20, 54-40, 69-68)

Im Spitzenspiel der Oberliga besiegten der BCW in der Sporthalle im Europa-Viertel die als Primus angereiste zweite Garnitur des TV Lich 97:87 (22:20, 54:40, 69:68) und rückten damit in der Tabelle hinter dem neuen Spitzenreiter Eintracht Frankfurt auf den zweiten Platz vor. Da Bobby Baumbach und Philip Jessen weiterhin verletzungsbedingt ausfallen, stand Günter Steppich mit Ilja Ickert erneut nur ein Center zur Verfügung. Als Nachteil erwies sich diese Schwächung zumindest zu Beginn nicht, als der BCW druckvoll aufspielte und sofort die Initiative ergriff. Auch vom gefürchteten Licher Center Jan Bokemeier war dank Flügelspieler Marc Dräger wenig zu sehen. Am Ende erzielte Bokemeier für ihn eher bescheidene 19 Punkte. Leider litt die Partie unter einer für ein Spitzenspiel indiskutablen Schiedsrichterleistung. Das Beste was sich darüber sagen lässt, ist dass wenigstens keine Mannschaft entscheidend benachteiligt wurde. Bei allem Licher Ärger, der BCW hatte am Ende 4 Fouls mehr auf dem Konto, obwohl die Gäste ihr eigenes Konto durch 4 techinsiche Fouls wegen Meckerns belasteten. Während der 2. Schiedsrichter eine akzeptable Leistung bot, blieb seine Kollegin jeglichen Nachweis der Oberligatauglichkeit schuldig und lag mit der Trefferquote bei ihren (Nicht-)Pfiffen deutlich unter dem, was die beiden Mannschaften auf dem Feld ablieferten.
So gab es im zweiten Abschnitt beim Stand von 62-48 eine fünfminütige Diskussion über eine Fehlentscheidung der Unparteiischen, die bereits einige Spielphasen zurück lag, und die Schiedsrichterin annullierte einen Wiesbadener Korb, den sie eine Minute zuvor noch gegeben hatte. Die Pause brachte den BCW völlig aus dem Tritt und Lich konnte bis zum Ende des Viertels auf 69-68 aufschließen. Hochdramatisch ging es in der Schlussphase des Oberliga-Knallers zu, als die Mittelhessen sogar 81:80 (36.) in Führung gingen und Ilja Ickert nach fünf Fouls vorzeitig zum Duschen durfte. Doch auch diese Schwächung steckte der BCW in beeindruckender Weise weg, fand zurück zu konzentriertem Mannschaftsspiel und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Im Frust der letzten Spielminute leistete sich Lich noch zwei technische Fouls, so dass das Ergebnis am Ende klarer war als es dem Spielverlauf entsprach.
Innerhalb einer kompakten Mannschaftsleistung verdienten sich Babak Vahdat und Marc Dräger Bestnoten in der Verteidigung.

BCW Punkte: Ickert 23, Vahdat 22, Dräger 15, Kangarloo 14, Meineke 9, Griebling 10, Bou Souabi 4.

Hessenpokal Männer, Viertelfinale: 
Samstag, 1. Dezember, 
BCW - MTV Kronberg (Regionalliga) 71-95 (12-28, 31-53, 53-70)

Nach dem Höhenflug der letzten Wochen benötigte der MTV Kronberg nur ein Viertel, um den BCW unsanft auf den Boden zurück zu holen. Aus einer druckvollen Verteidigung ergaben sich für den Regionalligisten dank des planlosen Spiels der Hausherren immer wieder Fastbreaks. Zudem zeigten sich die Gastgeber in der Defensive von ihrer schlechtesten Seite und luden die Gäste immer wieder zu freien Würfen ein, die Kronberg  dankbar versenkte. Ilja Ickert war erst 5 Minuten vor Spielbeginn in der Halle eingetrudelt und produzierte erst einmal Fahrkarten in Serie. Beim 5-22 war klar, wer dieses Spiel gewinnen würde. Zwar konnte der BCW zum Beginn des 2. Viertels schnell auf 23-31 verkürzen, doch Kronberg konterte mit einem 15-0 Lauf.
Für die 2. Halbzeit hatten sich die Gastgeber vorgenommen, nicht sang- und klanglos unter zu gehen und zeigten sich deutlich verbessert. In einem nun ausgeglichenen Spiel ging das dritte Viertel mit 22-17 an den BCW, der den Abstand noch einmal auf 14 Punkte verringern konnte, doch die Trefferquote war einfach zu schlecht, um Kronberg noch einmal in Gefahr zu bringen. Vor allem Babak Vahdat fehlte diesmal das nötige Zielwasser, nach dem Korb zum 2-0 gelang ihm kein einziger Punkt mehr.
Nach Ickerts 5. Foul beim Stand von 71-88 (39.) erzielten die Gäste gegen den nun resignierenden BCW noch 7 Punkte zum Endstand.
Es bleibt die Erkenntnis, dass mit einem pünktlichen Ickert und einer konzentrierteren ersten Halbzeit mehr möglich gewesen wäre. Die gute 2. Halbzeit lässt für das Spitzenspiel gegen den TV Lich am kommenden Sonntag hoffen.
Punkte: Lambruschini, Peric 5, Bou Souabi 11, Vahdat 2, Dräger 13, Kangarloo 13, Griebling 4, Ickert 23.

10. Spieltag, 24. November 2001
TSV Krofdorf - BCW 73-76 (37:31)

Vorschau im Wiesbadener Tagblatt

Die Wiesbadener Basketballer setzten sich beim Tabellenletzten aus Krofdorf denkbar knapp mit 76:73 durch. Der BCW musste neben den Dauerverletzten Köhler, Beiter und Baumbach auch ohne Trainer Günter Steppich, sowie Marc Dräger anreisen, da beide aus persönlichen Gründen verhindert waren. 
Der BCW tat sich schwer gegen die immer wieder wechselnde Verteidigung der Gegner und die Krofdorfer waren an diesem Abend sehr treffsicher. Sie schossen von der Freiwurflinie 14 von 16 und versenkten 7 Dreipunktewürfe. Zudem kam die Mannschaft aus Wiesbaden früh in Foulprobleme, André Bou Souabi bekam schon in der vierten Minute des zweiten Viertels sein drittes Foul und beorderte sich selbst bis in das vierte Viertel auf die Bank und übernahm das Traineramt. Die Wiesbadener lagen bis zur dritten Minute des letzten Viertels teilweise sogar mit zwölf bis vierzehn Punkten hinten, um sich dann mit agressiver Verteidigung ein ums andere mal den Ball zu sichern und durch Schnellangriffe zu punkten. Im Schlussviertel waren es Babak Vahdat, Mehdi Kangarloo, Dennis Griebling und André Bou Souabi, die die Partie für Wiesbaden entschieden. 
Denkwürdig war noch der tätliche Angriff eines gefrusteten Krofdorfer Spielers, der den Schiedsrichter schlug und damit mit einer langen Pause rechnen darf. Für den BCW ist nach der Niederlage des Tabellenführers Eintracht Frankfurt nun die Basis geschaffen beim nächsten Heimspiel am Sonntag dem 09.12.2001 gegen den TV Lich nach den ersten beiden Plätzen in der Basket-Ball Oberliga zu greifen. 
Punkte für den BCW: Meinecke 4, Lambruschini 9, Bou Souabi 7, Vahdat 13, Kangarloo 12, Griebling 12, Ickert 19, Peric

 

9. Spieltag, 18. November 2001
BCW - VfR Limburg 101-80 (15-19, 46-37, 70-55)

Mit einem klaren Sieg beschloss der BCW die Vorrunde. Nach gutem Beginn und einer 12-7- Führung (5.) verloren die Gastgeber gegen die harmlosen Gäste die Konzentration und schlossen gegen die Limburger 3-2-Zonenverteidigung häufig zu schnell ab. Allerdings hatte der BCW dabei mehr mit sich selbst als mit den Gästen zu kämpfen, denn angesichts der langen Verletztenliste musste man fast über die gesamte Spielzeit ohne Center auskommen.

Bobby Baumbach (Rücken), Mario Köhler (Bänderriss), Christoph Beiter (Bänderdehnung) und Ilja Ickert (Schulterprellung) fielen von vornherein aus, und Philip Jessen spürte immer noch seine Wadenzerrung und wurde nur 2x5 Minuten eingesetzt.

Nach 15 Minuten hatte sich der BCW auf die Umstellungen eingestellt, und das Spiel sah von da an eher wie eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen aus. Die passive Limburger Zonenverteidigung wurde immer besser ausgespielt und die Gastgeber bedankten sich für die Freiheiten mit insgesamt 9 Dreiern. Auch die im Rotationsprinzip zu Centern umfunktionierten Aufbau- und Flügelspieler konnten sich nun besser in Szene setzen. Beim 85-64 (35.) war die Messe endgültig gelesen, die letzten 5 Minuten waren für die ca. 70 Zuschauer und die Statistik.

Mit 12:6 Punkten kann der Aufsteiger eine blendende Bilanz vorweisen und hat sich nun Platz 2 zum Ziel gesetzt. Bis auf die SKG Rossdorf müssen in der Rückrunde alle Mitkonkurrenten um diesen Tabellenplatz noch in Camp Lindsey antreten.

Punkte: Meinecke 12, Jessen 2, Bou Souabi 8 (1 Dreier), Vahdat 27 (4), Dräger 8 (1), Kangarloo 15 (1), Griebling 12, Lambruschini 17 (2)

Bericht auf der Limburger Homepage

 

7. Spieltag, 11. November 2001 (Nachholspiel)
BCW - Eintracht Frankfurt 68-70(16-15, 35-36, 49-55)

Es hat nicht ganz gereicht. Um gegen die Eintracht die Heimserie zu wahren, hätten es schon ein paar Ballverluste weniger und zwei souveräne Schiedsrichter sein müssen. Der BCW ließ sich durch die bekannt harte Gangart der Eintracht nach der anfänglichen 12-3-Führung (4. Minute) zu oft aus dem Konzept bringen, und die vielen kleinen Fouls der Eintracht, die von den Schiris konsequent toleriert wurden, führten immer wieder zu Ballverlusten. Es ist schon merkwürdig, dass die deutlich härter verteidigende Mannschaft am Ende deutlich weniger Fouls hatte als die andere.
Auch in der letzten Minute, als der BCW durch zwei Dreier von Marc Dräger, einen weiteren von Babak Vahdat, und ein Drei-Punkte-Spiel von Dennis Griebling aus dem 51-61 ein 63-61 gemacht hatte, brachten krasse Fehlentscheidungen die Gastgeber doch noch um den Sieg.

Nach dem 68-68 konnte die Eintracht durch zwei Freiwürfe von Patrick von Moller für ein Foul, das keines war, erneut in Führung gehen. Der gleiche Spieler hatte Minuten zuvor einen der Schiris laut und deutlich als "Hurensohn" beschimpft. Zu der fälligen Disqualifikation kam es allerdings nicht, es gab noch nicht einmal ein technisches Foul, das dem BCW einen Freiwurf plus Ballbesitz gebarcht hätte!
Beim nächsten BCW-Angriff wurde Babak Vahdat klar gefoult, der Verteidiger hob auch schon brav die Hand, doch der Schiri gab Schrittfehler!!! In diesem Zusammenhang macht die Bemerkung des Schiris zum Kampfgericht "Ich will keine Verlängerung, um 7 gibt's Football im Fernsehen" doch sehr nachdenklich...
Trotzdem kam der BCW mit noch einmal in Ballbesitz, aber der von drei Frankfurtern gejagte Mehdi Kangarloo übersah den an der Dreierlinie völlig frei stehenden Babak Vahdat und sein Wurf verfehlte knapp das Ziel.

Mit diesem Schiribonus wird die Eintracht in dieser Saison wohl kaum zu stoppen sein. 

Allerdings hätte der BCW bei etwas mehr Abgeklärtheit das Spiel trotzdem zu seinen Gunsten entscheiden können. Zu oft ließ man sich in der 2. Hälfte durch das permanente Gehacke Eintracht zu überhasteten Aktionen hinreißen.

Trotzdem kann man erhobenen Hauptes nach vorne sehen, denn zumindest hat man das bislang beste Ergebnis gegen den weiter ungeschlagenen Spitzenreiter erzielt und darf sich zumindest als moralischen Sieger betrachten.

Punkte: Ickert 14, Vahdat 15, Dräger 11, Bou Souabi 8, Kangarloo 9, Griebling 5, Meinecke 4, Peric 3, Lambruschini 2, Köhler

8. Spieltag, 10. November 2001
TSV Grünberg - BCW 75-9
0 (22-20, 36-46, 54-70)

Im ersten Teil des Doppelspieltags gelang den BCW-Herren ein ungefährdeter Auswärtserfolg in Grünberg ohne sich dabei verausgaben zu müssen. Nach fahrigem Start mit einer Grünberger 11-4-Führung (3. Minute) nahmen die Gäste das Heft in die Hand und setzten sich bis zur Pause auf 10 Punkte ab. Dank druckvoller Defense kam Grünberg nur noch selten zu guten Wurfpositionen, während der BCW im Angriff diszipliniert und geduldig spielte und immer wieder den über glänzend aufgelegten Center Ilja Ickert zum Erfolg kam.

Nach dem 49-70 in der 30. Minute schaltete der BCW angesichts des bevorstehenden Spiels gegen die Eintracht einen Gang zurück ohne noch einmal in Gefahr zu geraten. Zwar konnte Grünberg noch einmal auf 68-76 verkürzen, lud aber dann mit seiner Ganzfeldpresse den BCW zu einfachen Fastbreaks ein. Ilja Ickert vertrieb mit 6 Punkten in Folge die Grünberger Morgenluft.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung überragten beim BCW Ilja Ickert als Topscorer und Marijo Peric, der in seinem zweiten Spiel nach viermonatiger Verletzungspause als Spielgestalter überzeugte und zahlreiche Ballgewinne verbuchte.

Bobby Baumbach konnte wegen plötzlicher Rückenschmerzen nur 4 Minuten spielen und wird auch heute gegen die Eintracht fehlen.

Punkte: Ickert 35, Griebling 12, Kangarloo 10, Dräger 7, Bou Souabi 9, Meinecke 5, Peric 3, Vahdat 4, Lambruschini 3, Baumbach 2.

 

Hessenpokal, 3. Runde, 04. November 2001
TSG Reiskirchen - BCW 72-95

Nach einem eher als "verhalten" zu bezeichnendem Auftakt in das Pokalspiel in Reiskirchen, wurde der BC Wiesbaden, der ohne Trainer Günter Steppich, Marc Dräger, Mario Köhler, Christoph Lambruschini und Bobby Baumbach antreten musste, im Verlauf der Partie immer stärker. Mussten die Wiesbadener Basketballer das erste Viertel noch mit 19-22 abgeben, besann man sich fortan auf die eigenen Stärken und spielte mannschaftlich sehr geschlossen. So brachte man die Mannschaft aus Reiskirchen ein ums andere mal mit gelungenen Passstafetten in Verlegenheit. Trotzdem gab sich die TSG nie auf, bis Babak Vahdat mit vier Drei-Punkte-Würfen in Folge den "Sack" im letzten Viertel endgültig  zu machte und den BCW mit 76:62 in Führung schoss. Auch Dennis Griebling gelang es, die Zuschauer durch zwei eingeflogene Dunkings zum Schweigen zu bringen. Aus der geschlossen Mannschaftsleistung ragten Ilja Ickert, Dennis Griebling und Babak Vahdat heraus, wobei Vahdat insgesamt auf 6 Dreipunktewürfe kam! Auch Neuzugang Michael Meinecke zeigte in seinem ersten Spiel für den BCW eine gute Leistung und war mit 9 Punkten erfolgreich.
Aufbauspieler Mario Peric konnte nach dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder auflaufen, das Comeback von Center Philip Jessen verhinderte eine im Abschlusstraining erlittene Wadenzerrung.
Einzig unerfreulich war, dass sich Youngster Christoph Beiter im Kampf um den Rebound am Knöchel verletzte. Punkte für den BCW: Ickert 18, Griebling 20, Vahdat 22 (6 Drei Punkte Würfe!), Kangarloo 12 (2 Dreier), Bou Souabi 12, Meinecke 9, Beiter 2, Peric

Da Oberliga-Spitzenreiter Eintracht Frankf. II im Lokalderby dem MTV Kronberg mit 94:103 unterlag, tritt der BCW im Viertelfinale (01. Dezember) zuhause gegen den Regionalligisten an :-)

6. Spieltag, 20. Oktober 2001
EOSC Offenbach - BCW 83-86 (64-70, 42-52, 19-27)

"Wer dran ist, der tut's!" Der Spruch des Tages kam nach dem Spiel von Babak Vahdat. Zwar bezog er sich damit auf die Frage, wer die klitschnassen Trikots in den Koffer packen musste, doch treffender hätte er die BCW-Leistung an diesem Tag nicht charakterisieren können. Die lange Aussprache nach dem desolaten Spiel gegen Gießen zeigte Wirkung, und von der ersten Sekunde an war klar, dass die Spieler beim Tabellenzweiten mit aller Macht die ersten Auswärtspunkte einfahren wollten. Heraus kam dabei die sowohl spielerisch als auch kämpferisch stärkste Saisonleistung.

Die ersten 6 Punkte waren Dreier von Marc Dräger und Mehdi Kangarloo, und ehe Offenbach sich versah, stand es 0-9 und EOSC-Coach Don Vencelow musste die erste Auszeit nehmen. Offenbach fand auch danach kaum ein Mittel gegen die aggressive BCW-Defense, die kaum freie Würfe zuließ und immer wieder schon im Spielaufbau Offenbacher Ballverluste erzwang. Nur im Defensivrebound hatten die Gäste gegen die körperlich klar überlegenen Mainstädter schwer zu kämpfen. Die Entscheidung, Bobby Baumbach aus Passau "einzufliegen", erwies sich in dieser Beziehung als goldrichtig. Der Jungstudent erzielte zwar nur 2 Punkte und ließ im Angriff seine Mitspieler glänzen, holte aber wichtige Rebounds und hielt zusammen mit Marc Dräger den Offenbacher US-Center Andrew Rouleau auf 11 Punkten.

Nachdem im ersten Viertel vor allem Marc Dräger und Mehdi Kangarloo die zum Teil traumhafte Spielzüge erfolgreich abschlossen, wurde im 2. Abschnitt immer wieder Babak Vahdat gesucht und gefunden. Er erzielte 15 der 25 BCW-Punkte und mit dem dritten seiner 4 Dreier brachte er den BCW in der 15. Minute mit 25-41 in Führung. Erstmals in dieser Saison wurden im Angriff konzentriert und geduldig die einstudierten Spielzüge durchgespielt und durch intelligentes Kombinationsspiel immer wieder freie Wurfpositionen erarbeitet.

Als sich Offenbach nach der Halbzeit stärker auf die Wiesbadener Außenschützen konzentrierten, schlug die Stunde der Youngster: Dennis Griebling und Ilja Ickert punkteten am Brett, und Marc Dräger stoppte die Offenbacher Aufholjagd mit seinem 4. Dreier (54-63, 26.)

Das letzte Viertel bot dann noch reichlich Dramatik. Der BCW zeigte angesichts der intensiven Defense Konzentrationsschwierigkeiten, agierte im Angriff überhastet und schwächelte an der Freiwurflinie (21/38). So konnte Offenbach zum 76-76 ausgleichen, doch Ickert und Vahdat brachten die Gäste in der 38. Minute wieder mit 77-84 nach vorne. Als danach Ickert sein 5. Foul kassierte, bekam der BCW massivste Reboundprobleme. Offenbach kam durch Freiwürfe auf 83-84 heran und hatte in seinem vorletzten Angriff gleich vier Wurfchancen, doch irgendwie war immer eine BCW-Hand am Ball und als sich Babak Vahdat 7 Sekunden vor Spielende den Ball angelte, wurde er gefoult und versenkte die anschließenden Freiwürfe. Der letzte Offenbacher Verzweiflungswurf ging weit am Ziel vorbei.

Mit diesem Sieg im Rücken erwartet der BCW am nächsten Sonntag mit viel Selbstbewusstsein den ungeschlagenen Spitzenreiter Eintracht Frankfurt.

BCW-Punkte: Baumbach 2, Beiter, Metzger, Bou Souabi 2, Vahdat 22, Dräger 14, Kangarloo 18, Griebling 9, Ickert 19.

Spielbericht von der EOSC-Homepage

5. Spieltag, 14. Oktober 2001
BCW - MTV Gießen 2 103-90 (19-16, 42-36, 80-62)

Gegen den Tabellenletzten bot der BCW das mit Abstand schwächste Saisonspiel und über weite Strecken Basketball zum Abgewöhnen. Allen Warnungen zum Trotz wurde der Gegner nicht ernst genommen und immer wieder freundlich zum Punkten eingeladen.

Schwache Defense und kopflose Offense prägten das Wiesbadener Spiel.

Allein der Gießener Harmlosigkeit (7 von 10 Spielern A-Jugendliche!) war es am Ende zu verdanken, dass der BCW nicht auch noch die Punkte abgab.

Nach indiskutabler 1. Hälfte rissen sich die Gastgeber ein Viertel lang zusammen und führten vor dem letzten Abschnitt mit 80-62. Das war's dann aber auch schon in Sachen Konzentration und Gießen konnte 2:30 Minuten vor dem Ende zum 89-86 aufschließen.

Nun erwachte der BCW wieder aus der Lethargie und zog schnell auf 103-87 davon, ehe Gießen kurz vor der Schlusssirene noch ein Dreier gelang.

Beim BCW genügten nur Marc Dräger, Dennis Griebling und Christoph Lambruschini über die gesamte Spielzeit den Ansprüchen.

Punkte: Köhler 6, Lambruschini 10, Beiter, Metzger 12, Bou Souabi 7, Vahdat 11, Dräger 21, Kangarloo 7, Griebling 11, Ickert 18.

 

Hessenpokal, 2. Runde, 07. Oktober 2001
Maccabi Frankfurt - BCW 84-86 (38-40)

Mehr Mühe als erwartet hatte der BCW beim starken Bezirksliga-Tabellenführer Maccabi Frankfurt. Die Leistungsträger Dräger und Vahdat pausierten, um den Youngsters mehr Spielpraxis zu ermöglichen, die dann gegen den körperlich starken Gegner die aus den bisherigen Auswärtsspielen bekannten Schwächen offenbarten. Zwar lag der BCW ständig in Führung, doch schlechtes Reboundverhalten, Ballverluste und eine eklatante Freiwurfschwäche (13/28) ließen den Vorsprung nie zweistellig werden. 
In den letzten 2 Spielminuten verschenkte der BCW leichtfertig eine 79-70-Führung und vergab 4 von 5 Freiwürfen, so dass Frankfurt noch einmal gefährlich nahe kam. 
Zufrieden konnte man mit 23 Ballgewinnen (gegenüber 17 Ballverlusten) und der Wurfquote von 55% sein, spielerisch gibt es nach wie vor Defizite, die mit einem weiteren Trainingsspiel am kommenden Mittwoch (19.30, Camp Lindsey) gegen den noch ungeschlagenen Landesligisten Orient Mainz verringert werden sollen, ehe sich am Sonntag der Tabellenletzte MTV Gießen 2 in Camp Lindsey (16 Uhr) vorstellt. 
Punkte: Baumbach 16, Laubinger 6, Lambruschini 5, Beiter 2, Metzger 8, Bou Souabi 15, Kangarloo 11, Griebling 6, Ickert 17.

4. Spieltag, 29. September 2001
TG Hanau - BCW 94-65 (22-20, 42-30, 60-46)

Der Schlüssel zum Erfolg hätte Ilja Ickert heißen können, doch der Center musste aus disziplinarischen Gründen zu Hause bleiben, weil er wiederholt unentschuldigt beim Training gefehlt hatte.

Der BCW begann dennoch gut und lag nach dem 1. Viertel dank 4 Dreiern nur 2 Punkte zurück. Doch bereits hier deuteten sich die Probleme des weiteren Spielverlaufs an. Die körperlich überlegenen Hanauer machten dem BCW unter den Brettern schwer zu schaffen und der gegen Rossdorf überragende Bobby Baumbach wirkte übermotiviert und hatte im 1. Viertel bereits 2 Fouls auf dem Konto. Zwei weitere kamen in der 1. Minute des 2. Viertels dazu, so dass er den Rest der 1. Halbzeit von der Bank aus ansehen musste, wie Hanau sich einen Rebound nach dem anderen holte, während der BCW im Angriff immer unorganisierter spielte und sich in Einzelaktionen verzettelte.

Die Halbzeitpredigt zeigte zwar Wirkung und der BCW konnte durch 6 Baumbach-Punkte schnell auf 36-42 verkürzen, doch mit dem nächsten Angriff war für ihn nach einem fragwürdigen Offensivfoul das Spiel beendet.

Hanau zog nun dank seiner körperlichen Überlegenheit bis auf 60-41 davon, ehe 5 Punkte zum Ende des 3. Viertels noch einmal Hoffnung bei den Gästen aufkeimen ließen.

Als der BCW beim Stand von 75-59 (37.) das Spiel mit der Brechstange doch noch umdrehen wollte, ging der Schuss nach hinten los und die von der Freiwurflinie nun sicheren Hanauer (9/12) konnten den Vorsprung noch ausbauen, allerdings unter kräftiger Mithilfe des schwachen Schiedsrichtergespanns, so dass die Niederlage am Ende eine Nummer zu hoch ausfiel.

Der Unterschied in Zahlen: Während die beiden Hanauer Center Löw und Haracic unter dem Brett zusammen 45 Punkte erzielten, kamen beim BCW Baumbach, Beiter und Köhler gerade mal auf 9.

Beim BCW überzeugten Dräger (17 Punkte, 4 Dreier), der sich auch in der Defensive die Bestnote verdiente, und Mehdi Kangarloo.

Die TG Hanau wird in dieser Form ihr Saisonziel "Klassenerhalt" wohl überdenken müssen... ;-)

BCW-Punkte: Baumbach 6, Laubinger 2, Lambruschini 4, Metzger 3, Beiter 2, Vahdat 11, Dräger 17, Kangarloo 14, Griebling 5, Köhler 1.

 

3. Spieltag, 22. September 2001
BCW - SKG Roßdorf 85-74 (19-28, 44-44, 60-56)

Gegen den Regionalligaabsteiger war der BCW nach dem schwachen Spiel in Lich nicht wieder zu erkennen. Waren vor Wochenfrist noch 21 Dreier samt und sonders versiebt worden, zappelten diesmal schon im 1. Viertel fünf davon im Roßdorfer Korb, erzielt von fünf verschiedenen Spielern (Baumbach, Dräger, Vahdat, Lambruschini, Bou Souabi). Der Aufstiegsaspirant nutzte zwar eine unkonzentrierte Schlussminute im ersten Viertel mit einer 8-0-Serie zur 19-28-Führung, doch der BCW konnte bis zur 16. Minute ausgleichen, unter anderem mit drei weiteren Dreiern von Marc Dräger und Mehdi Kangarloo.
Als sich Roßdorf in der 2. Halbzeit darauf konzentrierte, die Außenschützen des BCW auszuschalten, suchten und fanden die Gastgeber immer wieder den Erfolg am Brett und lagen Ende des 3. Viertels mit 4 Punkten vorne.
Mit einem spektakulären Dunk eröffnete Youngster Dennis Griebling das letzte Viertel. Die BCW-Defense wurde nun immer aggressiver und erlaubte der teuersten Mannschaft der Liga in den nächsten 8. Minuten nur einen Feldkorb. Als Babak Vahdat 2 Freiwürfe zum 76-63 verwandelte, war das Spiel gelaufen. Roßdorf stoppte mit schnellen Fouls die Uhr, doch der BCW traf nun 7 von 10 Freiwürfen und zog auf 85-69 davon. In den letzten 30 Sekunden gelangen den Gästen noch 5 Punkte, weil die BCW-Spieler schon mit Feiern beschäftigt waren.
Der BCW um den überragenden Bobby Baumbach agierte mannschaftlich wesentlich geschlossener als die Gäste und bewies, dass er in der Spitzengruppe mitmischen kann.
Für die Statistik: Der BCW ist nun seit dem 14.11.99 (75-76 gegen Teutonia Hausen) zu Hause 17 Spiele ungeschlagen.

BCW-Punkte: Baumbach 25, Beiter, Lambruschini 4, Metzger 8, Bou Souabi 11, Vahdat 7, Dräger 9, Kangarloo 10, Griebling 4, Ickert 7.

2. Spieltag, 16. September 2001
TV Lich - BCW 84-72 (23-14, 38-30, 63-56)

Beim ambitionierten TV Lich (Saisonziel Rang 1-3) kassierte der BCW seine erste Niederlage. Einem durch leichtfertige Ballverluste entstandenen 9-Punkte Rückstand aus dem 1. Viertel lief man bis zum Spielende erfolglos hinterher. Hauptursache für die Niederlage war eine indiskutable Wurfquote: Kein einziger der 21 BCW-Dreier fand in den Korb, zahlreiche Nahdistanzwürfe wurden vergeben, und auch die Freiwurfquote war mit 20/37 (54%) miserabel.

Die erfahreneren Spieler des TV Lich zeigten die bessere Spielanlage und agierten im Angriff wesentlich organisierter als der BCW, der viel zu oft versuchte, mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen.

Zufrieden konnte man beim BCW eigentlich nur mit dem Einsatzwillen und Kampfgeist sein, spielerisch blieben viele Wünsche offen und auch in der Verteidigung zeigten sich erhebliche Abstimmungsprobleme.

In der zweiten Halbzeit konnten die Gäste zwar den Anschluss herstellen (45-43, 25.), vergaben aber in der Folge gute Chancen und ließen Lich wieder davon ziehen.

Nach dem 76-69 (36.) erzielte der BCW keinen Feldkorb mehr und vergab 5 von 8 Freiwürfen, sodass die Gastgeber nicht mehr in Gefahr gerieten.

Gegen den Regionalligaabsteiger SKG Rossdorf wird am nächsten Wochenende eine erhebliche Leistungsteigerung notwendig sein.

Punkte: Baumbach 18, Griebling 5, Metzger 4, Vahdat 12, Dräger 3, Kangarloo 12, Köhler 6, Ickert 12, Valiano, Bou Souabi

 

1. Spieltag, 09. September 2001
BCW - TSV Krofdorf-Gleiberg 76-59 (26-9, 41-32, 57-41)

Der BCW startete mit dem erhofften klaren Sieg in die Oberligasaison.

Im ersten Viertel sah es gar nach einem fürchterlichen Debakel für die Mittelhessen aus, die mit 26-9 überrannt wurden. Der BCW erkämpfte sich mit aggressiver Verteidigung einen Fastbreak nach dem anderen und erzielte von der 3. bis zur 7. Minute 16-0 Punkte zum 22-4.

Als die Gäste zu Beginn des 2. Viertels auf Zonenverteidigung umstellten und zugleich Dreierspezialist Marc Dräger mit einer Platzwunde ausscheiden musste, kam ein Bruch ins BCW-Spiel. Den jungen Spielern unterlief eine Reihe überhasteter Ballverluste, die Krofdorf zu Fastbreaks nutzte, während beim Aufsteiger im Angriff nicht mehr viel zusammen lief. Bis zur Halbzeit schmolz so der Vorsprung auf 9 Punkte.

Danach besann sich der BCW wieder auf seine Defense und ließ bis zur 30. Minute nur 9 Gästepunkte zu (57-41).

Vier Minuten vor Spielende war beim 70-44 alles gelaufen, sehr zum Ärger des Coaches allerdings auch die Konzentration beim Sieger, sodass Krofdorf die eigentlich fällige "Packung" noch abwenden konnte. Gegen die stärkeren Teams der Liga wird man sich solche Geschenke nicht erlauben dürfen.

Von den Neuzugängen hinterließen Bobby Baumbach und Mehdi Kangarloo den stärksten Eindruck, auch Youngster Dennis Griebling konnte sich phasenweise gut in Szene setzen.

In einem Team ohne Ausfälle überragte Babak Vahdat, während Center Ilja Ickert nach starkem Beginn eine schon überwunden geglaubte Krankheit befiel: Er schied frühzeitig mit 5 Fouls aus... :-)

BCW-Punkte: Vahdat 24, Baumbach 14, Ickert 10, Griebling 8, Kangarloo 6, Dräger 5, Bou Souabi 5, Metzger 4, Köhler, Beiter