Landesliga Süd Herren
1999/2000

Tabelle und Ergebnisse

 


Die BCW-Herren nach dem Coup gegen die Eintracht:
Philip Jessen, Coach Günter Steppich, Mats Wurmbach, Jan Hass, André Bou-Souabi, Christoph Lambruschini, Jasson Valiano, Babak Vahdat, Bobby Baumbach, Marijo Peric, Dennis Laubinger (von links)

2. vorsorgliches Aufstiegsspiel zur Oberliga: 
BC Wiesbaden - Tuspo Niedervellmar 93-87 n.V. (83-76;41-36)

Thriller ohne Happy End: zwei Punkte fehlten dem BCW am Ende der Verlängerung, um sich die kleine Chance auf den Oberligaaufstieg zu bewahren. In einer an Dramatik nicht zu überbietenden, aber spielerisch von beiden Teams erneut schwachen Partie, setzten sich die Kasseler Vorstädter am Ende verdient durch, die ihren Vorsprung aus dem Hinspiel trotz immenser Foulbelastung (5 Spieler mussten das Spielfeld vorzeitig verlassen) auch über die Verlängerung retteten.

Der BCW scheiterte erneut an einer eklatanten Freiwurfschwäche und vergab diesmal 20 seiner 47 Versuche. Auch wenn es am Ende Aufregung um eine Schiedsrichterentscheidung gab: Mit 42 vergebenen Freiwürfen aus den beiden Partien hat man sich die Niederlage ganz allein zuzuschreiben. Zudem fehlte die nötige Cleverness, um die hohe Foulbelastung der Gäste konsequent auszunutzen: immer wieder wurde überhastet von Außen abgeschlossen, anstatt den Weg zum Korb zu suchen und im Spielaufbau leistete man sich erneut zahlreiche Ballverluste. Dazu ließen haarsträubende Fehler in der Verteidigung Coach und Publikum verzweifeln.

Symptomatisch die letzten Sekunden der Verlängerung: 8 Sekunden vor Spielende hatte der BCW nach einer Auszeit Einwurf an der eigenen Grundlinie, doch die BCW-Spieler starteten den abgesprochenen Spielzug schon bevor der Schiedsrichter den Ball an den Einwerfer übergeben hatte. 5 Sekunden vor Spielende wurde mit Dennis Laubinger einer der besten BCW-Freiwerfer (Quote während der Saison: 78%) von einem übermotivierten Vellmarer an der Mittellinie rüde gefoult und hätte zumindest eine weitere Verlängerung erzwingen können, doch beide Freiwürfe landeten auf dem Ring. Der Vellmarer Nathusius schaffte es dann sogar noch, in den verbleibenden Sekunden einen Schrittfehler zu begehen und der BCW hatte 0.7 Sekunden vor dem Ende noch einmal Einwurf. Christoph Lambruschinis langer Pass fand Bobby Baumbach, der dribbelte noch einmal, traf, aber die Schiedsrichter sahen den Treffer erst nach der Schlusssirene und erkannten ihn nicht an.

Unter dem Strich fehlte der jungen BCW-Truppe einfach die nötige Abgebrühtheit, um diese Serie zu gewinnen. Auch das 59-47 Mitte der zweiten Hälfte gab nicht die erhoffte Sicherheit, so dass André Bou Souabi sein Team in letzter Sekunde in die Verlängerung retten musste.

Für den BCW spielten: Baumbach 19, Laubinger 4, Peric 3, Bou Souabi 10, Vahdat 16, Lambruschini 6, Jessen 22, Wurmbach 13, Hass, Valiano

Nach einer hervorragenden Saison, in der man als Aufsteiger ungefährdet Platz zwei belegte, und die Meisterschaft nur durch eine Verletzung Bobby Baumbachs verpasste, bleibt nun nur noch die Hoffnung auf ein Wunder. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass auch die siegreichen Nordhessen im nächsten Jahr wieder in der Landesliga auflaufen müssen.

Nach dem Bezirkspokalspiel am kommenden Dienstag (20.30 Uhr, Kasinohalle) beim A-Klassen-Aufsteiger BSD Darmstadt gibt es nur eine Woche Pause, bevor die Vorbereitung auf die nächste Saison beginnt, in der es einen neuen Anlauf auf den Titel geben wird.

1. vorsorgliches Aufstiegsspiel zur Oberliga: 
TuSpo Niedervellmar - BCW 79-72 (49-31)

Trotz der schlechtesten Halbzeit der Saison schuf sich der BCW beim Nordzweiten mit einer kämpferischen Glanzleistung im der zweiten Spielhälfte eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel am kommenden Samstag (16 Uhr Camp Lindsey).

Das Spiel begann nach zweieinhalbstündiger Anreise unter völlig irregulären Bedingungen: die angesetzten Schiedsrichter erschienen nicht, und als sich der BCW nach zahllosen erfolglosen Telefonaten kurz vor 19 Uhr zähneknirschend wieder auf den langen Heimweg machen wollte, erschien ein Schiedsrichter des Nachbarvereins ACT Kassel, der sich eigentlich nur das Spiel seines Bruders hatte ansehen wollen. Dieser wurde von beiden Teams kurzerhand zum Pfeifen verpflichtet, so dass das Spiel mit einstündiger Verspätung doch noch beginnen konnte. Im Verlauf der 1. Halbzeit erschienen dann die verblüfften Schieris, die vom Einsatzleiter aus unerfindlichen Gründen erst für 20 Uhr bestellt worden waren.

Zum Spiel: trotz einer mäßigen Vorstellung ging der BCW bis zur 9. Minute mit 20-23 in Führung, produzierte dann aber im Bemühen um hohes Tempo eine Flut von Fehlpässen, die Vellmar eine 12-0-Serie zum 32-23 brachte. Zudem vergaben Vahdat und Co. gegen die äußerst rustikal einsteigenden Nordhessen 15 von 24 Freiwürfen und gerieten bis zur 19. Minute sogar mit 48-26 ins Hintertreffen, ehe Dennis Laubinger mit 4 Punkten noch etwas verkürzen konnte.

Doch der BCW steckte nicht auf, kam mit unbändigem Einsatzwillen aus der Kabine und fightete sich langsam aber sicher heran (51-38, 24.; 68-57, 34.) Zwar war der Korb aus der Distanz weiterhin wie vernagelt und auch spielerisch blieben viele Wünsche offen, doch die Freiwurfquote lag nun im akzeptablen Bereich (12-19), Bobby Baumbach setzte sich unter dem Korb durch und Vellmar produzierte gegen die bissige BCW-Defense Ballverluste im Minutentakt. Als Youngster Jan Hass den BCW mit einem Dreier und einem Freiwurf in der 37. Minute auf 70-64 heran brachte, schien das Spiel endgültig zu kippen, doch Vellmar rettete den Vorsprung über die Zeit.

Trotz der Niederlage hat der BCW nun beste Chancen für das Rückspiel. Ein Sieg mit 8 Punkten Differenz würde reichen, doch mit einer gehörigen Portion Wut angesichts der indiskutablen ersten Halbzeit und ebenso viel Selbstvertrauen aufgrund des zweiten Durchgangs möchte sich beim BCW damit niemand zufrieden geben.

Ob ein Erfolg auch gleichzeitig den Oberligaaufstieg bedeuten würde, ist allerdings nach wie vor ungeklärt, da nach dem überraschenden Abstieg des MTV Gießen 2 am letzten Regionalligaspieltag nun auch noch der Oberligadritte TGS Oberramstadt seine Aufstiegsspiele gegen den TV St. Ingbert am grünen Tisch verlor, weil er einen Ausländer zuviel einsetzte! Es ist weiterhin der Ausgang der Erstligarelegation abzuwarten.

Punkte: Baumbach 17, Jessen 15, Bou Souabi 10, Laubinger 9, Wurmbach 9, Vahdat 5, Hass 4, Lambruschini 2, Valiano 1, Peric.

 

Eintracht Meister, BCW Zweiter :-)

BC Mainhausen - BC Wiesbaden 68-102 (24-47)

Mit einem lockeren Verdauungsspielchen nach gemeinsamem Brunch behielt der BCW auch im letzten Saisonspiel seine weiße Rückrundenweste und blieb damit in den letzten 11 Partien ungeschlagen. Da der MTV Kronberg sein letztes Spiel in Hausen knapp verlor, wuchs der Vorsprung des BCW vor dem Dritten noch auf 8 Punkte an.

Da Tabellenführer Eintracht Frankfurt am Samstag ebenfalls ein Kantersieg gegen den BC Gelnhausen gelang, war die Partie in Aschaffenburg ohne Bedeutung. Alle Spieler erhielten gleiche Spielanteile, und nachdem der BCW schon in der 1. Halbzeit für klare Verhältnisse gesorgt hatte, ließ er es im zweiten Abschnitt in der Verteidigung lockerer angehen.

In der Schlussphase gelangen Bobby Baumbach auf Zuspiel von Babak Vahdat noch zwei spektakuläre Alley Hoop Dunks.

Der BCW tritt nun in zwei Aufstiegsspielen (8./9.4. und 15./16.4) gegen den Zweiten der Landesliga Nord, Tuspo Nieder-Vellmar an, hätte jedoch auch im Fall einer Niederlage den Oberliga-Aufstieg praktisch in der Tasche, da durch die Aufstockung der Regionalliga Südwest und der 2. Bundesliga Süd bis zu 5 Teams in die Oberliga aufsteigen.

Wieviele es letztlich werden, hängt vom Ausgang der Relegation zur 1. und 2. Liga ab und entscheidet sich endgültig erst an deren Ende am 4. Juni.

Punkte: Baumbach 20, Hass 14, Vahdat 13, Laubinger 13, Wurmbach 12, Valiano 10, Jessen 10, Lambruschini 6, Peric 4.

 

Nachholspiel vom 11. Spieltag: BCW - MTV Kronberg 100-79 (44-47)

Nach den guten Leistungen der Vorwochen hatten die BCW-Spieler gegen den MTV Kronberg wohl einen Selbstgänger erwartet. Von der gewohnten druckvollen Verteidigung war in der 1. Halbzeit nichts zu sehen und der Kronberger Alleinunterhalter Szewczyk, der im Verlauf der Saison mehr Dreier (78) traf als alle BCW-Spieler zusammen (60), durfte fast ungehindert 25 Punkte (6 Dreier) im ersten Abschnitt erzielen. Nur Christoph Lambruschini schaffte es, die im Training einstudierte Verteidigungsvariante umzusetzen. Szewczyk gelang gegen ihn 8 Minuten lang kein Punkt, in denen der BCW das 16-24 in eine 38-33 Führung umwandelte. Als Lambruschini daraufhin zur Erholung auf die Bank durfte, sorgte Szewczyk mit 11 Punkten für die Halbzeitführung der Gäste.
Als die Anzeigetafel in der 26. Minute immer noch nur magere 4 Punkte Vorsprung (62-58) für den BCW anzeigte, beendete eine Auszeit mit einer taktischen Umstellung in der Verteidigung die Kronberger Herrlichkeit. Szewczyk wurde nun mit einer Halbfeldpresse konsequent an der Mittellinie gedoppelt, musste den Ball abspielen, bekam ihn nicht mehr zurück und erzielte nur noch drei Punkte.
Im Angriff spielte der BCW, der bis dahin gegen die Kronberger Zonenverteidigung viel zu oft den Abschluss von Außen gesucht hatte, den Ball nun konsequent unter den Korb, wo der nicht zu stoppende Philip Jessen mit 35 Punkten einen Saisonrekord aufstellte. Eine 11-0-Serie zum 73-58 sorgte für klare Verhältnisse. Die nur mit 6 Spielern angetretenen Gäste bauten nun auch konditionell ab, so dass der BCW in der Folge locker durchwechseln und die 200 Zuschauer noch mit ein paar Kabinettstückchen unterhalten konnte. Babak Vahdats 8 Punkte in der Schlussminute machten den Hunderter voll.

BCW-Punkte: Baumbach 16, Laubinger 13, Peric 3, Valiano 2, Bou Souabi 3, Vahdat 13, Lambruschini 8, Jessen 35, Wurmbach 7, Hass

Nachdem der 2. Tabellenplatz mit 6 Punkten Vorsprung nun auch theoretisch gesichert ist, wird das letzte Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Mainhausen zum gemütlichen Familienausflug.
Zuvor wird das BCW-Team am Samstag in Frankfurt (17.30, Wöhlerschule) den BC Gelnhausen anfeuern, um vielleicht doch noch den Sprung auf Platz 1 zu schaffen.

Vorschau: In diesem Spiel gegen den letzten verbliebenen Verfolger kann sich der BCW mit einem Sieg endgültig den 2. Tabellenplatz sichern. Selbst bei einer Niederlage mit 8 Punkten könnte man sich am letzten Spieltag beim Tabellenletzten Mainhausen noch eine Niederlage erlauben.

17. Spieltag: BC Wiesbaden - Eintracht Frankfurt 78-60 (36-31)


Bobby zum 73-56


Witziger Schlusspunkt eines tollen Spiels:
Babak Vahdat auf Knien, aber der BCW obenauf

Nach den starken Auftritten gegen die Verfolger Bensheim und Hausen legte der BCW gegen den in Bestbesetzung angetretenen Tabellenführer vor 200 Zuschauern in Camp Lindsey noch ein paar Schippen drauf und ließ dem Gast keine Chance. Vor allem unter dem Korb hatte die Eintracht wenig entgegenzusetzen, das Trio Baumbach, Jessen und Wurmbach konnte meist nur durch Fouls gestoppt werden. Der BCW hatte dagegen den Frankfurter Topscorer Bernard gut im Griff, er kam wie Young auf magere 5 Punkte. Nur Omoayere und Visnjic (beide 15) konnten beim Gast zweistellig punkten.

Nach konzentrierter 1. Halbzeit, die von aggressiver Verteidigungsarbeit auf beiden Seiten geprägt war, leitete André Bou Souabi mit einem Dreier zum 48-40 (26.) eine 16-0 Serie ein, die den BCW bis zur 31. Minute mit 61-40 in Führung brachte. Mit Pressverteidigung konnte Frankfurt noch einmal auf 11 Punkte verkürzen (67-56, 36.), doch 4 Punkte von Babak Vahdat und Bobby Baumbachs krachender Dunking machten den Sack endgültig zu. Den Schlusspunkt setzte wieder Vahdat mit einem im knien verwandelten Freiwurf, mit dem er eine mannschaftsinterne Wette gewann. (Mit dieser Aktion wollte Babak die Eintracht-Spieler keineswegs lächerlich machen, dazu gab es in diesem absolut fairen Spiel auch keinerlei Anlass. Es ging um eine seit langem laufende Wette zwischen 3 Spielern, die nichts mit diesem Spiel zu tun hatte. Auslöser war die Tatsache, dass der BCW in der letzten Spielminute unkonzentriert 5 seiner 8 Freiwürfe vergeben hatte. Falls jemand die Aktion als unsportlich empfunden hat, bitten wir um Entschuldigung. Es war wirklich nicht so gemeint)
Im geschlossen auftretenden BCW verdiente sich Youngster Christoph Lambruschini mit seiner besten Saisonleistung ein dickes Sonderlob.

Wie hoch die Leistung des BCW einzuschätzen ist, lässt sich am Besten an der Tatsache ermessen, dass die Eintracht bis zu diesem Spieltag durchschnittlich 90-66 Punkte erzielte.

Vorausgesetzt der BCW gewinnt seine beiden verbleibenden Spiele gegen den einzigen Verfolger Kronberg (25.3., 16.30, Camp Lindsey) und beim Tabellenletzten Mainhausen, ist im - wenn auch unwahrscheinlichen - Fall einer Frankfurter Heimniederlage am letzten Spieltag gegen Gelnhausen, sogar noch der Sprung an die Tabellenspitze möglich, da man im direkten Vergleich nun vor der Eintracht plaziert ist

Punkte: Baumbach 13, Laubinger 6, Bou Souabi 3, Vahdat 16, Jessen 14, Wurmbach 12, Peric, Valiano, Hass.

Vorschau: Mit einem Sieg kann der BCW dem souveränen Tabellenführer bis auf 2 Punkte auf die Pelle rücken. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass die Eintracht sich am letzten Spieltag gegen Gelnhausen noch die Butter vom Brot nehmen lassen wird. 
Die unglückliche 68-70-Niederlage aus dem Hinspiel ist noch nicht vergessen: der BCW (ohne den verletzten Bobby Baumbach) führte 90 Sekunden vor Spielende mit 5 Punkten, als plötzlich alle Dämme brachen und eine Serie haarsträubender Fehler den Gastgebern noch den Sieg schenkte.
Der BCW will aber auf jeden Fall seine weiße Weste behalten und die Rückrunde ungeschlagen beenden. Als zweiter hat man beste Chancen, zusammen mit der Eintracht in die Oberliga zurückzukehren, aus der man vor zwei Jahren abstieg.

16. Spieltag: Teutonia Hausen - BC Wiesbaden 66-80 (36-47)

Der BCW ist in der Landesliga Süd weiterhin in Topform und schüttelt die Verfolger gleich in Serie ab. Beim achten Sieg in Folge war auch Teutonia Hausen in eigener Halle chancenlos. Der BCW nahm mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung von Beginn an das Heft in die Hand und legte von der 6. bis zur 10. Spielminute eine 13-0-Serie zum 10-23 hin. Auch nach der Pause war der Gast besser im Bild und baute seinen Vorsprung über 43-61 (26.) bis auf 47-70 (32.) aus. Konzentrationsmängel im Gefühl des sicheren Sieges ließen Hausen den Rückstand noch einmal auf 10 Punkte verkürzen, ohne den BCW jedoch ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Babak Vahdat, Mats Wurmbach mit seiner stärksten Saisonleistung und André Bou Souabi machten in den letzten drei Minuten den Sack endgültig zu. Während beim Gastgeber nur Djurma (25) und Deckenbach (17) zweistellig punkten konnten, gelang dies beim BCW gleich 5 Spielern, auch von der Bank war man mit 31-16 Punkten klar überlegen.
Nur die seit langem wieder einmal schlechte BCW-Freiwurfquote (13-24) und zwei  reichlich "pädagogisch" pfeifende Schiris verhinderten ein heftigere Schlappe für die Gastgeber.
Mit  vier Punkten Rückstand einziger verbliebener Konkurrent um den zweiten Tabellenplatz ist  nun Mitaufsteiger MTV Kronberg 2, der am 25.3. (16.30 Uhr) noch zum Nachholspiel in Camp Lindsey antreten muss. 
Zuvor steigt am 19.03. (16 Uhr, Camp Lindsey) das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Eintracht Frankfurt, in dem der BCW die ärgerliche 68-70 Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen will.

Punkte für den BCW: Baumbach 10, Laubinger 6, Peric 2, Valiano 2, Bou Souabi 13, Vahdat 11, Lambruschini 6, Jessen 13, Wurmbach 17, Hass

15. Spieltag: BC Wiesbaden - VfL Bensheim 99-79 (45-39)

Mit seiner stärksten Saisonleistung dominierte der BCW gegen den Mitaufsteiger klar. Angeführt von den überragenden Babak Vahdat (24) und Bobby Baumbach (25) imponierte der Gastgeber mit engagierter Defense und hohem Tempo, das Bensheim nur in den von beiden Seiten sehr nervös geführten ersten 15 Minuten mitgehen konnte, obwohl die Landeshauptstädter ohne Hass und Laubinger auskommen mussten und mit Ben Metzger und Falk Hohmann zwei Akteure aus der Zweiten auf der Bank hatten.
Danach setzte sich der BCW auf 45-36 ab, ehe Aufbauspieler Christian Roth mit dem Pausenpfiff noch durch einen Dreier verkürzen konnte.
Im zweiten Abschnitt musste Bensheim dem Tempo immer mehr Tribut zollen, so dass der BCW seine Führung bis zum 67-51 kontinuierlich ausbauen konnte. Bensheim stellte auf Zone um und kam durch eine 7-0-Serie noch einmal auf 67-58 (30.) heran, doch die Gastgeber leisteten sich diesmal keine echte Schwächeperiode und legten bis zur 36. Minute auf 81-67 vor. Zwei Minuten vor Schluss war das Spiel beim 88-67 entschieden.
Neben 27 Ballverlusten (BCW 16) zeigte Bensheim große Schwächen an der Freiwurflinie und vergab 18 seiner 37 Versuche, während die BCW-Quote mit 71% im grünen Bereich lag. Auch die Reboundbilanz sprach klar für den BCW (28 Defensiv, 18! Offensiv). BCW-Youngster Bobby Baumbach verpasste mit 25 Punkten, 13 Rebounds und 7 Assists nur knapp sein erstes Tripple Double.
Da auch der Drittplazierte Teutonia Hausen mit 50-92 ein echtes Debakel bei Tabellenführer Eintracht Frankfurt erlebte, hat der BCW nun schon ein beruhigendes Polster von vier bzw. sechs Punkten Vorsprung auf die Konkurrenten um den zur Relegation berechtigenden zweiten Tabellenplatz gelegt und kann in zwei Wochen mit einem Sieg in Hausen den Sack bereits zumachen.

Punkte für den BCW:
Baumbach 25, Vahdat 24, Jessen 15, Bou Souabi 10, Lambruschini 8, Wurmbach 7, Peric 6, Valiano 4

14. Spieltag: BC Darmstadt - BC Wiesbaden 61-88 (31-43)

Mit einer konzentrierten und hochmotivierten Vorstellung beim zuletzt gegen die Spitzenteams stark aufspielenden BC Darmstadt warf sich der BCW auf die kommenden Partien gegen die direkte Konkurrenz ein. Mit engagierter Verteidigung wurde der Gegner über die gesamte Spielzeit kontrolliert und im Angriff wurden gegen die Darmstädter Zonenverteidigung, die sich extrem auf die BCW-Center Jessen und Wurmbach konzentrierte, mit Geduld und Übersicht immer wieder gute Wurfchancen erspielt. Einziges Haar in der Suppe war ein dreiminütiger Aussetzer in der ersten Halbzeit, als Darmstadt nach anfänglichem 7-18 Rückstand kurzzeitig mit 21-20 in Führung gehen konnte. Eine Auszeit brachte den BCW wieder auf Kurs, der sich dann mit einer 10-0 Serie unmittelbar nach der Pause vorentscheidend auf 31-53 (24.) absetzte.

Nach dem 34-58 (26.) bescherten die üblichen BCW-Konzentrationsmängel den Gastgebern noch einmal einen Hoffnungsfunken (46-59, 31.) den Babak Vahdat mit zwei Dreiern endgültig ausblies. Als sich Darmstadt nun mehr auf die Distanzschützen konzentrierte, punktete der BCW nach Belieben aus der Nahdistanz. Den Schlusspunkt setzte 2.08m-Center Mats Wurmbach mit dem Dreier! zum 61-88. In einem homogenen BCW-Team lieferte Playmaker Marijo Peric sein bestes Saisonspiel.

Gegen Mitaufsteiger Bensheim, der Spitzenreiter Eintracht Frankfurt mit 96-80 die erste Saisonniederlage beibrachte, gilt es nun am kommenden Sonntag, 16 Uhr, diese Leistung zu bestätigen und den 2. Tabellenplatz zu verteidigen.

BCW-Punkte: Baumbach 18, Laubinger 7, Peric 13, Valiano 4, Bou Souabi 3, Vahdat 11, Jessen 14, Wurmbach 18, Lambruschini, Hass
 
13. Spieltag: BC Wiesbaden - TGS Oberramstadt 116-51 (47-28)

Mit dem höchsten Saisonsieg hielt sich der BCW am chancenlosen Gast schadlos, rehabilitierte sich für die müde Vorstellung in Langen und behauptete den zweiten Tabellenplatz.
Nach zäher erster Halbzeit, in der zahlreiche Chancen unkonzentriert vergeben wurden, legten die Gastgeber ein paar Schippen mehr auf und zerlegten die überforderten Gäste nach allen Regeln der Kunst. 9 Dreier, 5 Dunks und eine Flut schön herausgespielter Fastbreaks ließen es dem Publikum trotz der einseitigen Partie nicht langweilig werden. Von der 26. bis zur 35. Minute gelang eine 35-2-Serie zum 100-37, danach ließ die Konzentration etwas nach und Oberramstadt schaffte mit der Schlusssirene wenigstens noch die 50-Punkte-Marke. Beim BCW konnte munter durchgewechselt werden, wobei gleich 8 Spieler zweistellig punkten konnten.
Mit diesem Sieg im Rücken lässt sich nächsten Samstag selbstbewusst zum Auswärtsspiel beim starken BC Darmstadt fahren, der zuletzt gegen Spitzenteams starke Leistungen bot und dem BCW-Konkurrenten VfL Bensheim in dessen eigener Halle eine deutliche Niederlage beibrachte.

BCW-Punkte: Baumbach 14, Laubinger 13, Metzger (2. Mannschaft) 2, Peric 10, Valiano 4, Bou Souabi 16, Vahdat 15, Lambruschini 10, Jessen 16, Wurmbach 16.

12. Spieltag: TV Langen 3 - BC Wiesbaden 75-81 (27-39)

Im ersten Spiel nach der Weihnachtspause revanchierte sich der BCW für die Heimniederlage aus dem Hinspiel, machte sich dabei aber gegen die diesmal nicht in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber das Leben wieder einmal unnötig schwer. Nach zähem Beginn gelang mit einer 11-0-Serie in den letzten 3 Minuten die 27-39 Pausenführung. Diese baute der BCW bis zur 28. Minute auf ein komfortables 42-58 aus, und auch 8 Minuten vor Schluss führte man mit 53-67, als plötzlich alle Dämme brachen: im Angriff gab es eine wahre Ballverlust-Orgie, die Langen zu einfachen Punkten durch Fastbreaks nutzte. In der Verteidigung brachte vor allem Mats Wurmbach seinen Gegenspieler Schmidt nicht unter Kontrolle, der in dieser Phase 14 seiner 30 Punkte erzielte, und so stand es 90 Sekunden vor Spielende plötzlich 72-74. In der hektischen Schlussphase hatte der BCW dann aber doch die besseren Nerven: Baumbach, Vahdat und Wurmbach verwandelten 10 von 11 Freiwürfen, auf der anderen Seite gelang Langen nur noch ein Verzweiflungsdreier von Oldie Thomas Arnold.

Bester BCW-Spieler an diesem Abend war Dennis Laubinger, der in der Schlussphase mit wichtigen Ballgewinnen das Spiel rettete und bei seinen 14 Punkten keinen Fehlwurf  verzeichnete.

Stinksauer war nach dem Spiel - neben dem Coach - Center Philip Jessen, der von seinen Mitspielern in der 2. Halbzeit sträflich vernachlässigt wurde, nur ein einziges Mal den Ball bekam und so keinen Punkt mehr erzielte.

BCW-Punkte: Baumbach 16, Wurmbach 15, Laubinger 14, Bou Souabi 12, Jessen 9, Vahdat 7, Peric 6, Lambruschini 2, Valiano

11. Spieltag: Der Verfolger VfL Bensheim verlor überraschend sein Heimspiel gegen den BC Darmstadt, so dass die spielfreien BCW-Herren nun mit auf Platz 2 überwintern können. Das BCW-Heimspiel gegen den MTV Kronberg wurde wegen Bobby Baumbachs U20-Sichtung ins neue Jahr verlegt.

10. Spieltag: BC Gelnhausen - BC Wiesbaden 73-78 (39-46)

KLICK MICH !58-70 führte der BCW dreieinhalb Minuten vor Spielende, und der Coach wollte sich gerade bequem zurücklehnen, als die Wiesbadener Adrenalin-Junkies ihr bekanntes Anti-Langeweile-Programm auflegten und Gelnhausen innerhalb von 2 Minuten bis auf einen Punkt heran kommen ließen. Dennis Laubinger überreichte seinem Gegenspieler zweimal freundlich den Ball, der Gelnhausener Topscorer Moos hatte plötzlich viel zu viel Freiraum und traf zwei Dreier in Folge. Mats Wurmbach kam für Laubinger und deckte zunächst den falschen Mann, worüber sich Philip Jessen so lautstark aufregte, dass nun dem ganzen Team die Nerven flatterten. In der anschließenden Auszeit (73-74, 20.) beruhigten sich die Gemüter und Youngster Christoph Lambruschini gelang unmittelbar danach der entscheidende Ballgewinn, den er selbst per Fastbreak zum 73-76 abschloss. Der folgende Gelnhausener Dreier verfehlte sein Ziel und Bobby Baumbach machte mit einem Dunking zwei Sekunden vor Spielende endgültig alles klar.

Das Spiel war für den BCW trotz ungünstiger Voraussetzungen bis dahin gut gelaufen. Obwohl Philip Jessen (Achillessehnenbeschwerden) und Mats Wurmbach (Grippe) die gesamte Woche nicht trainieren konnten und André Bou Souabi (Rippenfellentzündung) nur zuschauen durfte, gelang ein guter Start (2-8, 2.) und nach kurzer Gelnhausener Führung (19-18, 9.) ging es über 19-29 (11.) zur Pausenführung, die Dennis Laubinger mit der Schlusssirene erzielte.

Auch in der 2. Halbzeit lag der BCW nach zerfahrener Anfangsphase (48-50, 25.)in einem über weite Strecken hochklassigen und spektakulären Spiel ständig in Führung (48-58, 28. / 56-67, 35.), doch Gelnhausen steckte nie auf und konnte immer wieder verkürzen (56-60, 12.). Bobby Baumbach zeigte endlich einmal den vom Coach geforderten Zug zum Korb und traf 9 von 10 Freiwürfen, mehr als in der gesamten Hinrunde (2-6)!

Überhaupt war die BCW-Freiwurfquote diesmal erstklassig (22-27, 81%) und letztlich entscheidend für den Erfolg gegen ein starkes Gelnhausener Team. Ein Sonderlob verdiente sich Rookie Jan Hass, der ohne Fehler spielte und mit einer starken Defenseleistung und 5 Punkten wesentlichen Anteil am Sieg hatte, zu dem die vier 19jährigen (Baumbach, Hass, Lambruschini, Peric) mehr als die Hälfte der Punkte beisteuerten.

Für den BCW: Baumbach 21, Jessen 19, Lambruschini 13, Wurmbach 9, Vahdat 5, Hass 5, Laubinger 4, Valiano

Nachholspiel vom 6. Spieltag: VfL Bensheim - BCW 60-61 (26-26)

Endlich konnten die BCW-Herren wieder ein wichtiges Spiel in den letzten Sekunden gewinnen. Durch den direkten Vergleich kletterten sie in der Halbzeittabelle auf den zweiten Platz.

Ein hochklassiges Spiel war es wirklich nicht, was die beiden Aufsteiger den wenigen Zuschauern in Bensheim boten, aber an Spannung und Dramatik war es nicht zu überbieten, nicht zuletzt weil Topscorer Philip Jessen, der völlig übermüdet direkt von einer 10-Stunden-Schicht im Krankenhaus kam, einen rabenschwarzen Tag mit 6 Ballverlusten und nur 4 Treffern aus 13 Würfen erwischte. Allerdings verzeichnete er trotzdem 10 Rebounds und 5 Ballgewinne.

Zwar erwischte der BCW mit einem Dreier von Babak Vahdat und zwei Punkten von Philip Jessen einen perfekten Start, aber was man nach dem 5:0 im Angriff ablieferte war eine einzige Katastrophe. Bis zur 10. Minute wurden Ballverluste im Akkord produziert, satte 12 mal landete der Ball überhastet und unkonzentriert, ohne jegliches zutun der gegenerischen Defense, in Bensheimer Händen. Als der VfL in der 10. Minute mit 16-9 führte, beendete die zweite BCW-Auszeit endlich das Wiesbadener Fehlpassfestival, und bis zur Pause gelang bei nur noch einem Ballverlust der Ausgleich, den Bobby Baumbach mit der Sirene per Tipp-in erzielte. Der zweite Grund für das "Damenergebnis" zur Halbzeit war die völlig indiskutable Wurfquote von 22%, selbst aus der Nahdistanz saßen nur 6 von 19 Versuchen (31%). Zum Glück konnte sich der BCW im ersten Abschnitt wenigstens auf seine Defense verlassen. Sorgenfalten verursachten hier nur der Umstand, das Center Mats Wurmbachs bereits mit 4 Fouls belastet war.

In der 2. Halbzeit stieg die Wurfquote wenigstens auf (immer noch mäßige) 39% und auch mit 9 Ballverlusten ließ sich leben, dafür kam Bensheim nun durch BCW-Schwächen im Defensivrebound vermehrt zu einfachen Punkten und auch Topscorer Plumbohm hatte zu viele Freiheiten und erzielte 16 seiner 20 Punkte. Nachdem der BCW in der 31. Minute 44-52 führte, konnte Bensheim bis zur 39. Minute weder ausgleichen, in den Schlusssekunden überschlugen sich dann die Ereignisse: Jessen vergab einen einfachen Korbleger, foulte dann im Gegenzug den Bensheimer Kopsch (noch 12 Sekunden auf der Uhr), der mit seinem ersten Freiwurf das 60-59 erzielte. Den zweiten verfehlte er, Jessen holte den Rebound und sein langer Pass fand Babak Vahdat, der 4 Sekunden vor Schluss gefoult wurde und beide Freiwürfe zum 60-61 verwandelte. Ein Bensheimer Verzweiflungswurf verfehlte den Korb, Plumbohm traf zwar im Nachsetzen, doch erst nach der Schlusssirene. Den aufkommenden BCW-Jubel stoppten allerdings die Schiris, da ihrer Meinung nach das Kampfgericht die Spieluhr zu früh in Gang gesetzt hatte. Diese wurde 2 Sekunden zurückgestellt und es gab noch einmal Einwurf unter dem BCW-Korb. Den Pass zu Playmaker Chris Roth und damit zwei echte "Big Points" für den BCW angelte sich der überragende Babak Vahdat.

Warum der BCW dieses Spiel trotz der schlechtesten Wurfausbeute der letzten zwei Spielzeiten gewinnen konnte, erklärt ein weiterer Blick auf die Statistik: mit 22 Ballverlusten bewegte sich der BCW noch im erträglichen Rahmen, 31 verzeichneten dagegen die Gastgeber.

Für den BCW spielten: Vahdat 15, Jessen 12, Baumbach 10, Bou Souabi 9, Wurmbach 8, Peric 5, Laubinger 2, Hass, Valiano

9. Spieltag: BCW - BC Mainhausen 99-64 (45-42)

Der BCW betrieb gegen den Tabellenletzten sichtbar Frustbewältigung: es dauerte eine ganze Halbzeit um die schmerzlichen Niederlagen in den beiden letzten Spielen zu verarbeiten. Zwar waren die Spieler sichtlich bemüht, den ca. 100 Zuschauern ein gutes und engagiertes Spiel zu bieten, doch es blieb zunächst beim Vorsatz. Zwar stand es schnell 8-2 und 21-13, doch im Angriff agierte man häufig verkrampft und überhastet und auf der anderen Seite kam der Tabellenletzte durch die schwache Weakside-Defense des BCW immer wieder zu einfachen Wurfgelegenheiten. Bobby Baumbach kam nach seiner zweiwöchigen Verletzungspause nur langsam wieder in Tritt und der in der Anfangsphase überragende Philip Jessen (16 Punkte bis zur 14. Minute) wurde von seinen Mitspielern plötzlich sträflich vernachlässigt. In der 20. Minute gingen die Gäste sogar 41-42 in Führung, ehe Laubinger und Jessen noch den knappen Pausenvorsprung retteten.
Wie verwandelt kam der BCW aus der Kabine und legte gleich eine 11-0-Serie zum 56-42 hin. Ganze 8 Punkte erlaubte man Mainhausen in den ersten 10 Minuten und über 68-50 (31.) und 77-54 (34.) gab es am Ende dann doch noch einen standesgemäßen Sieg, mit dem auch die Fans zufrieden sein durften.
Zufrieden konnte auch der Coach mit der taktischen Disziplin des Teams sein, das seine Überlegenheit unter dem Brett in der 2. Halbzeit konsequent ausnutzte und durch enormen Verteidigungsdruck Ballgewinne im Akkord produzierte..
Für ein Novum sorgten die überaus kleinlich pfeifenden Referees, die dafür sorgten, dass das keineswegs harte Spiel wegen der vielen Freiwürfe erstmals nicht auf eine 90-Minuten-Videokassette passte...
Durch die Niederlagen der Konkurrenz aus Bensheim (74-83 in Langen) und Hausen (94-104 in Kronberg) kann der BCW am kommenden Wochenende mit einem Sieg im Nachholspiel in Bensheim auf den zweiten Tabellenplatz klettern.
BCW-Punkte: Baumbach 6, Laubinger 11, Peric 4, Valiano 4, Bou Souabi 9, Vahdat 13, Lambruschini 6, Jessen 25, Wurmbach 21, Hass.

8. Spieltag: Eintracht Frankfurt 2 - BC Wiesbaden 70-68 (38-43)

Obwohl sich der BCW im Vergleich zur Heimniederlage gegen Teutonia Hausen vor Wochenfrist erheblich verbessert zeigte, gelang es nicht, dem Tabellenführer die erste Niederlage beizubringen. Statt der 33! Ballverluste gegen Hausen waren es diesmal nur 16 und auch die Freiwurfquote lag mit 73% (19-14) endlich wieder im grünen Bereich.
Da Bobby Baumbach schon beim Aufwärmen starke Schmerzen im verletzten Sprunggelenk verspürte, wurde er nicht eingesetzt. Bei der Eintracht fehlten Boos und Young, dafür kam der bundesligaerfahrene Center Ronald Knecht zum Einsatz.
39 Minuten lang der BCW fast ständig vorne, die Führung der Eintracht in der 34. Minute wurde mit 8 erfolgreichen Freiwürfen in Folge gekontert, und 90 Sekunden vor Schluss sahen die Gäste nach Marijo Perics Treffer zum 63-68 wie die sicheren Sieger aus. Dass es dennoch erneut eine knappe Niederlage setzte, hat sich der BCW selbst zuzuschreiben: zwei leichtsinnige Ballverluste und drei kapitale Verteidigungsfehler brachten das Team um den verdienten Lohn. Frankfurt ging mit einem Dreier und vier Freiwürfen 70-68 in Führung, André Bou Souabis Wurf von der Freiwurflinie 4 Sekunden vor dem Schlusspfiff tanzte auf dem Ring, landete aber letzlich doch nicht im Netz, sondern in den Armen der glücklichen Frankfurter.
Für den BCW bleibt die Gewissheit, dass man sich ohne den Ausfall von Baumbach jetzt an der Tabellenspitze sonnen würde, sicherlich nur ein schwacher Trost, der jedoch das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Spiele liefert.
Punkte: Laubinger 14, Peric, 2, Bou Souabi 8, Vahdat 10, Lambruschini 10, Jessen 17, Wurmbach 6, Valiano

7. Spieltag: BCW - Teutonia Hausen 75-76 (41-31)

Mit dem knappsten aller Resultate verlor der BCW gegen Teutonia Hausen, und es bedurfte gleich einer ganzen Reihe unglücklicher Umstände, dass Hausen die beiden Punkte mitnehmen durfte. Es begann damit, dass Center Predrag Turbic völlig überraschend und für niemanden nachvollziehbar seinen Rücktritt aus dem Team erklärte, weil er sich nach seinem Kurzschluss am letzten Spieltag von Coach und Mitspielern falsch behandelt fühlte. Topscorer Philip Jessen spielte trotz Grippe und kam nur auf 8 Punkte. Trotzdem hätte der BCW einen sicheren Sieg eingefahren, wäre nicht auch noch Bobby Baumbach nach 10 Minuten auf Jessens Fuß gelandet und umgeknickt. Bis dahin hatte er ohne einen einzigen Fehlwurf bereits 11 Punkte erzielt und die Gastgeber führten 23-12. Der BCW ließ sich trotzdem nicht aus dem Konzept bringen und baute den Vorsprung auf 41-26 aus (19.). Nach der Pause kam Hausen Punkt um Punkt näher und erreichte in der 29. Minute erstmals den Ausgleich. Der BCW zeigte Fighterqualitäten und wurde von den begeistert mitgehenden Zuschauern zum 72-65 nach vorne gepeitscht. Das es dann letztlich doch nicht zum Sieg reichte, lag an einer erneut schwachen Freiwurfquote (15-6 in der 2. Halbzeit, insgesamt 26-13) und vielen unnötigen Ballverlusten, die ohne zutun der Gäste zustande kamen. Symptomatisch für den Spielverlauf: Zehn Sekunden vor Spielende hatte der BCW mit dem letzten Angriff noch die Chance zum Siegtreffer, doch der Ball kam nicht zum überragenden Playmaker Babak Vahdat (5 Dreier) sondern landete überhastet in den Händen der Gäste. Nun steht der BCW nächste Woche beim ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Frankfurt unter Zugzwang, will er nicht den Anschluss an die Tabellenspitze verlieren. Punkte: Vahdat 20, Wurmbach 12, Baumbach 11, Jessen 8, Laubinger 7, Lambruschini 6, Bou Souabi 6, Valiano

Nachholspiel vom 5. Spieltag: BCW - BC Darmstadt 2 90-71 (50-41)

Nach vierwöchiger Zwangspause durften die BCW-Herren endlich wieder aufs Feld und landeten einen ungefährdeten Erfolg gegen den BC Darmstadt 2, der angesichts der haarsträubenden Freiwurfquote der Gastgeber mit diesem Ergebnis noch bestens bedient war. Nur 8 der 28 BCW-Freiwürfe landeten im Korb, für Coach Günter Steppich die schlechteste Quote, die jemals eine von ihm betreute Herrenmannschaft erzielte. Darmstadt fiel nur durch eine äußerst harte Gangart auf, die die beiden Referees mit zunehmender Spieldauer immer häufiger durchgehen ließen, was in der 31. Minute (77-58) zu tumultartigen Szenen führte, als BCW-Center Predrag Turbic sich zu einem Revanchefoul provozieren ließ, worauf  der Darmstädter Coach völlig die Kontrolle verlor, aufs Feld stürmte und von seinen Spielern davon abgehalten werden musste, Turbic an die Wäsche zu gehen.
In den ersten Minuten hatte der BCW Probleme, nach der langen Pause wieder ins Spiel zu finden, doch nach Wurmbachs 8-7 in der 4. Spielminute wurde die Führung nicht mehr abgegeben und schon der Pausenvorsprung hätte wesentlich deutlicher ausfallen müssen, wären da nicht das erwähnte Freiwurfdebakel und die schlechte Ausbeute im Defensivrebound gewesen.
Beim BCW ragten Topscorer Philip Jessen (30), Babak Vahdat (20/4 Dreier) und Bobby Baumbach (17/2 Dreier) aus einer geschlossenen Teamleistung heraus.
Die übrigen Punkte erzielten Wurmbach 11, Bou Souabi 4, Lambruschini 4, Turbic 2, Laubinger 1, Peric, Hass.

Der BCW bleibt mit diesem Sieg dem ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Frankfurt auf den Fersen und will diese Position mit einem Heimsieg am kommenden Wochenende (Sonntag, 16 Uhr, Camp Lindsey) gegen den Tabellennachbarn und letztjährigen Vizemeister Teutonia Hausen (8:4) festigen. 


6. Spieltag, 30.10.99: VfL Bensheim - BCW Wegen der Teilnahme von Bobby Baumbach an der U-20-Sichtung in Böblingen wird das Spiel verlegt auf Samstag, 04.12.99, ?? Uhr

5. Spieltag, 24.10.99: BCW - BC Darmstadt 2 Wegen der Teilnahme von Bobby Baumbach an der U-20-Sichtungsmaßnahme wird das Spiel verlegt auf Sonntag, 07.11.99, 18 Uhr
4. Spieltag, 10.10.99: TGS Ober-Ramstadt - BCW 69-71 n.V. (31-35, 63-63)

Der Tabellenletzte hätte dem BCW ums Haar die 2. Niederlage beigebracht. Die klare Niederlage gegen die Routiniers des TV Langen hatte deutliche Spuren im Selbstvertrauen einiger Spieler hinterlassen, zudem kämpften Bou Souabi und Turbic mit Grippe und Philip Jessen kam ohne Schlaf vom Nachtdienst.

Wie vor Wochenfrist hatte es der BCW wieder mit einer erfahrenen Oldietruppe zu tun, die nach 3 Auftaktniederlagen alles mobilisiert hatte und um keinen Preis verlieren wollte. Zwar ging der BCW sofort mit 6-13 in Führung, doch die Gastgeber um den Ex-Bundesligaspieler Klement (23 Punkte) kämpften sich bis zur Pause wieder auf 31-35 heran. Auch in der 2. Hälfte erwischte der BCW den besseren Start, führte schnell 33-42 (25.), leistete sich dann aber einen sechsminütigen Blackout und ließ Ober-Ramstadt 49-44 in Führung gehen. Danach konnte sich bis zum Schluss keine Mannschaft mit mehr als 2 Punkten absetzen, und Philip Jessen rettete mit 2 verwandelten Freiwürfen 17 Sekunden vor Schluss die Verlängerung, die der BCW äußerst unkonzentriert anging. Als die Hausherren in der 43. Minute beim 69-65 schon wie die sicheren Sieger aussahen, ging jedoch ein Ruck durch das BCW-Team und Jessen, Baumbach und Bou Souabi drehten den Spieß noch um. Matchwinner war allerdings Youngster Christoph Lambruschini, der beim Stand von 69-71 30 Sekunden vor Schluss den letzten Einwurf der Gastgeber abfing und dann clever die Uhr herunterspielte.

Punkte: Jessen 22, Lambruschini 12, Baumbach 8, Bou Souabi 8, Valiano 7, Peric 6, Vahdat 6, Turbic 1, Laubinger 1
 
 

3. Spieltag, 03.10.99: BCW - TV Langen 3 63-80 (27-47)

Die jungen Wilden des BCW wurden von den Routiniers des TV Langen unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ganze 8 Minuten benötigten die im Schnitt über 10 Jahre älteren Gäste, die erstmals in dieser Saison komplett aufgelaufen waren, um die Hausherren bis zum 3-24 nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen. Nach den zwei Auftaktsiegen wähnten sich die BCW-Spieler, allen Warnungen zum Trotz, wohl vor einem weiteren leichten Sieg und ließen in den Auftaktminuten alles vermissen, was sie in den bisherigen Spielen stark gemacht hatte. Bis zur 6. Minute hatte Coach Günter Steppich bereits beide Auszeiten genommen, doch als sich der BCW endlich auf seine Tugenden besann, war das Spiel schon fast gelaufen. Bis zur Pause konnte TV Langen nicht noch weiter davonziehen und in der 2. Halbzeit wollte der BCW den Spieß noch mit aller Gewalt umdrehen. Mit großem kämpferischen Einsatz wurde bis zur 30. Minute auf 45-55 verkürzt, doch einige überhastete Ballverluste brachten Langen wieder mit 47-63 nach vorne. Trotz der Niederlage war der Trainer am Ende nicht unzufrieden mit seinem Team, weil es bis zum Schluss nicht aufsteckte, sich aber letzlich vor der Cleverness und Routine der Gäste verneigen musste. Kapitän Philip Jessen erzielte ein Drittel der BCW-Punkte, Bobby Baumbach war vom vierstündigen U20-Sichtungslehrgang am Vormittag sichtlich erschöpft, zählte aber dennoch zu den Aktivposten.

Punkte: Jessen 21, Baumbach 16, Vahdat 10, Lambruschini 7, Bou Souabi 3, Laubinger 2, Turbic 2, Hass 2, Valiano.

Vorschau:

Der BCW empfängt am Sonntag, 03.10.99, 16 Uhr in der Sporthalle Camp Lindsey den letztjährigen Tabellenvierten TV Langen 3. Trotz zweier klarer Niederlagen zum Saisonauftakt ist die mit ehemaligen Bundesligaspielern gespickte Mannschaft keinesfalls zu unterschätzen, da sie bisher noch nicht komplett auflief. Der BCW muss der geballten Erfahrung der TVL-Oldies sein bisher so erfolgreiches Tempospiel entgegesetzen, um sie konditionell unter Druck zu setzen. Auf Youngster Bobby Baumbach (18) kommt eine, wenn auch angenehme, Doppelbelastung zu: er nimmt am Sonntag vormittag in Langen am Sichtungslehrgang für die U20-Nationalmannschaft teil.

2. Spieltag, 26.09.99: MTV Kronberg 2 - BC Wiesbaden 88-97 (44-48)
 
Jessen 26 Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen Gelnhausen tat sich der BCW lange Zeit schwer, um beim Mitaufsteiger MTV Kronberg schließlich mit 97-88 die Oberhand zu behalten. Grund dafür war die über weite Strecken nachlässige und wenig druckvolle Defense der Gäste, die den Kronberger Dreierschützen satte 10 Treffer erlaubte, allen voran Playmaker Szewczyk, der es auf 36 Punkte brachte. 

Nachdem der MTV in der 7. Minute ein 18-10 vorgelegt hatte, gelang dem BCW eine 19-0-Serie zum 18-29. Von diesem Zeitpunkt lag man zwar ständig in Führung, versäumte jedoch nach dem 57-72 (30.) die frühzeitige Entscheidung, weil in der Verteidigung die nötige Konsequenz fehlte. Allerdings war auf die BCW-Offense Verlass, und in den letzten 2 Minuten, als Kronberg noch einmal auf 3 Punkte herangekommen (82-85) war, zeigte man endlich die notwendige Konzentration und erzielte noch 12-6 Punkte. Beim BCW überragte Philip Jessen, der bis auf zwei Freiwürfe und zwei Feldwürfe an diesem Abend alles traf.

Hass 0
Vahdat 9
Bou-Souabi 5
Laubinger 9
Valiano 2
Lambruschini 13
Turbic 11
Baumbach 21

Zum ersten Auswärtsspiel der Saison treten die erfolgreich gestarteten BCW-Herren am Sonntag (19.15, Altkönigschule) beim MTV Kronberg II an. Der Mitaufsteiger, der am 1. Spieltag beim Titelfavoriten Eintracht Frankfurt II mit einem respektablen Ergebnis (70-82) unterlag, lebt vor allem von seinen gefährlichen Dreierschützen (8 Dreier in Frankfurt). Der BCW setzt dagegen auf Tempospiel und seine Überlegenheit unter dem Brett.


1. Spieltag, 19.09.99: BC Wiesbaden - BC Gelnhausen 111-72 (62-40)
 
Jessen 23 Mit einer eindrucksvollen Vorstellung meldeten sich die BCW-Herren nach einjähriger Abwesenheit in der Landesliga zurück und übernahmen gleich die Tabellenführung. Nach der intensiven Saisonvorbereitung gegen durchweg höherklassige Gegner war der letztjährige Tabellensiebte aus Gelnhausen ohne Chance und lag schon zur Halbzeit aussichtslos zurück. Der BCW knüpfte spielerisch an die Form des letzten Vorbereitungsturniers an und bot eine ausgezeichnete Angriffsleistung. Auch in der Defense agierten die Hausherren über 40 Minuten aggressiv und einsatzfreudig, nur einige Unaufmerksamkeiten im Defensivrebound verhinderten einen noch höheren BCW-Sieg.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Babak Vahdat, Philip Jessen und Bobby Baumbach als Scorer heraus, dem 19jährigen Jan Hass gelang in seinem ersten Spiel ein ausgezeichneter Einstand.

Auch ohne die verletzten Mats Wurmbach und Michael Ernst konnte Coach Günter Steppich über die gesamte Spielzeit munter durchwechseln. Das hohe Tempo konnten die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste nur bis zur 14. Minute mitgehen (36-31), danach legte der BCW bis zur Pause eine 26-9-Serie hin. Glanzpunkte im Spiel waren die vielen Fastbreaks der Gastgeber, die Bobby Baumbach mehrmals mit spektakulären Dunks abschloss. Vahdat, Lambruschini und Hass steuerten 6 Dreier bei, während Jessen und Turbic die Zone beherrschten und nur 10 Punkte der Gelnhausener Center zuließen. Auf Seiten der Gäste verhinderte der überragende J. Moos (27 Punkte, 4 Dreier) eine noch höhere Niederlage.

Hass 4
Vahdat 22
Bou-Souabi 5
Laubinger 2
Peric 7
Lambruschini 14
Turbic 12
Baumbach 22

Trapped...< Foto aus Wiesbadener Kurier vom 21. September '99
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