Bezirkspokal 99:
Aus in Pfungstadt
(Bericht von Jörg Boketta, Pfungstadt)

SCC Pfungstadt - BCW 88-79 (37-40)

Die erste Halbzeit stand ganz im Zeichen Wiesbadener Fastbreaks. Ein ums andere Mal wurde die Pfungstädter Defense regelrecht überlaufen. Daraus resultierte die verdiente Halbzeitführung von 40:37 zugunsten der Gäste.

In der zweiten Halbzeit zunächst das gleiche Bild: Wiesbadener Schnellangriffe, die immer wieder erfolgreich abgeschlossen wurden und zu einer zeitweiligen 11-Punkte Führung führten. Langsam wendete sich das Blatt und die Pfungstädter kamen über konsequentes Centerspiel zum Ausgleich. Dann die vielleicht spielentscheidende Szene: der bis dahin von den Pfungstädtern nie zu kontrollierende Center Ickert (Nr. 6) beging kurz vor Schluß (ca. 18. min) sein 5. Foul beim Versuch, einen Ball an der Seitenlinie zu klauen. Dies ärgerte ihn dermaßen, dass er seine Tasche schnappte und in die Kabine lief. Dabei war ihm wohl die Kabinentür im Weg und er trat sie kurzerhand ein (Rechnung folgt).

Zurück zum Spielverlauf. Die Pfungstädter übernahmen die Führung und bauten diese auf 4 Punkte aus. Am Ende das übliche Freiwurffestival und der Sieg mit 9 Punkten

Ein kurzes Wort zur Schirileistung: Die Herren Gerson und Klink hatten das Spiel zu jeder Zeit im Griff und auch die Nicklichkeiten und Temperamentsausbrüche auf beiden Seiten hielten sich in Grenzen.

Das war's wieder vom rasenden Reporter.

BCW-Punkte: Peric 10, Laubinger 13, Ickert 19, Basina 2, Valiano 2, Bou Souabi 6, Vahdat 9, Ernst 17

1. Herren, Bezirksliga

Nachholspiel, 17. Spieltag, Samstag, 13.03.99
SV Dreieichenhain - BCW: 79-91 (32-41)

Wer geglaubt hatte, dieses Spiel würde aufgrund der am letzten Wochenende gefallenen Aufstiegsentscheidung ein lockerer Zock, sah sich getäuscht. Der Tabellenvierte Dreieichenhain wollte dem Meister noch ein Bein stellen, und der BCW hatte sich vorgenommen, die Saison unbedingt mit 4 Punkten Vorsprung zu beenden. Auch die Schiedsrichter waren von der unerwartet hohen Intensität des Spiels sichtlich überrascht, und brauchten eine ganze Weile, um sich darauf einzustellen. Die 7! anwesenden Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches, gutklassiges Spiel, in dem der BCW bis zur 10. Minute (18-18) Anlaufschwierigkeiten hatte. Danach lief es runder und zur Pause wurde ein 9-Punkte-Vorsprung notiert. Nach dem 42-54 (25.) ließ der BCW die notwendige Konzentration vermissen und die Gastgeber verkürzten auf 50-54. Bei diesem Abstand blieb es bis zur 32. Minute (63-67) als der BCW auf Zonenverteidigung umstellte und mit einem Zwischenspurt auf 63-75 davonzog. Dreieichenhain konnte zwar noch einmal auf 5 Punkte herankommen (75-80, 16.) fiel aber in der Schlussphase seiner hohen Foulbelastung und seiner Unbeherrschtheit zum Opfer (3 technische Fouls wegen Meckerns). Entschieden wurde dieses Spiel allerdings eindeutig von den Außenpositionen: Zwar tat sich der BCW unter dem Korb gegen die kompakte Zonenverteidigung der Gastgeber schwer, erzielte dafür aber 7 Dreier und etliche Treffer aus der Mitteldistanz. Dreieichenhain gelangen dagegen ganze 4 Punkte von außerhalb der Zone. Beim BCW war man froh, nach den letzten beiden enttäuschenden Heimspielen noch einmal eine gute Partie geboten zu haben, in der alle 9 Spieler punkten konnten: Baumbach 9, Laubinger 12, Turbic 2, Basina 10, Ernst 8, Bou Souabi 13, Vahdat 18, Valiano 2, Jessen 17.

Richtige Freude über den Aufstieg wollte allerdings nicht aufkommen, weil bekannt wurde, dass Center Ivica Basina, der vor 7 Jahren im Alter von 14 Jahren während des Bürgerkriegs in Ex-Jugoslawien nach Wiesbaden kam, und vor kurzem seine Gesellenprüfung als Installateur erfolgreich bestanden hat, am 15. Mai nach Bosnien abgeschoben werden soll.

Oh wie schöööööön.......Letzte Meldung: Dank des Siegs der SG Weiterstadt über den SCC Pfungstadt ist der BCW schon vor dem Spiel in Dreieichenhain Meister der Bezirksliga und steigt in die Landesliga auf.

SO 07.03.99 20.00 SG Weiterstadt - DJK/SCC Pfungstadt  100:90 (57:53)

18. Spieltag, Sa., 06.03.99, BCW – BC Darmstadt 3: 81-51 (28-23)

Ohne Glanz aber ungefährdet entledigte sich der BCW seiner Pflichtaufgabe im letzten Heimspiel der Saison. Ohne die verletzten Lambruschini, Dedovic und Peric, dafür mit Ben Metzger und Predrag Turbic aus der zweiten Mannschaft sowie dem vom Auslandsstudium in Griechenland zurückgekehrten Jasson Valiano tat sich der Tabellenführer gegen den Achten eine Halbzeit lang sehr schwer. Nach den bereits gewohnten Motivationsproblemen gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller steigerten sich die Hausherren dann in der 2. Halbzeit auf ein akzeptables Niveau und legten bis zum 70-36 eine 42-13-Serie hin. Die letzten 3 Minuten gehörten mit 15-11 den Gästen. Überragend beim BCW war Babak Vahdat, der mit 34 Punkten (6 Dreier) einen teaminternen Saisonrekord aufstellte. Diese Form sollte er tunlichst bis zum nächsten Wochenende konservieren, denn wenn Verfolger SCC Pfungstadt nicht am heutigen Sonntag sein letztes Spiel bei der SG Weiterstadt verliert, muss der BCW sein Nachholspiel in Dreieichenhain unbedingt gewinnen, um nicht noch im letzten Spiel den Platz an der Sonne und damit den Aufstieg zu verspielen.

Punkte: Baumbach 11, Laubinger 4, Ernst 4, Bou Souabi 13, Vahdat 34, Jessen 3, Basina 6, Turbic 2, Metzger 2, Valiano 2.

17. Spieltag, Samstag 27.02.99
Die spielfreien BCW-Herren, deren Auswärtsspiel in Dreieichenhain wegen der A-Jugend-HM auf den 13.03, 18 Uhr, verlegt wurde, können noch nicht wie erhofft die Meisterschaftsfeier planen. In einem Krimi schlug Pfungstadt den VfL Bensheim, der durch zwei Niederlagen in Folge nun endgültig alle Aufstiegschancen einbüßte, mit 83-82.

Kurzbericht von unserem rasenden Reporter vor Ort, Jörg Boketta:
Ich habe nur die zweite Halbzeit gesehen, war aber auch sehr interessant.
Beim Stand von 67:64 für Pfungstadt gab es ein Foul im Schuß des Pfungstädter Centers, dass die Bank wohl so aufregte, dass der Schiri gleich zwei technische Fouls verhängte. Die sechs Freiwürfe wurden alle verwandelt, nach dem Einwurf gab es noch einen Dreier und einen Korbleger für Pfungstadt. Somit wurden innerhalb von 25 Sekunden elf Punkte erzielt und jeder in der Halle dachte, das wars.
Aber Bensheim kam sogar nochmal zum Ausgleich. 3,7 Sek vor Schluß dann der entscheidende Freiwurf für Pfungstadt zum knappen, aber wohl verdienten Sieg.

Einen Pfungstadter Sieg am letzten Spieltag in Weiterstadt vorausgesetzt, muss der BCW also nach wie vor die beiden letzten Spiele gewinnen, da der direkte Vergleich für Pfungstadt spricht. Mit dieser Entwicklung hätte noch letzte Woche wohl niemand gerechnet. Pfungstadt könnte am Ende noch der sprichwörtliche lachende Dritte sein, natürlich nicht auf den Tabellenplatz bezogen...

16. Spieltag, Samstag, 20.02.99

BCW – SV Darmstadt 98: 58-53 (39-23)

Der Mantel des Schweigens, der diese Partie freundlich verhüllen könnte, müsste schon mittlere Bierzeltgröße haben. Bis zur Halbzeit sahen die 80 Zuschauer in Camp Lindsey noch ein halbwegs passables Spiel, in dem sich die Hausherren gegen die gut funktionierende Zone die Gäste schwer taten. Was den Fans nach der Pause geboten wurde, lässt sich nur mit Not gegen Elend beschreiben, wobei das Elend klar auf Seiten des BCW lag. 55-36 stand es in der 32. Minute, als die Hausherren in den kollektiven Winterschlaf fielen und die engagierten Gäste mit einer 17-3-Serie noch auf 5 Punkte verkürzen konnten. Unterboten wurde das Trauerspiel nur noch von der Schiedsrichterleistung, die allerdings keine der Mannschaften benachteiligte, oder besser gesagt, beide gleichermaßen. Beim BCW konnten nur der A-Jugendliche Marijo Peric und Philip Jessen, der in der 2. Halbzeit von seinen Nebenleuten allerdings kaum noch einen Ball sah, den Ansprüchen genügen.

Immerhin verletzte sich niemand und der BCW kann nun nächste Woche in Ruhe zusehen, wie sich die Konkurrenten Pfungstadt und Bensheim die Punkte abnehmen. Da Bensheim überraschend in Weiterstadt verlor, ist nun plötzlich der SCC Pfungstadt wieder im Titelrennen. Gewinnt Pfungstadt, muss der BCW nach wie vor die beiden letzten Spiele gewinnen, da man gegen den SCC den direkten Vergleich verloren hat. Gewinnt Bensheim, ist die Saison wohl endgültig gelaufen, da der BCW dann das letzte Auswärtsspiel in Dreieichenhain sogar noch verlieren könnte, vorausgesetzt, er vergeigt nicht das Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten BC Darmstadt III...

Punkte: Baumbach 7, Peric 13, Ickert 6, Laubinger 3, Ernst 4, Bou Souabi 5, Vahdat 3, Lambruschini 2, Jessen 15, Basina.

faergerl.wmf (2610 Byte)
Der Coach...

siesta1.wmf (3900 Byte)
Die Spieler...

15. Spieltag: Sonntag, 04.02.99

Jessen 18 Die BCW-Herren erledigten die Pflichtaufgabe beim Schlusslicht Hochheim nach matter 1. Halbzeit ohne Probleme. Ohne die A-Jugendlichen, die sich im Vorturnier zur Hessenmeisterschaft für das Final Four am 27./28. Februar qualifizierten, blieb der Tabellenführer in der 1. Halbzeit vor allem in der Defense vieles schuldig. Erst das Erscheinen des Coaches zu Beginn der 2. Halbzeit sorgte für den nötigen Ernst und eine 23-3 Serie für klare Verhältnisse (41-65, 28. Min.).

 

Basina 16
Vahdat 18
Bou-Souabi 21
Laubinger 12
Dedovic 2

14. Spieltag: Samstag, 23.01.99

BCW - SCC Pfungstadt: 74-84 (41-33)

Jessen 23 Je höher der Flug, desto tiefer der Fall: "Die Saison ist noch lange nicht zu Ende, und wenn wir uns jetzt selbstgefällig zurücklehnen, gibt es schon nächste Woche ein böses Erwachen", warnte der Coach schon unmittelbar nach dem Schlußpfiff in Bensheim. Bei den meisten Spielern stieß diese Warnung leider auf taube Ohren, und so machte der BCW gegen den Tabellendritten mit einer desolaten Vorstellung die Meisterschaft wieder offen und muss nun die letzten vier Spiele allesamt gewinnen, um aus eigener Kraft Meister zu werden. Entscheidend wird wohl der vorletzte Spieltag sein, wenn in den Partien Pfungstadt-Bensheim und Dreieichenhain-Wiesbaden die ersten Vier der Tabelle aufeinandertreffen. Beruhigend dabei ist nur die Tatsache, dass der BCW auch in einem eventuellen Dreiervergleich mit Bensheim und Pfungstadt die Nase vorne hätte.

Als Mirsad Dedovic nach 11 Minuten mit einer Fußverletzung ausscheiden musste, glaubte wohl niemand in der Halle, dass dieses Spiel noch kippen würde, denn  mit einer durchschnittlichen Leistung lag der BCW gegen die bis dahin harmlosen und unsicheren Gäste mit 26-10 in Führung. Auch beim 33-18 (15.) war die Welt noch in Ordnung, doch danach ging nichts mehr. Pfungstadt stellte auf Zonenverteidigung um, und  der BCW verfiel in alte Unsitten: Überhastete Abschlüsse, Fehlpässe und vor allem nachlässige Defense ließen den SCC Morgenluft wittern, und bis zur Pause war der komfortable Vorsprung auf 8 Punkte geschrumpft. Als Pfungstadt in der 33 Minute mit einem seiner 8 Dreier zum 61-61 ausglich, fingen die Nerven endgültig an zu flattern. Während die Gäste jetzt mit einer traumhaften Trefferquote glänzten, wechselten sich bei den Hausherren haarsträubende Fehlpässe und Fehlwürfe ab (Wurfquote 43%). Als der BCW dann in der Schlußphase beim 74-78 alles auf eine Karte setzte, traf der Gast 6 seiner 8 Freiwürfe, so dass man am Ende sogar noch den direkten Vergleich verspielte.

Hauptursache für die erste Heimniederlage war eine grottenschlechte Defense. So viele unbedrängte, einfache Würfe wie Pfungstadt hatte in dieser Saison noch keine Mannschaft gegen den BCW.

Basina 0
Vahdat 12
Bou-Souabi 4
Laubinger 9
Thamm 0
Lambruschini 9
Turbic 5
Dedovic 0
Baumbach 12

13. Spieltag: Samstag, 16.01.99

VfL Bensheim - BCW: 80-95 (42-43)     SCOUTING ZUM SPIEL

Jessen 18 Der BCW zeigte sich auf den Punkt topfit und machte einen Riesenschritt Richtung Meisterschaft. Mit seiner besten Saisonleistung ließ das Team dem Mitkonkurrenten in dessen eigener Halle keine Chance und war auf allen Positionen besser besetzt. Schon in der 1. Halbzeit war der BCW die bessere Mannschaft, doch die schwache Freiwurfausbeute (11-22) verhinderte eine deutlichere Führung. Mit zunehmender Spielzeit ging jedoch das taktische Konzept immer mehr auf: Zum einen musste Bensheim dem hohen Tempo und der aggressiven BCW-Defense Tribut zollen und verstärkt auf seine deutlich schwächere 2. Fünf zurückgreifen, während der BCW ohne Leistungsabfall munter durchwechseln konnte.  Zum anderen verzweifelte der überragende Topscorer der Liga, Alexander Plumbohm, der ihm Hinspiel noch 30 Punkte erzielt hatte, an der Sonderbewachung, in der sich Bobby Baumbach, Philip Jessen und Felix Arndt im 5-Minutenrhythmus abwechselten. Mit nur 4 Feldkörben und 5 Freiwürfen kam er bei einer Trefferquote von 31% aus dem Feld (13/4) nur auf magere 13 Punkte. Der Schachzug, den bundesligaerfahrenen Center Felix Arndt, der wegen seines Juraexamens eigentlich diese Saison pausieren wollte, nach seinen erfolgreichen schriftlichen Prüfungen kurzfristig wieder ins Team zu holen, erwies sich als ganz entscheidende Maßnahme. Trotz großen Trainingsrückstands lieferte er ein großartiges Spiel. Plumbohm gelang gegen ihn kein Punkt, dazu erzielte er selbst 14 Punkte (Quote 67%, 2 Dreier) und 6 Rebounds. Auch die Maßnahme, den bulligen VfL-Center Zdenko Brühl mit Fouls an die Freiwurflinie zu schicken, griff. Er traf nur 2 seiner 14 Versuche, sein Team insgesamt nur 13 von 31 (BCW 31-46, 20-24 in der 2. Halbzeit). Dazu dominierten Philip Jessen und Mirsad Dedovic  wie gewohnt unter dem Brett, Bobby Baumbach glänzte mit 10 Rebounds und 6 Assists, und als Bensheim sich immer stärker auf die BCW-Center konzentrierte, trafen André Bou-Souabi und der beeindruckende Youngster Christoph Lambruschini von den Außenpositionen. Der Bensheimer Versuch, der BCW-Überlegenheit unter dem Brett mit Dreiern zu begegnen, war bei einer Quote von 16/3 nicht von Erfolg gekrönt.
Dazu führten Babak Vahdat und der 18-jährige Marijo Peric glänzend Regie, kamen zusammen auf 10 Rebounds! und 9 Assists bei nur 3 Ballverlusten. Mit insgesamt 12 Ballverlusten (Saisondurchschnitt 21!) bot der BCW auch in dieser wichtigen Rubrik eine Saisonbestleistung.
Nachdem Felix Arndt nach einer nervösen Anfangsphase in der 9. Minute den BCW mit einem Dreier zum 19-22 erstmals in Führung gebracht hatte, führte der VfL nur noch zweimal, beim 31-30 (15.) und beim 54-53 (26.). Vor allem durch die starke Leistung von Paul Krause konnte Bensheim das Spiel bis Mitte der zweiten Halbzeit noch offen halten, doch ab der 30. Minute (62-68) wurde es ruhig in der vollbesetzten AKG-Halle, denn der BCW hatte das Heft endgültig in die Hand genommen und leistete sich, anders als in vielen Spielen zuvor, auch keine Nachlässigkeiten mehr. In der Schlußphase saßen 10 der 12 Freiwürfe.

Unter dem Strich waren die besseren Trefferquoten bei Freiwürfen und aus der Nahdistanz, die Überlegenheit im Rebound, und die geringere Anzahl von Ballverlusten ausschlaggebend für den klaren Sieg des BCW. Und möglicherweise waren die Gäste dank des Videos vom Hinspiel auch ein kleines bisschen besser vorbereitet als die Gastgeber...

Nun gilt es diese Glanzleistung bis zum Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Drittplazierten SCC Pfungstadt zu konservieren.

Basina 1
Vahdat 14
Bou-Souabi 10
Laubinger 0
Peric 0
Lambruschini 12
Arndt 14
Dedovic 17
Baumbach 9

Statistikdaten zum Spiel:

 

Bensheim

BCW

Nahdistanz

43/21

49%

37/21

57%

Mitteldistanz

15/7

47%

17/8

47%

Dreier

16/3

19%

10/2

20%

Gesamt

74/32

43%

64/31

48%

Ges. 1. Halbz.

38/16

42%

34/15

44%

Ges. 2. Halbz.

36/16

44%

30/16

53%

Freiwürfe:

31/13

42%

46/31

67%

Rebounds

29

 

40

 

Reb.Def.

16

 

26

 

Reb. Off.

13

 

14

 

Ballverluste

18

 

12

 

Zum BCW-SCOUTING im Detail


12. Spieltag: Samstag, 19.12.98

BCW - SKG Rossdorf  2: 127-61 (59-33)

Jessen 27 Eine Woche nach dem mühsamen 74-63 in Groß-Gerau hatte die Androhung personeller Konsequenzen und ein deutliches Anziehen in der Trainingsintensität die gewünschte Wirkung. Die BCW-Herren zeigten sich wie verwandelt und boten endlich einmal auch gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller über die gesamte Spielzeit hinweg eine konzentrierte und motivierte Leistung. Auch ohne Mirsad Dedovic und Bobby Baumbach, der wegen einer verstauchten Handgelenks geschont wurde, wurde der Tabellenvorletzte förmlich überrannt. Aus einer aggressiven Defense rollten serienweise Fastbreaks über die Gäste hinweg, und auch die Wurfquote aus der Weitdistanz beeindruckte (9 Dreier).

Eine bessere Generalprobe für das "Endspiel" in Bensheim am 16. Januar hätte man sich kaum wünschen können, zumal in Bensheim Baumbach und Dedovic wieder mit von der Partie sein werden, auf die man sich mit zusätzlichen Trainingseinheiten und dem Video des Hinspiels gezielt vorbereiten wird.

Basina 12
Vahdat 18
Bou-Souabi 21
Laubinger 14
Thamm 9
Lambruschini 12
Ernst 14

 

11. Spieltag: Samstag, 12.12.98

TV Groß-Gerau - BCW: 63-74 (30-28)

Jessen 20 Offensichtlich sind die BCW-Spieler gedanklich bereits beim alles entscheidenden Spiel in Bensheim (16. Januar), denn wie schon am vergangenen Wochenende gegen Weiterstadt tat sich der BCW auch gegen den Tabellensechsten, den man im Hinspiel noch mit 89-55 abgefertigt hatte,  lange Zeit unerwartet schwer. Da die A-Jugend und die 2. Mannschaft zeitgleich spielten, konnte man nur mit 8 Spielern antreten, zudem spielten Philip Jessen und André Bou-Souabi grippegeschwächt.

In der gewöhnungsbedürftigen Groß-Gerauer "Fabrikhalle", in der ein Korb deutlich zu hoch, der andere deutlich zu niedrig hing (leider war kein Maßband zur Hand), lag der Gastgeber während der gesamten ersten Halbzeit knapp in Führung, was vor allem daran lag, dass der BCW nur 9 von 23 Nahdistanzwürfen im Korb unterbrachte, ein absoluter Minusrekord für diese Saison. Erst beim 36-45 Rückstand in der 27. Minute raffte sich das Team endlich auf, schaltete einen Gang höher und zog innerhalb von 4 Minuten auf 55-47 davon. Dieser Vorsprung wurde dann mit geringstmöglichem Energieverbrauch über die Zeit geschaukelt.
Immerhin wurde die mäßige Offenseleistung durch eine weitgehend solide Defense kompensiert, so dass magere 74 Pünktchen letztlich zum Sieg reichten.

Bleibt zu hoffen, dass der BCW beim letzten Heimspiel des Jahres gegen den Abstiegskandidaten SKG Rossdorf (Samstag, 19.12., 19.15) endlich wieder zu einer überzeugenden Leistung findet.

Basina 6
Vahdat 2
Bou-Souabi 4
Laubinger 10
Baumbach 22
Lambruschini 2
Ernst 8
Herren-Bezirksliga,   Stand: 13.12.1998
    1. BC Wiesbaden               11  927 :   754  20 :   2  
    2. VfL Bensheim               10  923 :   715  18 :   2  
    3. Dreieichenhain             11  800 :   702  16 :   6  
    4. SCC Pfungstadt             10  778 :   677  14 :   6  
    5. SG Weiterstadt             10  738 :   854   8 :  12  
    6. SV 98 Darmstadt            10  642 :   649   8 :  12  
    7. TV Groß-Gerau              11  692 :   800   8 :  14  
    8. BC Darmstadt III           11  741 :   805   6 :  16  
    9. SKG Roßdorf II             11  701 :   773   6 :  16  *
   10. TG Hochheim                 9  511 :   724   0 :  18  

10. Spieltag: Samstag, 05.12.98

BCW - SG Weiterstadt: 95-69 (41-43)

Ickert 19 BCW gewinnt nach katastrophaler 1. Halbzeit noch deutlich.

Wer glaubt hatte, die BCW-Herren würden den Tabellenfünften mit ihrer starken Leistung aus dem Pokalspiel gegen die Frankfurter Eintracht überrollen, traute seinen Augen nicht. Schon nach zwei Minuten (2:6) nahm Coach Steppich angesichts der rabenschlechten Defense die erste Auszeit. Die Standpauke hielt nur bis zum 15:8 (5.), dann zog Weiterstadt bis zum 31-40 (17.) davon, ehe die A-Jugendlichen Ilja Ickert und Christian Thamm denn BCW bis zur Pause heranbrachten.

Erst nach einer weiteren Gardinenpredigt übernahm der BCW aus einer nun endlich aggressiven Defense heraus das Kommando. Weiterstadt blieb allerdings bis zum 68-61 (32.) auf Tuchfühlung, bevor eine 10-0 Serie alles klar machte. Die 2. Hälfte ging letztlich doch noch versöhnlich mit 54-26 an die Hausherren.

Da die "echten" Herren in Abwesenheit des aus familiären Gründen verhinderten Philip Jessen blass blieben, mussten die BCW-Youngsters (Baumbach, Ickert, Thamm, Lambruschini, Turbic) die Kastanien aus dem Feuer holen und erzielten zwei Drittel der BCW-Punkte, davon allein 41 in der 2. Halbzeit.

Basina 8
Vahdat 11
Bou-Souabi 4
Laubinger 9
Baumbach 29
Thamm 3
Lambruschini 6
Turbic 6

9. Spieltag: Sonntag, 22.11.98

BC Darmstadt III - BCW: 45-80 (26-38)

Ickert 7 Die BCW-Herren hatten ihre Lektion gelernt und fuhren beim Vorletzten BC Darmstadt einen glanzlosen aber jederzeit ungefährdeten Sieg ein. Zwar lief es im Angriff gegen die sehr defensiv eingestellten Gastgeber in der eiskalten Halle in Bezug auf die Trefferquote nicht ganz rund, doch immerhin war erstmals in dieser Saison eine disziplinierte, kontrollierte Offense über die gesamte Spieldauer zu verbuchen. Beim 4-15 in der 9. Minute waren die Fronten geklärt, spätestens beim 28-50 drei Minuten nach der Pause waren die Punkte eingefahren.
Die BCW-Defense zeigte sich vor allem in der zweiten Halbzeit von ihrer besten Seite und ließ so nie Zweifel am Sieger aufkommen.
Bobby Baumbach agierte zudem als zuverlässiger Scorer, so dass es auch nichts ausmachte, dass für Philip Jessen, durch einen Fehler des Kampfgerichts, schon in der 33. Minute nach seinem angeblich fünften Foul das Spiel beendet war. Erfreulich verlief auch das Debut des A-Jugendlichen Centers Ilja Ickert, der sich gut einfügte und sieben Punkte erzielte.
Der BCW geht damit als Herbstmeister in die Rückrunde, in der vor allem die beiden Auswärtsspiele in Bensheim und Dreieichenhain über den Aufstieg entscheiden werden.
Jessen 13
Basina 8
Vahdat 12
Bou-Souabi 9
Laubinger 4
Baumbach 26
Thamm 0
Ernst 0
Peric 1

8. Spieltag: Samstag, 14.11.98

BCW - SV Dreieichenhain 80-71 (43-28)

Dedovic 15 Der BCW zeigte sich von der bösen Schlappe beim SV Darmstadt 98 gut erholt und beherrschte den punktgleichen Tabellendritten sicher. Trotzdem war nach Spielende niemand so richtig zufrieden, denn nach 30 starken, hochkonzentrierten Minuten (57-32/25. Spielminute, 63-42/30.) schlich sich der schon bekannte BCW-Schlendrian ein, und der Gast konnte noch einmal bis auf 7 Punkte verkürzen (64-71, 35.).Besonders eklatant dabei wieder einmal die Nachlässigkeiten im Defensivrebound, die den robusten Dreieichenhainern immer wieder billige zweite Chancen eröffneten. Immerhin zeigte die Trainingsarbeit der vergangenen Woche Früchte, denn mit nur 15 Ballverlusten (bisher im Schnitt 23) und einer Wurfquote von 50% zeigte man sich in der Offensive deutlich verbessert, wobei auch die Freiwurfausbeute mit 73% im grünen Bereich lag.
Zwar war Center Philip Jessen die gerade erst überstandene Grippe noch deutlich anzumerken, und auch Playmaker Babak Vahdat spielte weit unter Normalform, was jedoch durch die starken Leistungen der A-Jugendlichen Bobby Baumbach und Mario Peric kompensiert wurde.
In der Vorbereitung auf das letzte Hinrundenspiel beim Tabellenvorletzten BC Darmstadt gilt es nun vor allem an der Einstellung und am Reboundverhalten zu arbeiten, um weitere böse Überraschungen zu vermeiden.
Jessen 7
Basina 4
Vahdat 3
Bou-Souabi 8
Laubinger 9
Baumbach 15
Lambruschini 9
Ernst 5
Peric 5

7. Spieltag: Samstag, 07.10.98

SV Darmstadt 98 - BCW 79-54 (35-30)

Dedovic 9 Weg ist die weiße Weste und der Coach wartet auf Jobangebote als Prophet. Allen Warnungen ihres Trainers zum Trotz erwarteten die BCW-Spieler nach dem leichten Kantersieg gegen Schlußlicht Hochheim wohl einen ähnlichen Spaziergang beim Tabellenvorletzten. Der begann dann auch schwach, so daß man 8-4 und 15-11 in Führung ging. Doch ohne den grippekranken Philip Jessen, mit einer unkonzentrierten Angriffsleistung und schlafmütziger Verteidigungsarbeit deutete sich das Debakel schon vor der Pause an. Anfängerhafte Ballverluste und schlafmützige Defense ermöglichten den Gastgebern immer wieder billige Punkte. Die leidenschaftliche und äußerst rustikale Verteidigungsarbeit der Gastgeber besorgte den Rest, so daß es mit 5 Punkten Rückstand in die Kabine ging. Zu Beginn der 2. Hälfte schien die Umstellung auf Zonenverteidigung die Wende zu bringen, doch nach der 37-36 Führung (23.) brachen alle Dämme. Die Gastgeber spielten sich in einen wahren Rausch und trafen alles was irgendwie Richtung BCW-Korb flog, darunter 5 Dreier, während der BCW  den Zug zum Korb nun völlig vermissen ließ, von Außen rein gar nichts traf und zwischen der 3. und 8. Minute 8 Ballverluste produzierte. Beim 63-43 (32.) war das Spiel gelaufen, unter anderem auch deswegen, weil die Spieler es nicht schafften, ihre Konzentration von der Schiedsrichterleistung wieder zurück auf ihr Spiel zu lenken. So standen für den besten Angriff der Liga am Ende gerade mal traurige 54 Punkte zu Buche, die man sonst schon mal in einer Halbzeit erzielt.
Bleibt zu hoffen, dass die Spieler diese bittere Lektion begreifen, denn ohne die nötige Einstellung verliert man in der Bezirksliga unter ungünstigen Umständen eben auch gegen vermeintlich schwache Teams. Zum Glück hat diese deftige und hoffentlich heilsame Niederlage keine gravierenden Auswirkungen auf die Tabellensituation, da sie nicht gegen einen der Mitkonkurrenten erlitten wurde. Der BCW hat es nach wie vor in der Hand, aus eigener Kraft Meister zu werden, vorausgesetzt, man leistet sich nicht noch weitere solcher Blackouts.
Stankovic 0
Basina 6
Vahdat 5
Bou-Souabi 12
Laubinger 7
Baumbach 15
Lambruschini 0
Ernst 0
Peric 0

6. Spieltag: Samstag, 31.10.98

BCW - TG Hochheim 108-57 (49-35)

Dedovic 6 Im Spiel Tabellenführer gegen Tabellenletzten gab sich der BCW in der 1. Halbzeit alle Mühe, sich gegen die ohne Auswechselspieler angetretenen Gäste bis auf die Knochen zu blamieren. Lasche Defense und unkonzentrierte Offense brachten bis zur Pause nur einen mühsamen 14-Punkte-Vorsprung.
Erst die Ankündigung des stocksauren Coaches, für jeden Hochheimer Punkt über 50 in den nächsten beiden Trainingseinheiten einen Liniensprint extra laufen zu lassen, sorgte für die nötige Motivation und eine 28-7-Serie in den nächsten 10 Minuten. Nachdem der Defensedruck danach wieder deutlich nachließ, erwartet das Team trotz des 59-22 in der 2. Halbzeit eine recht lauffreudige Woche.

Als positive Aspekte können vor allem die ausgeglichene Punkteverteilung (7 Spieler zweistellig), Topscorer Ivica Basina (19 Punkte bei nur 3 Fehlversuchen, 3 Dreier) , sowie das Comeback von André Bou-Souabi nach vierwöchiger Verletzungspause verbucht werden.

Stankovic 10
Basina 19
Vahdat 11
Bou-Souabi 14
Laubinger 15
Baumbach 9
Lambruschini 0
Ernst 10
Jessen 14

5. Spieltag: Samstag, 24.10.98

SCC Pfungstadt – BCW 62-69 (27-29)

Dedovic 7

Der weiterhin allein ungeschlagene Tabellenführer hatte sich nach der schwachen Verteidigungsleistung des letzten Spiels (90 Gegenpunkte) in diesem Bereich gegen Verfolger SCC Pfungstadt einiges vorgenommen, was auch gelang.

Doch leider war diesmal im Angriff der Korb wie vernagelt. Serienweise wurden gut herausgespielte Chancen vergeben, so daß die nie aufgebenden Gastgeber gegen den ständig führenden BCW immer auf Tuchfühlung blieben. Nur in der guten Anfangsphase (10-4, 20-11) konnte man mit der Trefferquote noch zufrieden sein, am Ende standen dann magere 40% zu Buche, wo man gegen Bensheim noch mit 62% geglänzt hatte. Gerade in der Nahdistanz, gegen Bensheim noch mit 75% Glanzstück der BCW-Offense, fanden einfachste Würfe nicht das Ziel, das Scouting offenbarte hier gnadenlos 47% Trefferquote.

Zum glanzlosen Sieg reichten dennoch ein überragender Philip Jessen (27 Punkte bei einer Quote von 68%, 8 Rebounds, 7 Ballgewinne) und eine starke Team-Defense (25 Ballgewinne).

Auch die Verfolger Bensheim und Dreieichenhain konnten ihre Spiele gewinnen:

VfL Bensheim         - TV Groß-Gerau   96 : 65
SV 98 Darmstadt    - Dreieichenhain   71 : 76
Stankovic 2
Basina 11
Vahdat 10
Peric 2
Thamm 2
Baumbach 2
Lambruschini 2
Ernst 4
Jessen 27

4. Spieltag: Samstag, 10.10.98

BCW - VfL Bensheim: 99-90 (47-32)

Dedovic 14

Mit einem hart erkämpften 99-90 Sieg gegen den bisher ungeschlagenen VfL Bensheim übernahm der BCW die alleinige Tabellenführung. Dass es nach einer grandiosen ersten halbzeit noch einmal eng wurde, hatte man sich wieder einmal selbst zuzuschreiben. Im Gefühl des sicheren Sieges schlugen Jessen und Co. die Halbzeitwarnung ihres Coaches in den Wind, und ließen Bensheim völlig unbedrängt mit drei Dreiern auf 41-51 verkürzen. Die bis dahin in Respekt erstarrten Gäste witterten plötzlich Morgenluft und legten im gleichen Maße zu, wie der BCW die Zügel schleifen ließ. Dank halbherziger Defense und undisziplinierter Offense stand es in der 29. Minute plötzlich nur noch 68-64, als der BCW, wie schon in Rossdorf, wieder einen  Gang höher schaltete. Als mit Christian Thamms Dreier zum 79-66 (34.) wieder ein komfortabler Vorsprung herausgespielt war, entwickelte sich in den letzten Minuten ein munterer Schlagabtausch á la All Star Game, in dem beide Teams die Defense mehr oder weniger aufgaben, und die Zuschauer mit einer Reihe von Kabinettstückchen begeisterten. Auch die guten Schiedsrichter Neudenberger und Landzettel attestierten beiden Teams anschließend eine oberligareife Leistung. Für die sehr gute Wurfquote des BCW (62%) mag das zutreffen, nur 7 Defensivrebounds in der 2. Halbzeit sind allerdings bezeichnend für die schwache Defenseleistung, die Bensheim zu zahllosen einfachen Punkten kommen ließ.
Coach Günter Steppich war dementsprechend wenig begeistert über die "Zockerei" am Ende, denn ob der unnötig knappe Vorsprung von 9 Punkten für den direkten Vergleich im Rückspiel ausreichen wird, bleibt abzuwarten. Unter dem Strich spielentscheidend waren sicherlich die 32 Bensheimer Ballverluste (BCW: 23).
Was den jungen Wilden des BCW nach wie vor am meisten fehlt, ist die Fähigkeit, nach einer deutlichen Führung konzentriert weiterzuspielen, weiter konsequent zu verteidigen und den Sack frühzeitig zuzumachen. Zwar hat man bisher in der Liga mit Abstand die meisten Punkte erzielt, aber zugleich auch genauso viele auf der Minusseite wie der Tabellenletzte TG Hochheim!

Stankovic 1
Basina 7
Vahdat 18
Laubinger 19
Thamm 5
Baumbach 12
Lambruschini -
Thiel n.e.
Jessen 23

3. Spieltag: Sonntag, 04.10.98

SKG ROSSDORF 2 - BCW: 86-95 (42-49)

Bou Souabi 13

Mit einer beeindruckenden Energieleistung untermauerte der BCW seine Aufstiegsambitionen. Auch ohne seine beiden Topscorer Dedovic und Jessen, die aus familiären Gründen fehlten, gelang ein hart erkämpfter Sieg beim heimstarken Aufsteiger. Durch das Fehlen der beiden Stammcenter hatte der BCW während des gesamten Spiels gegen die körperlich deutlich überlegenen Gastgeber große Probleme in der Defensive. Rossdorf angelte sich zahlreiche Offensivrebounds und die BCW-Center gerieten schon früh in Foulprobleme. Zum Glück lief das Angriffsspiel über weite Strecken hervorragend, mit vielen Fastbreaks und schnellem Passspiel konnte die Rossdorfer Defense immer wieder geknackt werden. So ging es über 23-36 (12. Min.) mit 40-49 in die Pause.
Ein totaler BCW-Blackout mit einer Rossdorfer 22-2 Serie stellte das Spiel innerhalb von 5 Minuten völlig auf den Kopf (70-59, 30. Min.), bis Playmaker Babak Vahdat das Heft wieder in die Hand nahm und mit einem Dreier die Aufholjagd einläutete. Mit aggressiver Verteidigung wurde bis zur 37. Minute auf 84-78 verkürzt. Jetzt erwies sich die starke Bank des BCW als spielentscheidender Faktor. Während der Rossdorfer Starting Five im Endspurt die Luft ausging, konnte der BCW noch zulegen und riss mit einer abschliessenden 14-2 Serie das Spiel noch aus dem Feuer. Dies ist umso bemerkenswerter, als das mit vier A-Jugendlichen angetretene BCW-Team ein Durchschnittsalter von gerade mal 19 Jahren aufwies. Auch die Freiwurfausbeute konnte diesmal mit 69% zufriedenstellen.
Leider zog sich André Bou Souabi durch einen brutalen Stoß seines Gegenspielers eine schwere Bänderdehnung im Knie zu, die ihn für längere Zeit auf Eis legt.
Mit dieser starken Leistung kann man selbstbewußt und optimistisch in die Spitzenpartie gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen VfL Bensheim (10.10., 19.15, Camp Lindsey) gehen, zumal dann mit Dedovic und Jessen 200 wichtige Kilos wieder mit dabei sein werden.

Peric -
Basina 13
Vahdat 27
Laubinger 11
Thamm 5
Baumbach 8
Lambruschini 8
Ernst 10

2. Spieltag: Samstag, 26.09.98

BCW - TV Groß-Gerau: 89-55 (45-21)

Bou Souabi 10 Das Spiel gegen den in allen Belangen unterlegenen Gast war schon beim schnellen 11:0 (4.), spätestens aber beim 26:6 (10.) entschieden. Die Center Dedovic und Jessen herrschten unter beiden Körben nach Belieben und initiierten damit in der Anfangsphase ein Trommelfeuer von Schnellangriffen. Auch zwei schnelle Auszeiten von Groß-Gerau (3./8.) konnten daran nichts ändern.
In der Folge ließ es der BCW etwas ruhiger angehen und die vom in buchstäblich letzter Minute noch gewonnenen A-Jugendkrimi in Babenhausen sichtlich erschöpften Bobby Baumbach, Christoph Lambruschini und Mario Peric konnten geschont werden.
So war der Gast am Ende mit nur 34 Punkten Differenz noch sehr gut bedient.
Peric 1
Basina 11
Vahdat 12
Laubinger 6
Jessen 21
Dedovic 18
Baumbach 5
Lambruschini 2
Ernst 4

1. Spieltag, Sonntag, 13.09.98, 20 Uhr

SG Weiterstadt – BCW: 77 – 84 (31-39)

Bou Souabi 2 Der kampfstarke Gastgeber gab sich auch nach dem BCW-Blitzstart in die 2. Halbzeit (31-51, 23.) nicht geschlagen und erkämpfte sich beim 69-68 (35.) sogar kurzzeitig die Führung zurück. Angesichts des hohen Vorsprungs hatten beim BCW Disziplin und Konzentration nachgelassen, so dass der Gegner zu einfachen Körben kam, während man selbst im Angriff zu hastig und unkontrolliert agierte.
In der Schlußphase übernahm der BCW nach einer Auszeit aber wieder die Kontrolle und lag in der 40. Minute sicher mit 84-74 in Führung.
Angesichts der nur dreiwöchigen Vorbereitungsphase und des Fehlens von Dedovic ein sehr gelungener Saisonstart, bei dem der BCW vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit überzeugte. Nicht zuletzt die deutlichen Schwächen im Abschluß (z.B. nur 45% Freiwürfe) verhinderten einen klareren Erfolg.
Bis zum nächsten Heimspiel wird im Training noch einiges zu tun sein!
Stankovic 1
Basina 2
Vahdat 16
Laubinger 16
Jessen 22
Thamm  
Baumbach 12
Lambruschini 2
Ernst 11

Hessenpokal, Herren,
3. Runde, Samstag, 28.11.98

BCW – Eintracht Frankfurt 63-95 (24-54)

Turbic 9

Eintracht-Adler mit Lufthoheit
Frankfurter Regionalliga-Basketballer ließen dem BCW keine Pokalchance

Von Christian Hoffrichter (Wiesbadener Tagblatt, 30.11.98)

"Heute kriegen wir eine Klatsche", mutmaßte Trainer Günter Steppich vor dem Match seiner Korbjäger im Hessenpo-kal-Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt. Der Mann hat Ahnung, Bezirksliga-Primus BC Wiesbaden war beim 63:95 S (24:54) gegen den körperlich und spieltechnisch haushoch überlegenen Tabellenführerb der Regionalliga chancenlos. Die ungleiche Pokalpartie – beide Teams trennen drei Spielklassen – war bei einer Frankfurter 22:2-Führung (8. Minute) zeitig gegessen. "Angst pur", machte Steppich für die nervöse, fehlerhafte Anfangsphase seiner Mannen verantwortlich. Erst nachdem eine Pokalsensation kein Thema mehr war, legte der BCW den Respekt vor den Eintracht-Adlern ab.
"Da haben wir uns mehr zugetraut, doch letztlich hat dieErfahrung gefehlt", so Steppich, der sich ausdrücklich freute, keine dreistellige Niederlage kommentieren zu müssen. Trotz des jederzeit unzweifelhaften Spielausganges wurden die 70 Zuschauer in der Sporthalle im Europaviertel glänzend unterhalten, Höhepunkte aus Sicht der BCW-Sympathisanten waren die beiden frenetisch gefeierten Dunks des Duos Bobby Baumach/Predrag Turbic.
Nach dem erwartungsgemäßen Ausscheiden konzentrieren sich die Lilahemden voll auf den angestrebten Aufstieg in die Landesliga. Um sich in der nächsthöheren Klasse zu etablieren, so Günter Steppich, müsse die junge Truppe (Durchschnittsalter 20 Jahre) unbedingt zusammengehalten werden. Hintergrund: In der Vergangenheit bediente sich die Basketball-Konkurrenz mehrfach aus dem Talentschuppen des BCW, dessen Unterbau mit insgesamt zwölf Teams von der A- bis zur E-Jugend weit über die Grenzen der Landeshauptstadt bekannt ist.
Den Basketball-Boom der vergangenen Jahre bringt der Übungsleiter vor allem mit den Olympischen Sommerspielen von 1992 in Barcelona zusammen: "Das Dream Team der USA hat bei vielen Jugendlichen die Leidenschaft für das Korbspiel geweckt." Der Gewinn des deutschen Teams bei der Euro 93 dürfte die wachsende Begeisterung mitgetragen haben. Dieser Trend spiegelt sich in den Mitgliederzah-len des 1956 gegründeten BC Wiesbaden wider. Von 150 im Jahr 1992 schnellte die BCW-Klientel auf 370 Basketballinteressierte. Ähnliche kräftige Zuwachsraten vermißt Steppich noch bei den Zuschauerzahlen.

Laubinger 0
Basina 7
Vahdat 10
Ernst 6
Thamm 3
Baumbach 11
Bou Souabi 5
Peric 4
Jessen 8
Wiesbadener Kurier vom 30.11.98, Bericht von Hans-Peter Mayer
Jeden Korb des BCW frenetisch gefeiert
Aufbäumen nach Lehrstunde der Eintracht

Das Ergebnis von 63:95 (24:54) zwischen "David" BC Wiesbaden und "Goliath" Eintracht Frankfurt war nach dem Basketball-Hessenpokalspiel standesgemäß. Doch nach einer Lehrstunde in der ersten Hälfte hatten sich die Bezirksliga-Herren an das Klima erstaunlich schnell gewöhnt und hielten gegen den Regionalliga-Tabellenführer vor begeisterten 120 Zuschauern mit. "Respekt pur auf Wiesbadener Seite und eine nüchtern, ohne Schnörkel spielende Eintracht ergaben den 9:46-Zwischenstand in der 15. Minute," hatte BCW-Trainer Günter Steppich zwischendurch noch ein Debakel befürchtet. Der Rest des Spiels ging dann jedoch mit 54:49 an die über sich hinauswachsenden Hausherren.
Den Drei-Klassen-Unterschied machte das Team mit Einsatz und Mut wett. Die Eintracht-Spieler ließen gleichermaßen nach, verloren an Konzentration und mußten sich am Ende von ihrem stinksauren Trainer Ralf Rehberger anpfeifen lassen. "Das gibt uns Selbstbewußtsein für die nächsten Spiele", strahlte Steppich und lobte besonders den aus per zweiten Mannschaft eingesetzten Youngster Turbic.
Ein Wermutstropfen blieb jedoch nach der Schlußsirene. Durch die späte Terminzusage der Eintracht blieb den BCW-Verantwortlichen nicht genug Zeit, die Basketball-Fans zu mobilisieren. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Jeder Korb, besonders nach der Pause, wurde frenetisch gefeiert. "Schade, eigentlich wollten wir die zweite Halbzeit gewinnen", ärgerte sich Steppich ein wenig. Erfolgreichste Punktesammler des BCW waren Baumbach (11), Vahdat (10), Turbic (9) und Jessen (8). hpm

2. Runde, Sonntag, 25.10.98

BCW – GEO Oberursel 100-82 (32-28)

Dedovic 18 In der 1. Halbzeit knüpfte der BCW gegen den Fünften der Landesliga nahtlos an das Vortagsspiel in Pfungstadt an: starke Defense, Wurfpech in der Offense. Dazu kam eine gute Portion Müdigkeit, so dass es nur mit knappem Vorsprung in die Halbzeit ging. Danach war innerhalb von fünf Minuten alles entschieden: nach einer 20-2 Serie stand es 51-40. Als sich beim 74-48 in der 30. Minute bereits ein echtes Debakel für den klassenhöheren Gast abzeichnete, ließ der BCW im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel in der Verteidigung schleifen, so dass Oberursel mit 7 erfolgreichen Dreiern das Resultat noch etwas erträglicher gestalten konnte.

Ausdruck der klaren BCW-Überlegenheit war vor allem die Tatsache, dass die Spielanteile gleichmäßig auf alle 10 Spieler, darunter 4 A-Jugendliche, verteilt werden konnten. Überragender Akteur war dabei der A-Jugendliche Playmaker Mario Peric, der mit klugem Aufbauspiel und als Scorer überzeugte.

Der Lohn für diesen starken Auftritt ist jetzt ein Heimspiel gegen den Tabellenführer und klaren Meisterschaftsfavoriten der Regionalliga, Eintracht Frankfurt, in der nächsten Runde.

Laubinger 1
Basina 11
Vahdat 6
Ernst 8
Thamm 3
Baumbach 17
Lambruschini 4
Peric 17
Jessen 18

1. Runde: Samstag, 12.09.98, 17.00 Uhr

BCW - TV Gelnhausen: 79-75 (40-32)

Bou Souabi

5

Trotz des urlaubsbedingten Fehlens von Center Mirsad Dedovic und des frühen 5. Fouls von Philip Jessen (22.), konnte der klassenhöhere Gegner nach einem kurzen Durchhänger in der 2. Halbzeit (54 – 60, 30. Minute) letztlich sicher geschlagen werden. Erst mit dem Schlußpfiff gelang Gelnhausen noch durch einen Dreier etwas Ergebniskosmetik.

Im nächsten Spiel erwartet der BCW nun den Landesligisten GEO Oberursel. Im Falle eines Sieges wäre der nächste Gegner dann Regionalliga-Spitzenreiter Eintracht Frankfurt!

Vahdat 18
Basina 9
Laubinger 8
Jessen 9
Stankovic 4
Ernst 9
Lambruschini 7
Baumbach 10
Thamm 0