Interview mit Ex-BCWler Nico Brauner

31. Mai 2019 enderlein Allgemein

Wir hatten bereits berichtet, dass Ex-BCWler Nico Brauner einen Vertrag in der ProA (2. Liga) unterschrieben hat: https://www.2basketballbundesliga.de/ein-neuer-denker-und-lenker/

Nach dieser tollen Nachricht haben Ihn kontaktiert und er hat uns 6 Fragen detailliert beantwortet:

1. Wie alt bist du und wann hast du mit Basketball angefangen?
Ich bin 24 Jahre alt. Mit Basketball habe ich begonnen, als ich 10 Jahre alt war. 

2. Welche Stationen und Trainer hattest du bisher? Also wie verlief dein bisheriger Basketball-Werdegang?
Ich habe beim BCW von U12 bis U20 mehr oder weniger alle Altersklassen durchlaufen. Außerdem habe ich eine Saison in der NBBL für den ASC Mainz gespielt. Das Jahr danach habe ich als Austauschschüler eine Saison in Hemlock/Michigan gespielt. Daraufhin folgte der Sprung in den Herrenbereich. Weiter ging es mit einem Jahr Oberliga mit BCW, danach ein Jahr mit Mainz in der 1. Regionalliga, danach ein Jahr in der ProB für Würzburg. Daraufhin folgten 4 Jahre College Basketball in Kanada. Meine Zeit als Jugendspieler wurde vor allem geprägt durch mein 1. Trainer Samir Temmar (bis heute guter Freund), Günter Steppich und Jörn Krause. Im Herrenbereich war es Alexander Heidbrink beim ASC Mainz der großen Einfluss auf meine Entwicklung in Richtung Profi-Basketball hatte. 

3. Welche Bedeutung hatten die Ostercamps des BC Wiesbaden für deine Entwicklung? Warst du dort auch schon als Trainer aktiv und wirst du es zukünftig mal sein? 
Die Ostercamps hatten eine große Bedeutung für meine Entwicklung. Es werden fundamentale Grundlagen geschult. Die kann man nicht genug trainieren. Als junger Campteilnehmer konnte ich mir außerdem immer sehr viel von den Älteren abschauen. Nach Meiner Zeit als Camper habe ich 4-5 Jahre als Coach teilgenommen. Das letzte Mal war vor 3 Jahren. Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr wieder dabei sein. Vorbeischauen werde ich in jedem Fall. 

4. Was hältst du von der Kaderstruktur und den Sichtungs- und Fördermaßnahmen des HBV und DBB, also vom E-, Bezirks-, HBV- und Nationalkader? 
Ehrlich gesagt, kenne ich die heutigen Sichtungsstrukturen und Fördermaßnahmen nicht  so gut. Damals haben mir die Lehrgänge und Camps des HBV sehr gut gefallen. Dort konnte ich viel über strukturierten Basketball lernen.  Allerdings war ich bisschen enttäuscht, dass ich nie eine 2. Chance bekommen habe mich gegen die besten Spieler landes- und bundesweit zu messen. Manche Spieler nehmen erst später ihre richtungsweisende Entwicklung. Meine war viel später als die von anderen Spielern. Ich hätte gerne noch mal eine Chance bekommen mich zu beweisen…

5. Wie wichtig ist aus deiner Sicht Individual- und Athletiktraining, wenn man das Ziel hat, ganz nach oben zu kommen?
Letztendlich sind Individual- und Athletiktraining wichtiger. Man kann in noch so vielen Kadern spielen – wenn man nicht an seinen individuellen Skills arbeitet, wird man nicht besser. Jeden Sommer über,  bin ich nahezu jeden Tag in der Halle und arbeite an Ballhandling, Wurf und vielen 1-gegen-1-Bewegungen. In Teamtrainings wird man besser als Team. In Individualtrainings wird man besser als Spieler. Deswegen rate ich jedem Spieler, der professionell spielen will, die Zeit im Sommer wahrzunehmen, um individuell besser zu werden. Athletiktraining ist dementsprechend genau so wichtig. Je höher das Niveau, desto schneller das Tempo. 

6. Was sind deine bisher größten Erfolge und Ziele?
Mein größter Erfolg war die Wahl ins 1st Team all conference in meinem letzen Jahr am College. Teamerfolge blieben bis dato leider aus. Der Einzug in die nationalen Collegemeisterschaften war mein größter Teamerfolg . Es gibt knapp 50 Mannschaften in Kanada. Nur 8 schaffen es in die Playoffs. Mein Ziel ist es, in die 1. Liga zu kommen und dort hoffentlich eines Tages deutscher Meister zu werden.

Vielen Dank an Nico für die interessanten Einblicke. Der BCW wünscht dir alles Gute und wird deinen Weg weiter verfolgen!

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